Wie Eiscreme uns glücklich macht
Energie fürs Gehirn: Eis als Denk-Booster?
Eiswaffel oder Becher
Wie du schleckst, zeigt wer du bist?
Vorsicht: Kopfschmerzen, Dopamin-Problem, Kalorienpaniker
Dass Speiseeis wie zum Beispiel Orangeneis glücklich macht, ist kein bloßes Bauchgefühl. Es ist wissenschaftlich belegt.
Wie Eiscreme uns glücklich macht
Schon ein einziger Löffel Vanilleeis aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn. Eine Studie aus London zeigt, dass dabei das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet wird. Es hat Ähnlichkeiten mit Musik hören oder dem Verliebtsein. Die Kombination aus Zucker und Fett sorgt für ein angenehmes Mundgefühl, das unser Nervensystem als Belohnung registriert, sagt auch SWR4 Psychologin Felicitas Heyne.
Und auch die Kälte hat ihren Effekt. Wie ein kalter Spritzer Wasser im Gesicht kurbelt sie kurzfristig das Nervensystem an und gibt dem Körper einen leichten Adrenalinkick.
Gleichzeitig fördert Eiscreme die Ausschüttung von Oxytocin, dem sogenannten Kuschelhormon.
Energie fürs Gehirn: Eis als Denk-Booster?
Laut dem japanischen Neurowissenschaftler Yoshihiko Koga steigert der Konsum von Eiscreme, besonders morgens, die Produktion von Alphawellen im Gehirn. Diese Wellen stehen für Wachheit, Kreativität und geistige Klarheit. Der plötzliche Zuckerschub, zusammen mit der Kälte, sorgt also nicht nur für gute Laune, sondern kann uns auch aufmerksamer machen.
Auch Studien aus Deutschland bestätigen: Wer sich hin und wieder eine Kugel gönnt, hat nicht automatisch ein schlechtes Gewissen. Bewusstes Genießen kann sogar Stress reduzieren.
Eiswaffel oder Becher
Eiscreme in einer Eiswaffel gefällt uns. Das knusprige Geräusch im Mund mögen unsere Ohren sehr. Wir haben es gern knusprig. Das löst in uns auch ein Belohnungsgefühl aus. Wer Eis im Becher mag, entscheidet sich vielleicht aus strategischen Gründen dafür. Denn im Becher lässt sich Speiseeis einfacher langsamer essen.
Wie du schleckst, zeigt wer du bist?
Nicht nur der Geschmack, auch das Verhalten beim Eis essen kann etwas über uns aussagen, erklärt die SWR4 Psychologin. Wer vorsichtig und langsam schleckt, nimmt sich für jede Kugel Zeit. Menschen dieses Typs gelten als ruhiger. Sie schmecken jede Nuance. Dafür braucht man viel Geduld, Selbstbeherrschung und Gelassenheit. Diese Typen mögen die Kontrolle über sich und andere. Wer so genießt, will nicht nur den Geschmack, sondern das ganze Erlebnis.
Dann wiederum gibt es die fixen Schlecker oder beherzten Beißer. Sie sind eher die Typen: "Flott rein damit, ehe es mir noch jemand wegnimmt", so Felicitas Heyne.
Vorsicht: Kopfschmerzen, Dopamin-Problem, Kalorienpaniker
- Langsam schlecken: Wer zu Kopfschmerz durch Kälte neigt, sollte aufpassen. Sonst ist das Vergnügen schneller vorbei als geplant.
- Dopamin wirkt nicht mehr: Wer täglich zur Packung greift, erlebt womöglich eine Dopamin-Abstumpfung. Mehr Eiscreme, weniger Effekt.
- Genuss ist wichtig: Wer beim Genuss nur an Kalorien denkt, verpasst die kleine Freude. Und mal ehrlich: Eine Kugel ist kein Drama, sondern ein Miniurlaub für die Seele. So können Sie Ihren inneren Akku wieder ein bisschen aufladen.
Natürlich sollten wir alle mit Zucker und Fett vorsichtig umgehen. Zu viel Zucker ist ungesund. Deshalb sollten wir es mit dem Eis essen nicht übertreiben.