Berauschender Duft auf Terrasse und Balkon

Duftgeranien: Tipps rund um Pflege, Düngen, gießen, Krankheiten und Pflege

Duftgeranien, auch Pelargonien genannt, sind in den Sommermonaten immer wieder auf dem Balkon zu finden. Mit unseren Tipps haben Sie lange Freude an Ihren Geranien.

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Stand

Von Autor/in Matthias Alter, Gärtner in der Klostergärtnerei Maria Laach

Worauf sollten man beim Blüten ausknipsen achten?

Die Blüten lassen sich ganz einfach am Stielansatz (nach unten) „brechen“, dann bleiben keine Stielreste stehen, die ggf. für Fäulnis sorgen könnten. Blütendolden die keine geschlossenen Knospen mehr besitzen schon etwas früher rausnehmen. So bleibt mehr Platz und mehr Nährstoffe für die neuen Knospen.

Wie viel gießen und düngen?

Geranien werden gegossen

Gegossen wird nach Bedarf, eine Pelargonie/Geranie verbraucht zwar viel Wasser, sollte aber immer wieder zwischendurch abtrocknen können. Mit Trockenheit kommen insbesondere hängende Sorten viel besser zurecht als mit zu viel Nässe.

Pelargonien sind "Starkzehrer". Was viel wächst und viel blüht, braucht viele Nährstoffe. Also sollte man sie weiter düngen. Eine optimal ernährte Pelargonie/Geranie hat genauso viel geschlossene Knospen wie offene Blüten! Den Flüssigdünger vorzugsweise auf den feuchtem Ballen geben, bei trockener Erde kann es (muss nicht!) zu Verbrennungen kommen.

Meine Geranie blüht nicht, was ist zu tun?

Geranien sind "Lichtsummenblüher". Das bedeutet, dass sie bei viel Licht (Sonne) auch viel blühen. Also je mehr Sonne, desto mehr Blüten!

Was bedeuten gelbe Blätter an den Geranien?

Das kann verschiedene Ursachen haben: Düngermangel gehört dazu genauso wie Staunässe. Zur genaueren Diagnose sollte man sich das Blatt genau angucken und auf Details achten.

Vertrocknete Knospen - was ist der Grund?

Vertrocknete Knospen sind in verregneten Sommern keine Seltenheit, denn dann entsteht leicht Staunässe und das mögen Geranien gar nicht. Außerdem ist die Einwirkung von Schädlingen möglich.

Welche Krankheiten können auftreten? 

Frau pflegt Geranien

Neben dem Grauschimmel (Botrytis) können Rost aber auch andere – sog. bodenbürtige Pilzkrankheiten auftauchen, die in der Regel auf Staunässe (z.B. in Verbindung mit ungeeigneter Erde bzw. schlechter Drainage) zurückzuführen sind. Hier gibt es weitere Informationen: www.hortipendium.de/Schadbilder_an_Pelargonium

Was hilft gegen Pilzkrankheiten?

Generell ist bei solchen Pilzkrankheiten eine trockenere Pflege hilfreich. Das bedeutet in erster Linie, dass Sie Staunässe im Kasten oder im Kübel mit einer entsprechenden Drainage und moderatem Gießen verhindern sollten. Zusätzlich sollten die Pflanzen möglichst eher morgens gegossen werden, oder zumindest die Möglichkeit haben, mit trockenem Laub (auch im unteren Bereich) in die Nacht zu gehen. In Gewächshäusern ist eine gute Luftführung wichtig! Befallene Blätter oder Pflanzenteile sollten restlos entfernt und vernichtet (nicht Kompost) werden! Ggf. kann man im Handel zulässige Pflanzenschutz- oder Pflanzenstärkungsmittel kaufen. Aber auch der Einsatz von selbstangesetzten Pflanzenjauchen (z.B. Schachtelhalm oder Beinwell) kann bei der Bekämpfung helfen. Besser wäre allerdings der präventive Einsatz.

Was hilft gegen Schädlinge?

Läuse auf einem Blatt

Läuse
Das wichtigste ist, dass man den Schaden bzw. den Schädling erkennt. Je früher, desto besser. Läuse lassen sich relativ leicht entfernen und sind in kleineren Mengen noch kein wirkliches Problem. Biologische Mittel sind im Handel erhältlich.

Raupen
Bei Raupen haben wir – je nach Größe bzw. Stadium der Raupe – entweder Schab- oder Lochfraß. Diese Tiere sind dämmerungsaktiv und tagsüber kaum zu finden. Notfalls abends mit der Taschenlampe absuchen und absammeln. Auch hier stehen biologischen Mittel im Verkauf zur Verfügung z.B. mit Bt (Bacillus thuringiensis)

Weiße Fliege
Größere Schwierigkeiten macht auch die sog. Weiße Fliege! Dabei ist zu beachten, dass es zwei sehr unterschiedliche Arten gibt. Die "Gewächshaus-Weiße Fliege" kann sich nur im Sommer draußen halten, macht dort aber keine großen Schäden. Aber in Gewächshäusern, Wintergärten etc. ist sie insbesondere bei der Überwinterung sehr schwer in den Griff zu bekommen! Es stehen biologische Mittel und Nützlinge zur Bekämpfung zur Verfügung. Aber konsequente Befallskontrolle und ein "langer Atem" sind bei der Bekämpfung wichtig!

Wurzelläuse
Ein weiteres Problem können Wurzelläuse sein! Sie sind zum einen schwer zu entdecken und zum anderen ist eine Bekämpfung sehr schwierig! Hier muss man mit einem Gießmittel arbeiten, damit das Mittel im Wurzelbereich arbeiten kann.

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Autor/in
Matthias Alter, Gärtner in der Klostergärtnerei Maria Laach