Vereinsleben

Anna Bermuth: Feuerwehr ist gelebte Kameradschaft

Wir haben mit Anna Bermuth von der Freiwilligen Feuerwehr in Mainz Weisenau über das Vereinsleben bei der Feuerwehr gesprochen und darüber wie sie selbst dadurch beeinflusst wurde.

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Stand

Keine Nachwuchs-Sorgen bei der Feuerwehr Mainz Weisenau

SWR: Manche Vereine klagen über Nachwuchsprobleme, ihr wiederum nehmt zeitweise niemanden mehr auf, weil der Andrang so groß ist. Was ist denn so toll bei euch?

Anna Bermuth: Ich glaube, es liegt hauptsächlich daran, dass wir einfach so ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln und den jungen Menschen in der Jugendfeuerwehr, die jetzt zwischen 10 und 16 Jahren sind, ganz früh vermitteln, dass Teamarbeit was richtig Tolles ist und dass man dadurch richtig weit kommt.

Und, dass es einfach etwas Cooles ist und dass es den Menschen auch wirklich hilft, wenn man in der Gesellschaft etwas voranbringt.

SWR1: Warum ausgerechnet bei euch, bei der Feuerwehr? Ich könnte mir vorstellen, da hatte vielleicht auch der eine oder andere Sorge und Respekt, wenn er Bilder sieht von brennenden Wäldern, Häusern und Autos. Aber bei euch kann jeder mitmachen, auch wenn er vielleicht nicht ganz vorne dabei sein will.

Bermuth: In der Freiwilligen Feuerwehr kann jeder machen. Es müssen nicht alle mit "ins Feuer laufen". Man kann auch draußen viel machen. Man braucht halt zum Beispiel auch Menschen, die dann das Fahrzeug mit der gesamten Mannschaft zur Einsatzstelle bringen.

Oder wenn man an der Unfallstelle ist […], dass da jemand den Verkehr absichert. Man kann in der Feuerwehr richtig viel machen und es ist eigentlich für jeden was dabei.

Anna Bermuth: Die Feuerwehr hat meine Berufswahl beeinflusst!

SWR1: Du bist über die Jugendfeuerwehr Rettungssanitäterin geworden. Hat die Feuerwehr dein Leben und deine Berufswahl ein Stück weit verändert?

Bermuth: Ich glaube schon. Ich habe das ja von klein auf mitbekommen, mit den unterschiedlichsten Erste-Hilfe-Themen.

Sei es jetzt die klassische Wundversorgung oder wie kann man jemanden sicher transportieren. Da gibt es ja auch die verschiedensten Möglichkeiten, und ich glaube, dass es mich beeinflusst hat und ich mich dann entschieden habe, nach meiner Schulzeit in den Rettungsdienst zu gehen.

Anna Bermuth: Feuerwehr ist richtig coole Kameradschaft

SWR1: Du engagierst dich jede Woche neben deinem Beruf mindestens ehrenamtlich. Was gibt dir die Feuerwehr zurück?

Bermuth: Auf jeden Fall ein tolles Gemeinschaftsgefühl! Also, es ist bei uns eine richtig coole Kameradschaft. Ich verstehe mich mit allen supergut und jedes Mal, wenn ich zur Feuerwehr gehe, dann geht mir da richtig das Herz auf, weil ich da einfach richtig viel Lust drauf habe und ich mich da jedes Mal aufs Neue drauf freue. Sei es jetzt bei der Jugendfeuerwehr oder bei uns in der Einsatzabteilung. Das macht schon immer richtig viel Spaß.

SWR1: Also das sind keine Kolleginnen und Kollegen, sondern das klingt nach Freundschaft, oder?

Bermuth: Auf jeden Fall! Das ist wirklich gelebte Kameradschaft, was wir da machen!

Feuerwehr-Frau Anna Bermuth: Die Waldbrände in Frankreich und Spanien beschäftigen uns auch

SWR1: Die Bilder und Videos über die Waldbrände in Frankreich und Spanien und die Arbeit der Feuerwehrleute dort. Wie sehr verfolgst du das?

Bermuth: Man schaut natürlich in der Presse nach. Es beschäftigt einen ja auch hier. In Traisen war ja vor wenigen Wochen auch ein großer Waldbrand. Das beschäftigt einen schon.

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