Gewappnet für den Ernstfall

So schulen Sicherheitsberater Senioren gegen Betrugsmaschen

Schockanrufe, falsche Polizeibeamten, gefälschte E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten, falsche Rechnungen, Romantik-Betrug – die Palette der Betrugsmaschen ist mittlerweile groß.

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Sicherheitsberater für Senioren unterstützen die Arbeit der Polizeipräsidien. Sie sind von der Polizei geschult, machen jährlich eine Fortbildung und informieren in Vorträgen oder auch privat, was man zum Thema Seniorensicherheit wissen sollte.

Die Polizei rät allen dazu, sich gut zu informieren – über Zeitungen und andere Medien, das Internet oder die Verbraucherzentralen. Auch auf der Webseite der Polizei findet man viele Informationen und kann Broschüren anfordern.

Denn Wissen, sagt Carolin Blum, Präventionssachbearbeiterin beim Polizeipräsidium Koblenz, sei der beste Schutz.

Vor allem ältere Menschen seien besonders anfällig für Betrugsmaschen. Sie leben häufig allein und die Täter gehen davon aus, dass die ältere Generation noch eher vermögend ist. Zudem bewahren viele Geld und Wertsachen zu Hause auf.

So kann man sich vor Betrug schützen

  • An keine Telefonanrufe rangehen, von denen man die Rufnummer nicht kennt – insbesondere Rufnummern mit ausländischen Vorwahlen.
  • Anrufbeantworter und Mailbox nutzen. Wenn jemand Seriöses ein Anliegen hat, würde er seine Nachricht auf Band sprechen.
  • Telefonbucheinträge löschen: Hinter alt klingenden Namen und kurzen Rufnummern vermuten Betrüger ältere Bürger.
  • Auch ein im engsten Familienkreis vereinbartes Codewort kann vor Anruf-Betrügern schützen. Und: Die richtige Polizei wird nie nach Geld und Wertsachen fragen.

Wie wird man zum Seniorensicherheitsberater?

Wer Seniorensicherheitsberater (SfS) werden will, muss einer Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die Polizei zustimmen. Erst nach erfolgreicher Überprüfung kann man an der dreitägigen Schulung und später an jährlichen Fortbildungen teilnehmen.

Die Ausbildung selbst ist für die Seniorensicherheitsberater kostenlos. Fahrtkosten und besondere Auslagen im Rahmen ihrer Tätigkeit übernehmen die Kommunen. Eine Aufwandsentschädigung gibt es nicht.

Die Kommunen sind Träger dieses Ehrenamtes und Ansprechpartner für die Polizeipräsidien. Wer einen Seniorensicherheitsberater in der Nähe sucht, kann sich an seine Gemeinde, den Bürgermeister oder auch an das zuständige Polizeipräsidium wenden.

Idar-Oberstein / Hoppstädten

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SWR