Je besser die Rosen und andere Pflanzen versorgt sind, desto schöner stehen sie zur Blütezeit da. Dabei geht es nicht nur ums Düngen, sondern um die Struktur des Bodens und wie aktiv die Bodenorganismen sind. Denn diese kleinen Lebewesen machen viele Nährstoffe überhaupt erst für die Pflanzen verfügbar.
Bodenaktivator – was ist das?
Bodenaktivator ist ein Granulat mit natürlichen Inhaltstoffen: organische Substanzen, fein gemahlene Mineralgesteine und Tonteilchen. Sie wirken wie eine Kur für den Boden und nähren die Bodenorganismen, die daraufhin Humus produzieren. Humus im Boden ist ein Allheilmittel: er macht den Boden locker, liefert Nährstoffe und verbessert die Wasserspeicherfähigkeit.
Wann und wie bringe ich Bodenaktivator aus?
Optimal ist eine Gabe im Jahr, bei ausgelaugten Gartenböden auch zweimal. Da er nicht ausgewaschen wird, können Sie ihn ab November bis zum Frühling ausbringen. Wenn Sie Laub auf den Beeten liegen haben, stört das nicht weiter, im Gegenteil, es ist sogar förderlich: das Laub wird über den Winter zersetzt und gibt gratis Kompost. Erst in Kombination mit Kompost entfaltet Bodenaktivator seine ganze Wirkung, den Kompost ist die Nahrung für die Bodenorganismen. Diesen Kreislauf unterstützen wir durch den Bodenaktivator. Sie müssen den Bodenaktivator gar nicht einharken, er finden den Weg in den Boden. Die optimale Dosierung steht auf der Packung.
Ersetzt Bodenaktivator das Düngen?
Nein. Ein Bodenaktivator belebt das Bodenleben und stellt dadurch nur eine geringe Düngung dar. Im Frühjahr müssen Sie die Rosen also trotzdem düngen. Sie können aber den natürlichen Kreislauf fördern und Kompost, abgelagerten Mist oder Laub auf den Beeten verteilen. Das ersetzt in Kombination immerhin einen Teil der Düngung im Frühjahr. Dieser Kreislauf hält die Bodenlebewesen übrigens auf Trab: auch den Staudenrückschnitt können Sie im Frühjahr klein geschnitten im Beet lassen, er wird dort dann zu Humus.
Ist Pferdemist eine gute Ergänzung zum Bodenaktivator?
Pferdemist ohne Stroh kann ein sehr guter Dünger und Kompostersatz sein. Allerdings muss sich erst das Ammoniak zersetzen, das sonst die Wurzeln schädigt. Daher gilt: Pferdemist immer ablagern lassen, beispielsweise auf dem Kompost. Damit über den Winter nicht zu viel ausgewaschen wird, sollte der Pferdemist abgedeckt werden: mit Laub oder einer Wanne.
Im Studio: Heiko Hübscher, Leiter Rosengarten Zweibrücken
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