Ein Seniorenhandy ist einfach zu bedienen. Aber auch viele ältere Menschen finden die Geräte überholt und altmodisch.
Der Wunsch nach einem Smartphone steigt, gleichzeitig aber auch der Respekt vor der Technik und die Frage: Kann ich das überhaupt bedienen? „Ja“, ist die Mainzer Digitalbotschafterin Helga Handke überzeugt.
Sie erklärt in Anfängerkursen und auf YouTube Schritt für Schritt wie ein Smartphone funktioniert und worauf man achten sollte.
Senioren-Smartphones: vielseitig und trotzdem leicht zu bedienen
Smartphones können viel mehr als simple Seniorenhandys. Mit denen kann man lediglich telefonieren und SMS verschicken. Allerdings haben sie ein extra großes Bedienfeld und einen Notfallknopf.
Dann gibt es Smartphones – mit denen kann man im Internet surfen, unzählige Apps nutzen sowie Messenger-Dienste und Video-Telephonie.
Dann gibt es noch ein Zwischengerät – das „Senioren-Smartphone“. Das ist die abgespeckte Variante des Smartphones – mit größerer Oberfläche und meist auch einem Notfallknopf.
Besser lesen mit einem einfachen Trick
SWR-Digitalexperte Andreas Reinhardt weiß jedoch, wie auch Smartphones seniorenfreundlich eingestellt werden können: indem die Schrift insgesamt größer ist und die Apps größer dargestellt werden. Oft ist das für den Einstieg nicht schlecht. Wer sich dann sicher fühlt, kann jederzeit in den normalen Modus zurück.
Diese Möglichkeit bieten sowohl iOS-Geräte von Apple, als auch Android-Geräte an. Bei Android findet man den „Einfachen Modus“ in den Einstellungen bei dem Punkt „Anzeige“. Bei iOS muss man im Vorfeld auswählen, welche Apps in der abgespeckten Variante zu sehen sein sollen. Dann findet man in Einstellungen unter dem Punkt „Bedienungshilfen“ den „unterstützten Zugriff“.
Ein Tipp: Die Marke ist egal, das Smartphone sollte jedoch nicht alt sein, so dass Sicherheits-Updates noch unterstützt werden.
Mit Smartphones mehr Lebensqualität
Die Vorteile eines Smartphones können für Senioren vielfältig sein. Auch andere Technik kann mit dem Smartphone gekoppelt werden – zum Beispiel Hörgeräte mit einer kleinen Bluetooth-Antenne.
Nicht immer ist jemand in der Nähe, der Handyprobleme lösen kann. Mittlerweile ist das aber auch gar nicht mehr nötig. Über bestimmte Apps kann sich eine vertrauenswürdige Person von außen, meist über einen Computer, auf das Smartphone draufschalten und im besten Fall das Problem erkennen.
Bei der Auswahl der App sollte darauf geachtet werden, dass der Vorgang geschützt verläuft, zum Beispiel mit einem Passwort oder Code, den die Person bei der Anmeldung eingeben muss.
Übrigens: Über 550 ehrenamtliche Helfer unterstützen Senioren kostenlos bei der Nutzung von Smartphones, Tablets und Internet. Angebote umfassen Sprechstunden, Hausbesuche und Stammtische in allen Landkreisen.
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