Für schöne Fotos

Richtig fotografieren mit dem Handy: Tipps für Bildgestaltung, Format und digitalem Zoom

Die beste Kamera ist die, die man dabei hat, sagt eine alte Fotoweisheit. Das Handy haben wir immer dabei. Hier ein paar Tipps, wie Sie mit dem Smartphone richtig tolle Fotos machen können.

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Von Autor/in Andreas Reinhardt

Viele haben dieses schlaue Telefon immer in der Tasche. Die Geräte sind wahre Alleskönner, vor allem sehr geschätzt ist die Fotofunktion.

Wer wirklich, sowohl technisch wie auch gestalterisch hochwertige Fotos machen möchte, der wird vermutlich doch eher eine zusätzliche digitale Kamera dabeihaben. Schon allein der Größenunterschied zwischen dem wichtigsten Bauteil dem Bildsensor verdeutlicht die qualitativen Unterschiede zwischen der Handykamera und einer digitalen Kamera.
Bei Digital-Kameras ist der Sensor oftmals 2,22 cm x 1,48 cm groß. Bei Smartphones hat der Sensor dagegen oft nur eine Größe von 4,5 x 3,4 mm.

Fotobeispiel: Rosen mit unscharfem Hinterrund
Fotobeispiel: Rosen mit unscharfem Hinterrund

Je größer der Sensor, umso besser kann die Kamera mit wenig Licht umgehen. Je größer der Sensor ist, umso besser kann man mit der sogenannten Tiefenschärfe arbeiten, d.h. bei einer Portraitaufnahme gibt es einen schönen unscharfen Hintergrund und nur die Person bzw. das Gesicht sind scharf.

Hochformat oder Querformat - Wann benutze ich was?

Fotografieren mit dem Handy

Der englische Name für Hoch- oder Quer-Format drückt es eigentlich am besten aus:

Portrait = Hochformat und damit für Portraits am besten geeignet;

Landscape (übers. Landschaft) = Querformat und damit für Landschaftsaufnahmen am besten geeignet.

Da die normale Haltung des Smartphones senkrecht ist, wird leider viel zu oft auch für ein Landschaftsbild das Hochformat gewählt. Unser menschlicher Seheindruck mit unseren beiden Augen entspricht aber am ehesten dem Querformat. Wir Menschen gucken also eigentlich immer im Querformat.

Vorsicht beim digitalen Smartphone-Zoom!

Viele moderne Smartphones verfügen über mehrere Kameralinsen für weitwinklige Aufnahmen, Nahaufnahmen oder auch für Tele-Aufnahmen. Moderne Handys haben oftmals eine deutlich größere Auflösung, da kann man durchaus etwas hineinzoomen, ohne dass die Bildqualität leidet.   

Fotobeispiel: Tür stark Rangezoomt
Fotobeispiel: Tür stark Rangezoomt

Wer ein etwas älteres Handy mit nur einer Kameraoptik hat, sollte den digitalen Zoom eher nicht nutzen. Da dieser immer zu einer etwas schlechteren Bildqualität führt.

Tipps zur Bildgestaltung

Fotografieren mit dem Handy

Der Goldene Schnitt

Platziert man das Hauptmotiv im Foto in der Bildmitte, wirkt das meist etwas langweilig. Deshalb sollte das Hauptmotiv besser im sogenannten Goldenen Schnitt platziert werden, so wirkt das Bild interessanter. Vereinfacht gesagt, teilt man den Bildschirm des Handys in neun Rechtecke. Das Motiv setzt man dann bei der Aufnahme in einen der Schnittpunkte. Mit dieser Grundregel der Fotografie gelingen sofort bessere Fotos

Drittel-Regel

Ein mittig platzierter Horizont entspricht zwar unseren Sehgewohnheiten – auf Landschaftsfotos wirkt das aber oft etwas langweilig. Der Bildeindruck wird spannender und interessanter, wenn man den Horizont im unteren oder im oberen Drittel des Fotos platziert.

Der richtige Standort

Oft lohnt es sich, ein paar Meter zu laufen, um etwa Mülltonnen, Geländer, Laternenmasten und andere störende Objekte aus dem Foto verschwinden zu lassen.

Vordergrund macht Bild gesund

Ein schöner Vordergrund erzeugt ebenfalls Spannung. Moderne Smartphones besitzen als Normaloptik eine Weitwinkelkamera, damit lassen sich wunderbare Landschaftsfotos machen. Wenn man dann noch einen markanten Vordergrund findet und mit ins Bild nimmt, erhält das Bild eine ganz besondere Tiefe. Das können etwa ein Fels, Blüten oder Muster im Boden sein.

Im Studio: Andreas Reinhardt, Multimedia Redakteur

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Andreas Reinhardt
Bild von Wirtschaftsredakteur Andreas Reinhardt
Redakteur/in
Stephan Gramsch