Im Garten
Rasen: Ein kurzer Rasen braucht viel Wasser. Ewas längere Halme oder Hackschnitzel halten die Feuchtigkeit dagegen länger im Boden. Schneiden Sie den Rasen deshalb – vor allem im Sommer – nicht unnötig kurz.
Gießen: Wässern Sie den Garten im Sommer ausschließlich morgens. So verhindern Sie, dass unnötig Wasser in der Hitze verdunstet. Gießen Sie außerdem seltener und kräftiger und direkt an der Wurzel, statt großflächig mit dem Sprühstrahl. Wenn man täglich ein wenig gießt, gewöhnen sich die Pflanzen daran und bilden keine tiefen Wurzeln aus, was ihnen in Trockenphasen schaden kann.
Nässe: Rindenmulch speichert Nässe in Blumenbeeten oder unter Bäumen und Sträuchern. Kostenloses Gießwasser bekommen Sie, indem Sie Regenwasser in einer Tonne sammeln.
Im Bad
Beim Einseifen, Shampoonieren oder Zähneputzen das Wasser abstellen. Außerdem Duschen statt baden. Nur bei einer längeren Dusche von zehn Minuten aufwärts wird ein Bad sparsamer.
Dusche: Durch eine Standarddusche fließen bis zu 15 Liter pro Minute. Ersetzt man die durch eine moderne Wasserspardusche bzw. einen Duschsparkopf, sind es nur gut die Hälfte. Das funktioniert, weil die Spardusche dem Wasserstrahl Luft beimischt, ihn quasi aufbläst.
Toilette: Klassischerweise rauschen zehn Liter pro Spülgang durch. Daher beim Spülen die Stopp-Taste nutzen oder die Technik austauschen. Mit zwei Tasten statt einer für klein und groß geht es auch mit deutlich weniger Wasser. Die Wassermenge lässt sich auch begrenzen, indem man mit Steinen gefüllte Plastikflaschen in den Spülkasten legt.
In der Küche
Kochen: Nur so viel Wasser in den Kochtopf oder Wasserkocher füllen, wie Sie tatsächlich brauchen. Spart zugleich Strom. Außerdem das Kochwasser auffangen und zum Blumen gießen nutzen. -
Spülen: Nicht bei laufendem Wasser spülen und zwischendurch abspülen, sondern Schmutzgeschirr sammeln.
Kann Wasser sparen schaden?
Doch es gibt auch Diskussionen darüber, ob es zu Problemen führt, wenn in den Haushalten Wasser gespart wird. Was bedeutet das für die Leitungen? Kommt es zu Ablagerungen und damit zu Verstopfungen oder womöglich sogar zu Schäden? Können sich Krankheitserreger leichter vermehren?
Wenn weniger Wasser aus den Hähnen fließt, fließt das Trinkwasser in einigen Regionen zu langsam durch die Leitungen. Das betrifft vor allem ländliche Gebiete, Regionen, aus denen viele Menschen wegziehen. Hier ist die Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur oftmals überdimensioniert, die Auslastung zu gering, was problematisch sein kann. Denn eine geringe Auslastung führt automatisch dazu, dass das Trinkwasser zu lange im Leitungsnetz steht.
Das kann die Trinkwasserqualität beeinträchtigen, erklärt das Umweltbundesamt (UBA). Keime können sich besser vermehren. Deshalb sollte man zum Beispiel auch nach einem längeren Urlaub erst einmal die Leitungen für wenige Minuten durchspülen.
Wird zu wenig Wasser verbraucht, kann das außerdem Folgen für die Kanalisation haben. Es bilden sich mancherorts unangenehm riechende Faulgase. Auch Korrosionsschäden sind möglich. Laut Umweltbundesamt ist das aber nicht ein Problem der Verbraucher. Stattdessen seien die Wasserversorger und Abwasserentsorger gefragt. Sie müssen die Leitungen mancherorts zusätzlich spülen, also selbst zeitweilig mehr Wasser durch die Rohre leiten.