So reduzieren Sie das Brandrisiko

Lithium-Ionen-Akkus sicher nutzen

Ob im Smartphone, Akkuschrauber, E-Bike oder E-Scooter: Lithium-Ionen-Akkus gehören längst zu unserem Alltag. Die gute Nachricht: Moderne Akkus sind grundsätzlich sehr sicher. Kommt es dennoch zu Bränden, liegt das meist an falschem Laden, Beschädigungen oder unsachgemäßer Lagerung.

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Von Autor/in Diana Stier

Wer die folgenden Regeln beachtet, reduziert das Risiko deutlich und verlängert gleichzeitig die Lebensdauer seines Akkus.

Regel 1: Akkus richtig laden

Viele Probleme entstehen beim Laden. Verwenden Sie deshalb ausschließlich das Original-Ladegerät oder ein vom Hersteller freigegebenes Modell.

Geladen werden sollte auf einer festen, nicht brennbaren Unterlage mit ausreichend Abstand zu Papier, Vorhängen oder Möbeln. Akkus gehören nicht auf Sofa, Bett oder Teppich. Auch Flure und andere Fluchtwege sind kein geeigneter Ladeort.

Eine Frau lädt ihren E-Roller
Westend61

Möglichst nicht über Nacht laden und den Akku während des Ladevorgangs nicht abdecken. So kann entstehende Wärme besser entweichen.

Regel 2: Akkus vor Hitze, Kälte und Schäden schützen

Lithium-Ionen-Akkus mögen keine extremen Temperaturen. Im Sommer sollten sie nicht im heißen Auto oder in direkter Sonne liegen. Im Winter gilt: Kalte Akkus erst auf Raumtemperatur bringen, bevor sie geladen werden.

Besondere Vorsicht ist nach einem Sturz oder Wasserkontakt geboten. Schäden im Inneren sind oft nicht sichtbar. Zeigt der Akku Auffälligkeiten, sollte er nicht weiter verwendet werden.

Wer seinen E-Bike-Akku möglichst lange nutzen möchte, vermeidet außerdem Tiefentladungen und lagert ihn bei längeren Pausen kühl und trocken.

Regel 3: Warnzeichen ernst nehmen

Ein Akku sollte sofort außer Betrieb genommen werden, wenn er sich aufbläht, verformt, ungewöhnlich heiß wird, chemisch riecht, zischt oder Rauch entwickelt.

In solchen Fällen gilt: Nicht weiter laden, Abstand halten und bei Rauch oder starker Erwärmung die Feuerwehr unter 112 alarmieren. Die entstehenden Gase können gesundheitsschädlich sein.

Auch bei der Entsorgung ist Vorsicht wichtig. Lithium-Ionen-Akkus gehören niemals in den Hausmüll. Sie müssen bei Sammelstellen, Wertstoffhöfen oder Fachhändlern abgegeben werden. Vorher sollten die Kontakte mit Klebeband abgeklebt werden, damit kein Kurzschluss entstehen kann.

Regel 4: Nicht selbst löschen als Mutprobe

Brennendes Smartphone
Adobe Stock

Kleine Entstehungsbrände im Umfeld kann man eventuell mit Abstand bekämpfen, aber bei rauchendem/heißem Akku gilt: raus, Türen schließen, 112.

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Diana Stier
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