Schadenssumme steigt

Fahrraddiebstahl verhindern: 3 Tipps für mehr Sicherheit

Alle zwei Minuten wird in Deutschland ein Fahrrad geklaut - ein Millionengeschäft, hinter dem oft kriminelle Banden stecken. Mit diesen drei Tipps sichern Sie Ihr Fahrrad.

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Von Autor/in Michael Herr

Nach Angaben des Gesamtverbands der Versicherer (GdV) wurden im vergangenen Jahr 135.000 versicherte Fahrräder gestohlen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik kommt sogar auf mehr als 245.000 Diebstähle, weil dort die nicht versicherten Räder mitgezählt werden.

Die Dunkelziffer dürfte sogar weitaus höher liegen. Denn kriminelle Banden machen aus gestohlenen Fahrrädern ein Geschäft - in Millionenhöhe.

Laut dem Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg ist die Zahl der Fahrraddiebstähle insgesamt rückläufig. Dafür steigt aber die Schadenssumme, weil vermehrt hochwertige Räder geklaut werden.

Fahrraddiebstahl verhindern - das hilft:

Tipp 1: Schweres Schloss verwenden

Bei einem Fahrradschloss macht Masse Sinn: Gehärteter und dicker Stahl macht es den Dieben schwer. Heißt also: Gute Schlösser dürfen nicht nur etwas mehr wiegen, sondern auch mehr Geld kosten.

Ein Spiralschloss für 15 Euro, mit dem man früher sein Klapprad am Schwimmbadzaun angeschlossen hat, ist keine gute Lösung für ein teures Fahrrad. Rund zehn Prozent des Kaufpreises sollte man ungefähr in die Diebstahlsicherung investieren.

Auch Draht- oder Kabelschlösser bringen keinen sicheren Schutz, genauso wenig wie ein Speichenschloss. Solche Varianten gehen eher als eine Art "Wegfahrsperre" durch, schützen aber bestenfalls bei einem kurzen Abstellen des Fahrrads in Sichtweite.

Tipp 2: Zwei verschiedene Schlosstypen einsetzen

Professionelle Fahrraddiebe spezialisieren sich oft auf einen Schlosstyp. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt deshalb: Das Fahrrad mit zwei Schlössern verschiedenen Typs sichern - und zwar an fest verankerten Ständern.

Geeignete Schlosstypen sind Bügel-, Falt- oder Kettenschlösser - am besten mit einem Drehscheiben-Schließzylinder.

Tipp 3: GPS-Tracker helfen der Polizei, das Fahrrad wiederzufinden

Man kann sein Rad auch mit einem GPS-Tracker sichern. Damit lässt sich zumindest die Position des Fahrrads feststellen, wenn es geklaut worden ist.

Die Polizei ist dankbar, wenn sie bei der Diebstahlanzeige eine GPS-Spur mitgeliefert bekommt. Damit steigt auch die Chance, das Fahrrad wiederzubekommen auf einen höheren Wert als die allgemeine Quote von zehn Prozent.

Und trotzdem sagt der ADFC: Wichtiger als GPS ist ein gutes Schloss. Das schreckt im Idealfall die Diebe von vornherein ab.

Was auch noch hilft: Codierung

Was Fahrradbesitzer zusätzlich tun können: Das Fahrrad codieren lassen. Das macht in der Regel die Polizei oder der ADFC.

Dafür wird am Rahmen des Rads eine Zahlen-Nummern-Kombination eingraviert. Mit der kann die Polizei den registrierten Besitzer feststellen.

Diese Codierung soll Diebe abschrecken. Und sie macht es der Polizei leichter, einen Diebstahl aufzuklären.

Mainz

Vor den Augen des Besitzers Dreister Diebstahlversuch eines E-Bike in Mainz

Nur kurz Brötchen holen, da muss das Fahrrad ja nicht abgeschlossen werden. Das dachte sich wohl auch ein Radfahrer in Weisenau. Sein Rad wurde ihm vor seinen Augen fast geklaut.

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