Der Spinat und der Sommer
Das müssen Alternativen zum Spinat können
Diese Spinat-Alternativen wurden wiederentdeckt
Spinat-Alternativen: Gut im Geschmack und schön anzuschauen
Warum der Spinat im Sommer Probleme hat
Der Spinat verträgt die Hitze im Sommer nicht. Denn dadurch wird die Keimung der Spinatsamen behindert oder sie keimen gar nicht mehr.
Zusätzlich treten Bitterstoffe in den Vordergrund des Spinat-Geschmacks und das ist nicht angenehm. Ebenso unerfreulich ist die Tatsache, dass der Spinat im Hochsommer bei den hohen Temperaturen dazu neigt, ganz schnell Blüten zu bilden. Denn eigentlich sollte man den Spinat ernten, bevor er blüht.
Es braucht also Alternativen für den sommerlichen Spinatanbau.
Das müssen Alternativen zum Spinat können
Der Spinat-Ersatz muss natürlich lecker schmecken, die Blätter müssen zart sein und sie müssen sowohl als Baby-Leafs (also junge Blätter) für den Salat nutzbar sein, aber auch als gedünstetes Gemüse.
Die Aussaat und Kultur muss wie beim Spinat auch im Hochsommer bis weit in den Herbst hinein möglich sein. So können wir im Gartenbeet oder im Hochbeet auf der Terrasse möglichst lange frische Blätter ernten.
Der Gemüse-Amaranth
Der Amaranth schmeckt wie junger Spinat oder Mangold. Man kann die Blätter einzeln ernten oder immer die Spitzen der Triebe abzupfen. Die Sorte "Asia Red" war in Anbauversuchen sehr gut – und wenn wir jetzt säen, können wir Ende September mit der Ernte beginnen, bis zum ersten Frost.
Die Chinesische Gemüsemalve
Ihre Blätter sehen aus wie Krepppapier und schmecken ganz leicht nussig. Die Blätter können laufend alle zehn Tage geerntet werden und auch sie kann im Sommer noch gesät werden. Die Kultur ist sehr pflegeleicht und kann natürlich wie allen Alternativen zum Spinat auch schon im Frühjahr ab April beginnen.
Übrigens: Alle vorgestellten Spinat-Alternativen gibt es als Samen im Gartencenter oder im Versandhandel problemlos zu kaufen.
Diese Spinat-Alternativen wurden wiederentdeckt
Die Melde
Eine ganz alte Gemüsepflanze, die jetzt wiederentdeckt wird, ist die Melde. Sie hat einen angenehmen Spinatgeschmack und einen kräftigen Wuchs. Sorten mit roten oder rosa-farbenen Blättern wie "Rubinrot" oder "Rosa Königin" schmecken nicht nur gut – sie sehen auch prächtig aus. Auch die Melde kann bis weit in den Herbst hinein geerntet werden.
Das Tolle ist: Circa sechs Wochen nach der Aussaat können schon die Blättchen für den Salat geerntet werden. Auch das geht hin bis zum ersten Frost.
Der Blattmangold
Die Blätter ähneln sehr dem Spinatblatt. "Lucullus" ist beim Blattmangold die bekannteste Sorte. Das Aroma der Blätter ist sehr gut, sie werden auch bei hohen Temperaturen nicht bitter und bleiben sehr zart. Und der Mangold hat gegenüber den drei anderen Spinatersatzpflanzen noch einen großen Vorteil: Er ist recht frosthart – wenn man ihn mit Vlies abdeckt, kann man ihn bis weit in den Winter hinein ernten.
Spinat-Alternativen: Gut im Geschmack und schön anzuschauen
Viele Spinat-Alternativen schmecken nicht nur gut, sondern sehen im Beet oder im Blumentopf richtig gut aus.
Die Blätter des Amaranth kann man als sogenannte Baby-Leafs ernten – als Salatzugabe. Lässt man die Pflanzen wachsen, ohne sie abzuernten, dann wachsen sie über einen Meter hoch. Sie werden mit ihren roten Blütenkaskaden zur Zierpflanze, dem Fuchsschwanz.
Das gilt auch für die Gemüsemalve, die ganz aromatische Blätter hat für Salate oder gedünstet als Pfannengemüse. Wenn wir sie frei wachsen lassen, blüht sie hellrosa.