Frist für Steuererklärung läuft ab

Steuererklärung für 2024: Wer muss es tun und was bringt es?

Bald läuft die Frist für die Steuererklärung für 2024 ab: Stichtag ist der 31.7.2025. Aber wer muss das überhaupt machen? Und für wen kann es sich lohnen?

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Stand

Von Autor/in Tamara Land

Eine Steuererklärung kostet oft Zeit und Nerven – aber nicht jeder muss sie zwingend machen. Laut Gesetz gibt es drei Fälle, bei denen eine Steuererklärung zwingend notwendig ist. Das gilt zum einen für Selbstständige: Wer freiberuflich arbeitet oder ein Gewerbe hat, muss immer eine Steuererklärung abgeben. Dann gilt es außerdem für Rentnerinnen und Rentner, sofern sie Einkünfte haben, die über dem Grundfreibetrag von knapp 11.800 Euro liegen.

Muss ich eine Steuererklärung für 2024 machen?

Der dritte Fall betrifft bestimmte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wenn man nur von einem Arbeitgeber bezahlt wird und auch sonst keine anderen Einkünfte hat, muss man keine Steuererklärung machen. Sobald man aber Nebeneinkünfte hat oder Lohnersatzleistungen, wie Arbeitslosengeld oder Elterngeld, bekommen hat, ist eine Erklärung zwingend notwendig. Das gilt übrigens auch, wenn man sich bestimmte Freibeträge in die Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen.

Warum sich eine Steuererklärung lohnen kann

Rund die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland gehören zu keiner der oben genannten Gruppen und müssen keine Steuererklärung machen. Trotzdem sollten sie es sich überlegen: Man bekommt fast immer Geld vom Finanzamt zurück. Denn es gibt viele Dinge, die steuerlich absetzbar sind und das läppert sich in der Summe. Das gilt vor allem für die Werbungskosten.

Frist endet bald: Viel Geld zurück dank der Werbungskosten

Wer zum Beispiel einen weiten Weg zur Arbeit hat oder sich fürs Homeoffice einen neuen Schreibtisch oder Stuhl kauft, kann dies unter den Werbungskosten angeben. Auch Fortbildungskosten, Fachliteratur oder Bildungsurlaub fallen unter Werbungskosten. Und auch Handwerkerrechnungen und Haushaltshilfen können teilweise abgesetzt. Die absetzbaren Kosten stehen übrigens in der Nebenkostenabrechnung oft ausgewiesen und kann einfach übernommen werden.

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Wie mache ich meine Steuererklärung für 2024 am besten?

Die Steuererklärung muss in elektronischer Form abgegeben werden, das entsprechende Programm heißt Elster. Leider ist Elster sehr kompliziert in der Nutzung. Wer damit Probleme hat, kann zum Beispiele eine Steuersoftware ("Wiso", "SteuerSparErklärung") oder App ("Taxfix", "Check24 Steuer") zur Hilfe nehmen. Manche davon sind kostenlos, andere kosten bis zu 50 Euro pro Jahr.

Allerdings sind sie eher für unkomplizierte Fälle gemacht. Wer Mieteinnahmen hat oder eine Photovoltaik-Anlage besitzt, sollte sich lieber eine spezielle Software für diese Fälle suchen oder sich Hilfe bei einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin holen.

Geld zurück Die Frist für die Steuererklärung läuft ab - das müssen Sie wissen

Die Steuererklärung ist für viele ein Graus. Doch die Arbeit lohnt sich, im Schnitt gibt es über 1.000 Euro zurück. Stichtag zur Abgabe für das Jahr 2023 ist der 2. September 2024.

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Autor/in
Tamara Land
Tamara Land, SWR Wirtschaftsredaktion
Onlinefassung
Jenny Beyen