Es müssen nicht immer Pflanzen mit Blüten sein, denn Pflanzen können auch wunderschöne Blätter haben, zum Beispiel bei den Stauden-Gewächsen. Und: Ihre dekorativen Blätter sehen sogar die ganze Saison über gut aus.
SWR4 Gartenexperte Volker Kugel stellt uns deshalb tolle Blattschmuckstauden vor.
Besondere Exemplare für den Halbschatten
Blattschmuckstauden mit der besonderen Optik
Blattschmuckstauden für sonnige Plätze
Stauden, die Schnecken abwehren
Besondere Exemplare für den Halbschatten
Gerade für schattige oder halbschattige Gartenbereiche gibt es leider nicht so viele Stauden mit toller Blütenpracht. Und genau hier stechen die Blattschmuckstauden ins Auge. Denn sie sorgen mit ihren tollen Blättern über eine lange Zeit für Struktur und Farbe im Beet.
Die schönsten Beispiele dafür sind rot- oder dunkellaubige Stauden für den Halbschatten:
- Geranium "Espresso", ein Storchschnabel mit dunkel-bronzefarbenen Blättern.
- Heuchera "Chocolate Ruffles", ein Purpurglöckchen mit rotbraunem Laub.
- Ophiopogon "Nigrescens", der schwarze Schlangenbart. Das ist ein sehr dekoratives Ziergras mit fast schwarzen Halmen.
Blattschmuckstauden mit der besonderen Optik
Das Besondere bei Blattschmuckstauden sind ihre panaschierten Blätter. "Panaschiert" steht bei Pflanzen für Buntheit und Verschiedenheit. Die Blätter sind dann nicht einfach grün, sondern haben Flecken, Punkte oder Blattumrandungen in weiß, gelb oder blau. Das wirkt sehr auffällig und vor allem im schattigen Garten sind diese Pflanzen mit Blattzeichnungen wahre Schätze.
Auch hierzu drei Beispiele:
- Hosta "Aureo-Variegata", die Goldrandfunkie mit großen gelb-gezeichneten Blättern.
- Vinca minor "Variegata", das weißbunte Immergrün – ein sehr wertvoller Bodendecker im Schatten.
- Tiarella "Rampling Silhouette", eine Schaumblüte mit großen weiß-gezeichneten Blättern und zusätzlich weißen Blüten.
Blattschmuckstauden für sonnige Plätze
Auch in der Sonne fühlen sich einige dekorative Blattschmuckstauden sehr wohl. Das sind dann viele silber-, blau- und graublättrige Pflanzen. Diese Farben kommen mit Hitze und Trockenheit besser aus, wie zum Beispiel:
- Anaphalis "Silberregen" – das Perlkörbchen ist so eine Pflanze für die volle Sonne mit silbernen Blättern und weißen Blüten.
- Artemisia "Powis Castle" – der Silber-Wermut. Er setzt helle Farbtupfer ins sonnige Beet.
- Und eine Pflanze darf nicht fehlen: "Stachys lanata", der Wollziest mit flauschig behaarten silbernen Blättern. Dem können Hitze und Trockenheit ebenfalls fast nichts anhaben.
Stauden, die Schnecken abwehren
Viele dieser Stauden mit auffälligen Blättern haben neben der tollen Optik noch eine positive Eigenschaft: Die Nacktschnecken mögen sie nicht und lassen deshalb diese Pflanzen komplett links liegen. Funkien mit blau-grauen dicken Blättern, wie zum Beispiel die Sorte "Big Daddy" lassen die Plagegeister unangetastet.
Genauso silber-laubige Pflanzen wie das Currykraut, den Wermut oder die Katzenminze. Meist sind es wohl bestimmte Duftstoffe, die den Schnecken nicht schmecken.
Manchmal, wie bei den dickblättrigen Funkien, sind die Blätter den Schnecken einfach auch zu fest und ledrig, sodass sich die Schnecken lieber Pflanzen suchen, die einfacher zu verspeisen sind. Schnecken mögen übrigens auch bestimmte Kräuter wie Rosmarin oder Thymian nicht.