Weihnachtsbeleuchtung

Tipps für den sicheren und stromsparenden Gebrauch

Lichterketten verströmen ein ganz eigenes Licht und produzieren eine besondere Lichtstimmung, die wir besonders in der dunklen Jahreszeit und in der Vorweihnachtszeit schätzen.

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Von Autor/in Stephan Gramsch

Welche Arten von Lichterketten gibt es?

Im Wesentlichen gibt es folgende Unterscheidungen:

  • Lichterketten, die mit LEDs bestückt sind
  • Lichterketten, die kleine bis kleinste Glühlampen enthalten

Bei beiden Varianten gibt es Lichterketten,

  • die direkt am 230 Volt Stromnetz betrieben werden oder
  • die einen Trafo vorgeschaltet haben und dann z.B. mit 12, 24 oder 36 Volt Niederspannung betrieben werden.

Wann immer 230 Volt Stromkabel im Außenbereich verlegt werden, sollte man die Haus-Steckdose mit einem Zwischenstecker mit FI-Schutzschalter versehen. Dieser Schutzschalter, auch Personen-Schutzschalter genannt, trennt innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde die Stromverbindung, wenn die enthaltene Elektronik einen fehlerhaften Stromfluss misst.

Was tun, wenn ein Glühlämpchen oder eine LED ausfällt?

Bei Glühlämpchen: Möglichst bald das kaputte Lämpchen ersetzen, denn durch den Wegfall erhalten die anderen Lämpchen mehr Spannung, was ihre Lebensdauer stärker verkürzt.

Bei LED-Lichterketten leuchtet bei Ausfall einer LED meist eine ganze Reihe nicht mehr. Anders als bei Glühlämpchen können solche Lichterketten aber weiter betrieben werden, ohne dass die anderen LED überlastet werden.

Defekte Glühlämpchen kann man leicht auswechseln, dabei ist aber wichtig zu wissen, für welche Spannung (Volt) das Lämpchen ausgelegt ist und welche Leistung (in Watt) oder für welche Stromstärke (in Ampere) es ausgelegt ist. Dies steht meist auf der Verpackung oder auf einem Zettel an der Lichterkette.

Vorsicht ist geboten, wenn bei einer Lichterkette mit Glühlämpchen das Glas defekt ist, dann besteht große Gefahr bei Berührung der Kontakte. Solche Lichterketten nicht mehr ans Stromnetz anschließen, bevor sie nicht repariert sind!

Auch bei LED-Lichterketten ist eine Reparatur durchaus möglich, wenn man über einen Lötkolben und die Kenntnisse verfügt. Defekte LEDs können einfach ausgelötet und durch bauartgleiche LEDs ersetzt werden.

Was tun bei Kabelbruch?

Oftmals gibt es auch einen Kabelbruch an der Stelle, wo die beiden Kabel der Lichterkette ins Netzteil geführt werden. Das Kabel ist meist recht dünn und das Netzteil nach Bauart und Alter, deutlich schwerer. Diese Kombination führt dann schnell zu Brüchen der Kabelverbindung. Auch das kann repariert werden, da es sich ja hierbei um die Schwachstrom-Verbindung handelt.

Wie man die Reparatur prinzipiell durchführen kann, zeigt das Video:

Wer das nicht kann, dem sei ein Besuch beim nächstgelegenen Repair-Café empfohlen.

Repair-Cafés in der Nähe findet man hier:
www.repaircafe.org/de/besuchen/

Stromsparen bei der Weihnachtsbeleuchtung

Am meisten spart man bei Verwendung von Solartechnik. Bei Tagen mit Sonnenschein werden die eingebauten Akkus geladen und am Abend kann die Lichterkette den Strom aus dem Akku verwenden.

Am sparsamsten beim Gebrauch an einer 230 Volt Steckdose sind LED-Lichterketten. Lichterketten mit echten Glühlampen als Leuchtmittel verbrauchen ein Mehrfaches an Strom.

Den Stromverbrauch der Lichterketten kann man weiter drosseln, in dem man sie mit einer Schaltuhr, oder schaltbaren Funksteckdosen betreibt, dann kann man die Lichterketten nur dann leuchten lassen, wenn man sie auch wirklich anschauen möchte.

Lichterketten zu Dekozwecken im Innenraum werden häufig mit einem kleinen Batteriekästchen mit 2 oder 4 Batterien betrieben. Der Strom aus nicht aufladbaren Batterien ist aber rund 250mal (Quelle Umweltbundesamt) so teuer wie Strom aus der Steckdose.

Verwendet man dagegen Akkus zum Wiederaufladen spart man letztlich Geld, da die Akkus je nach Umgang damit 200 - 500mal aufgeladen werden können und man schont die Umwelt durch geringere Belastung bei Herstellung und Entsorgung der Batterien.

Lithium-Ionen-Akkus mit USB-C Anschluss könne mit jedem einfach Handy-Ladegerät aufgeladen werden.

Tipps zur Beleuchtung auf Terrasse und im Garten vom BUND, Bund für Natur und Umwelt Deutschland

Etwa 60 Prozent aller Tiere sind nachtaktiv. Nachtfalter, Fledermäuse und Igel verlieren ihren Lebensraum, wenn wir Gärten, Balkone, Terrassen und Fassaden beleuchten. Nachaktive Insektenarten werden vom hellen Kunstlicht geblendet und angezogen. Sie fliegen immer wieder in Lampen oder Laternen. Dadurch verbrauchen sie lebenswichtige Energie oder sterben sogar. Auch tagaktive Tiere wie beispielsweise Singvögel und auch wir Menschen brauchen die Dunkelheit, um zu schlafen.

  • Nächtliches Licht so sparsam wie möglich einsetzen. Ab 22 Uhr sämtliche Beleuchtung im Garten oder auf der Terrasse abschalten
  • Weniger ist mehr: Geringe Lichtleistung wählen
  • Besser warmweißes Licht, mit rund 2.200 – 2.700 Kelvin Farbtemperatur, als kaltweißes, tageslichtähnliches Licht wählen

Sparen am PC Computer richtig runterfahren und weniger Energie verbrauchen

Ein PC verbraucht Strom, manchmal sogar wenn ich denke ihn ausgeschaltet zu haben. Mit welcher Einstellung spare ich am meisten?

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Stephan Gramsch