- Nistkästen reinigen: Ein wichtiger Schritt für gesunde Vögel
- Wie Sie Nistkästen richtig reinigen
- Warum der späte Winter der richtige Zeitpunkt ist
- Das hilft den Vögeln beim Nestbau
- Lavendel und andere Pflanzen gegen Schädlinge
Nistkästen reinigen: Ein wichtiger Schritt für gesunde Vögel
Mit den ersten Vogelstimmen im Frühjahr kehrt Leben in unsere Gärten zurück. Damit Vögel optimale Bedingungen für die Brutzeit vorfinden, ist die Reinigung der Nistkästen eine entscheidende Maßnahme.
Nistkästen müssen regelmäßig gereinigt werden, um Flöhe, Milben und andere Parasiten zu vertreiben.
Diese Schädlinge können Jungvögel erheblich belasten. Der späte Winter ab Februar ist der optimale Zeitpunkt, um Nistkästen zu reinigen. Zu dieser Zeit haben die meisten Tiere ihr "Mini-Hotel" verlassen, das sie als Winterquartier nutzen.
Wie Sie Nistkästen richtig reinigen
Für die Reinigung reicht es meist aus, alte Nester und groben Schmutz zu entfernen. Bei starkem Parasitenbefall kann der Kasten mit Wasser und etwas Sodalauge ausgespült werden. Wichtig: Auf scharfe Reinigungsmittel sollten Sie unbedingt verzichten, da Rückstände für Jungvögel gefährlich sein können.
Warum der späte Winter der richtige Zeitpunkt ist
In den kalten Monaten bieten Nistkästen nicht nur Vögeln, sondern auch vielen anderen Gartenbewohnern Schutz – unter anderem Ohrwürmern, Florfliegen und Zitronenfaltern. Sogar kleine Säugetiere wie Haselmäuse oder Siebenschläfer nutzen die Kästen für ihre Winterruhe. Damit diese Nützlinge nicht gestört werden, ist es wichtig, erst im späten Winter mit der Reinigung zu beginnen.
Vor der eigentlichen Säuberung empfiehlt Gartenexpertin Heike Boomgaarden, etwas Lärm zu machen. So haben mögliche Untermieter Zeit, das Weite zu suchen.
Das hilft den Vögeln beim Nestbau
Nach der Reinigung können Sie den Vögeln beim Nestbau helfen, indem Sie im Nistkasten natürliche Materialien bereitstellen:
- Trockenes Gras
- Moos
- Kleine Zweige
- Federn oder Tierhaare von Hund und Pferd sind ideal
- Ungefärbte Wollreste
- Jutefasern – solange sie frei von Plastik und langen Fäden sind
Lavendel und andere Pflanzen gegen Schädlinge
Einige Vogelarten nutzen für den Nestbau instinktiv Pflanzen mit ätherischen Ölen, wie Lavendel, Thymian oder Salbei. Lavendel enthält Duftstoffe wie Linalool, die Parasiten wie Milben und Flöhe abschrecken und sogar Stechmücken vertreiben. Diese Duftstoffe sind für Vögel aber völlig unproblematisch. So schützt die Natur die Jungvögel auf ganz natürliche Weise vor Schädlingen.