- Warum Blumenzwiebeln im Herbst gepflanzt werden sollten
- Die Klassiker: Tulpen, Narzissen und Krokusse
- Kreative Alternativen: Zierlauch, Prärielilien und Kaiserkronen
- Darauf sollten Sie beim Einkaufen achten
- Pflanztiefen und Abstände – So geht's richtig
- Welche Blumenzwiebeln eignen sich zum Verwildern?
Warum Blumenzwiebeln im Herbst gepflanzt werden sollten
Ein wichtiger Aspekt, warum man bereits im Herbst die Zwiebeln steckt, ist der Kältereiz. Diesen brauchen Zwiebelblumen, um im nächsten Jahr die bereits in der Pflanze angelegte Blüte zu entfalten. Die Zwiebeln "spüren" Winter und Frost – und sie "wissen", dass es danach wärmer wird. Dann können sie wachsen und blühen.
Dieser Kältereiz ist übrigens der Grund, warum rund ums Mittelmeer keine Tulpen, Hyazinthen oder Osterglocken im Freien gedeihen: Die Winter sind dort nicht kalt genug.
Die Klassiker: Tulpen, Narzissen und Krokusse
Tulpen, Narzissen und Krokusse gehören zu den bekanntesten Frühlingsblühern. Sie erreichen Höhen von bis zu 60 Zentimetern und wirken besonders eindrucksvoll, wenn sie in Gruppen oder auf größeren Flächen gepflanzt werden. Doch für alle, die nach neuen Ideen für ihren Garten suchen, gibt es spannende Alternativen.
Kreative Alternativen: Zierlauch, Prärielilien und Kaiserkronen
Wer hoch hinaus möchte, sollte Zierlauch, Prärielilien oder Kaiserkronen ausprobieren. Diese Zwiebelblumen beeindrucken mit ihrer Wuchshöhe und außergewöhnlichen Blütenformen.
Prärielilien: Die Blütenkerzen dieser Pflanze erreichen Höhen zwischen 50 Zentimetern und über einem Meter. Sie blühen von Ende April bis Juni und gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Empfehlenswerte Sorten sind z. B. die blauviolette 'Caerulea' oder die weißblühende 'Semiplena'.
Zierlauch: Mit seinen kugelrunden Blüten ist der Zierlauch ein echter Hingucker. Sorten wie 'Globemaster' (tiefblau, bis 1 Meter hoch) oder 'Mount Everest' (weiß, bis 120 Zentimeter hoch) blühen im Mai und Juni. Wichtig: Zierlauch liebt durchlässige Böden und verträgt keine Staunässe.
Kaiserkronen: Diese majestätischen Blumen benötigen einen Pflanzabstand von mindestens 40 Zentimetern und eine Drainageschicht aus Sand oder Kies. Besonders auffällig ist die Persische Kaiserkrone mit ihren dunkelvioletten Blüten.
Darauf sollten Sie beim Einkaufen achten
- Wer gute Qualität bei den Blumenzwiebeln kauft, hat schon viel für die Blütenpracht im Frühling getan. Die Zwiebeln - egal ob sie ganz klein sind wie beim Blausternchen oder riesig wie beim Zierlauch – sollten sich fest und prall anfühlen. Fühlen sie sich weich oder gar trocken an, lassen Sie diese lieber liegen. So können Sie Fehlkäufe vermeiden.
- Wenn Sie die Zwiebeln eingekauft haben, bringen Sie diese möglichst zügig in die Erde. Für ein paar Tage kann man sie kühl, dunkel und trocken zwischenlagern. Aber nicht zu lange warten!
- Bei den Tulpenzwiebeln sollten Sie darauf achten, dass kein blauer Schimmel auf den Zwiebeln haftet. Denn diese Schadpilze können dazu führen, dass im Frühjahr keine Blüten gebildet werden.
Pflanztiefen und Abstände – So geht's richtig
Ein häufig gemachter Fehler ist es, Blumenzwiebeln zu flach oder zu eng zu pflanzen. Hier eine Übersicht, wie tief und mit welchem Abstand die Zwiebeln gesetzt werden sollten:
Pflanztiefe:
- Kleine Zwiebeln (z. B. Schneeglöckchen, Winterlinge, Anemonen): Die Zwiebeln werden mit der doppelten Höhe der Zwiebel mit Erde bedeckt. Wenn die Zwiebel z. B. einen Zentimeter groß ist, bedecken Sie sie mit zwei Zentimetern Erde.
- Große Zwiebeln (z. B. Tulpen, Narzissen, Hyazinthen): Diese werden mit der zweieinhalb- bis dreifachen Höhe der Zwiebel mit Erde bedeckt.
Pflanzabstände:
- Sehr kleine Zwiebeln (z. B. Blausternchen, Schneeglöckchen): drei bis fünf Zentimeter Abstand.
- Mittlere Zwiebeln (z. B. Narzissen, Tulpen): zehn bis 15 Zentimeter Abstand.
- Große Zwiebeln (z. B. Kaiserkronen, Zierlauch): 20 bis 40 Zentimeter Abstand, je nach Sorte.
Tipp: Legen Sie die Zwiebeln vor dem Pflanzen auf die Erde, um die Abstände besser einschätzen zu können. Wenn Sie möchten, können Sie die Pflanzstellen mit einem kleinen Holzstab markieren. Dann vermeiden Sie, die jungen Austriebe im Frühjahr zu beschädigen.
Und noch ein Hinweis, der zumindest für "Gartenanfänger" wichtig sein könnte, weil immer mal wieder Fehler gemacht werden: Bitte achten Sie bei allen Zwiebelblumen darauf, dass die Spitzen der Zwiebeln nach oben zeigen und die Wurzelansätze nach unten!
Welche Blumenzwiebeln eignen sich zum Verwildern?
Probieren Sie doch mal, Zwiebelblüher auszuwildern. Das bedeutet so zu pflanzen, dass sich mit der Zeit Bestände bilden, die jedes Jahr aufs Neue wiederkommen. Das klappt gut mit Anemonen, Blausternchen, Schneeglöckchen oder Winterlingen.
Diese kleinen Zwiebelchen pflanzen Sie in Gruppen von 15 bis 20 Stück vor Sträuchern, die das Laub abwerfen. So können sehr früh im Jahr, noch vor dem Laubaustrieb der Sträucher, herrliche Blütenteppiche entstehen, bevor später dann die Sträucher den Zwiebelblühern das Licht streitig machen.