Eier sind ein wichtiger Bestandteil der Küche. Wegen der steigenden Nachfrage werden immer mehr Eier aus dem Ausland importiert. Woran erkennt man die Herkunft und welche Informationen sind außerdem gekennzeichnet?
Woher kommt das Frühstücks-Ei?
Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ist im vergangenen Jahren gestiegen. Allein von 2023 auf 2024 ist der Konsum um 12 Eier auf 248 pro Kopf gestiegen. Die Selbstversorgungsquote liegt bundesweit bei 73 Prozent, in RLP bei nur etwa 30 Prozent. Müssten die Menschen in Rheinland-Pfalz sich selbst versorgen, dann blieben nur noch etwa 74 Eier pro Kopf und Jahr übrig. Woher genau die Eier kommen und aus welcher Haltungsart, das muss auf jedem Ei stehen, das in den Handel kommt. Der Stemple auf dem Ei enthält folgenden Information: Haltungsform, Herkunftsland, in Deutschland auch Bundesland und Betrieb, in dem das Ei gelegt worden ist.
Das bedeuten die Stempel:
Stempelbeispiel: 2-DE-0713xxx
Die erste Zahl auf dem Stemple steht für die Haltungsart:
0 steht für Ökologische Erzeugung / Bioei
1 für Freiland
2 für Bodenhaltung und
3 für Gruppenhaltung – eine verbesserte Käfighaltung.
Die Buchstaben stehen für das Produktionsland: „NL“ für Niederland, „DE“ für Deutschland usw.
AT = Österreich
BE = Belgien
BG = Bulgarien
DE = Deutschland
DK = Dänemark
ES = Spanien
FR = Frankreich
HR = Kroatien
IT = Italien
NL = Niederlande
PL = Polen
RO = Rumänien
SI = Slowenien
SE = Schweden
Die folgenden zwei Zahlen verweisen in Deutschland auf das Bundesland:
01 = Schleswig-Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen
Die letzten fünf Ziffern des Aufdrucks bezeichnen den Legebetrieb und die Stallnummer. Online lässt sich der passende Betrieb zur Nummer auf dem Frühstücksei hier herausfinden. Jedes EU-Mitgliedsland hat ein etwas anderes Nummern-System. Bei Selbstvermarktern, beispielsweise im Hofladen, braucht es keinen Stempel, natürlich brauchen auch private Hühnerhalter keinen Stempel auf ihren Hühnereiern.