Gesunde Füße

Hallux valgus: Was wirklich hilft

Unsere Füße tragen uns durchs Leben: Eine besondere Rolle spielt der große Zeh, der sich oft verformt. Wir sagen, was Sie gegen den Hallux valgus (Ballenzeh) tun können.

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Von Autor/in Anne Wieland

Ein Hallux valgus liegt vor, wenn die normale Stellung der Großzehe nach außen abweicht und es am inneren Rand zu einer deutlich sichtbaren knöchernen Auswachsung des Mittelfußknochens kommt. Bei einer angeborenen Disposition (zum Beispiel Spreizfuß) begünstigt jahrelanges Tragen von zu engen, geschlossenen Schuhen das Fortschreiten der Deformierung.

Der sogenannte "Hallux Valgus" ist die am weitesten verbreitete Deformation am Fuß
Der sogenannte "Hallux Valgus" ist die am weitesten verbreitete Deformation am Fuß

So können Sie vorbeugen

Vorbeugende Maßnahmen sind Barfußlaufen, spezielle Fußgymnastik und orthopädische Einlagen. Oft wird die Zehendeformität als kosmetisches Problem angesehen. Die Fehlbelastung führt aber zur Überbeanspruchung des Gelenkes des großen Zehs und möglicherweise zum Gelenkverschleiß.

Veränderte Fußbelastungen können bei benachbarten Zehen zu Hammer- oder Krähenzehen führen. Nach ausführlicher Beratung, eingehender Untersuchung, inklusive funktioneller Tests und Analyse kann man sich für physiotherapeutische Maßnahmen oder für eine gelenkerhaltene Korrektur mittels Operation entscheiden.

Mann läuft barfuss am Strand - vorbeugen gegen hallux valgus
Barfuss laufen hilft. einer Verformung des großen Zehs, hallux valgus, vorzubeugen

Zwei Übungen, die den Füßen gut tun

1. Die Raupe: Sie aktiviert die Muskulatur des Quergewölbes

Ausführung: Auf dem Stuhl sitzen. Ein Tuch flach unter die Ferse legen. Stellen Sie sich vor, die Ferse und der Großzehenballen steht fest auf dem Boden. Den Fuß nach vorne ziehen, ohne die Zehen einzukrallen. Heben Sie den Mittelfußbereich vom Boden ab.

Wenn Sie den gestreckten Fuß wieder absetzen, werden Ihre Zehen ein kleines Stück weiter vorne aufkommen. Ziehen Sie den hinteren Teil des Fußes mit einer Raupenbewegung hinterher. Wechseln Sie die Seite, nachdem Sie etwa eine Fußlänge vorgerutscht sind.

2. Die Krake: Sie kräftigt die Muskulatur des Quergewölbes

Ausführung: Sitzen Sie Sie auf einem Stuhl und platzieren einen halben Tennisball oder eine zusammengerollte Socke unter der Mitte des Fußes. Das Knie ist 90 Grad gebeugt. Der Fuß schwebt über dem Ball, die Zehen sind entspannt.

Jetzt senken sie den Fuß langsam ab. Stellen Sie sich vor, der Ball sei ein rohes Ei, das Sie nicht zerdrücken möchten. Greifen Sie wie eine Krake um den Ball. Beugen Sie die Zehen und rollen die Groß-und Kleinzehenseite ein.

Heben Sie den Vorfuß nur mit Hilfe der Muskeln im Quergewölbe an. Die Ferse bleibt dabei auf dem Boden. Bewegen Sie die Krake fünf Mal auf und ab, danach wechseln Sie den Fuß.

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Anne Wieland