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Krankenkassenwechsel – wann lohnt er sich?

Gesundsein ist den meisten Deutschen am wichtigsten in ihrem Leben. Dafür sollen auch die gesetzlichen Krankenkassen sorgen. Doch sie unterscheiden sich in ihren Zusatzleistungen, im Service und in den Kosten. Sind Sie in der gesetzlichen Krankenkasse, die zu Ihnen passt?

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Von Autor/in Anne Wieland

Pflichtleistungen sind gleich

Alle gesetzlichen Krankenkassen müssen bestimmte Pflichtleistungen bieten, die der Gesetzgeber ihnen vorschreibt. Dazu zählen normale Kontrolluntersuchungen, Standardimpfungen, Therapien schwerer Krankheiten sowie die Behandlung von Unfällen und die Nachsorge.

Unterschiede in Service und Zusatzleistungen

Einige gesetzliche Krankenkassen haben Beratungsstellen vor Ort, andere sind vor allem telefonisch oder online zu erreichen. Außerdem unterscheiden sich die Kassen in den angebotenen Zusatzleistungen.

Unterschiedliche Kosten

Es gibt den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Hinzu kommt noch der sogenannte kassenindividuelle Zusatzbeitrag.

Wann Sie wechseln können

Der Wechsel ist möglich, wenn Sie seit mindestens 18 Monaten Mitglied sind, oder wenn die Krankenkasse den Beitrag verändert. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Kalendermonate.

Nicht wechseln sollten Sie jedoch, wenn Ihre bisherige Krankenkasse eine nicht-standardmäßige Leistung genehmigt hat, Sie sie aber noch nicht angetreten haben – sonst verlieren Sie vielleicht diese Leistung.

Wie Sie wechseln können

1. Sie beantragen die neue Mitgliedschaft bei der gesetzlichen Krankenkasse Ihrer Wahl.

2. Sie kündigen der bisherigen Kasse schriftlich.

3., Sie legen der neuen Kasse die offizielle Kündigungsbestätigung der bisherigen Kasse vor und melden sich an.

Krankenversicherung Zuzahlungsbefreiung beantragen

Für bestimmte Behandlungen beim Arzt, bei stationären Aufenthalten oder auch für Medikamente sind Zuzahlungen zu leisten. Es gibt die Möglichkeit, sich von diesen Zuzahlungen befreien zu lassen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

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