Jedes Jahr wird die Staude des Jahres gekürt. Und natürlich hat unser SWR4-Gartenexperte Volker Kugel den diesjährigen Gewinner schon lange im eigenen Garten. Er ist ein echter Fan von ihr: dem Kaukasus-Vergissmeinnicht.
Die Staude des Jahres 2025: Das Kaukasus-Vergissmeinnicht im Porträt
Empfohlene Sorten der Staude Kaukasus-Vergissmeinnicht
Standort, Pflege und Pflanzzeit
Ein Tipp bei Trockenheit
Gute Pflanzen-Kombis mit dem Kaukasus-Vergissmeinnicht
Die Staude des Jahres 2025: Das Kaukasus-Vergissmeinnicht im Porträt
Das Kaukasus-Vergissmeinnicht (lat. brunnera macrophylla) ist durch seine Blätter in den verschiedensten Musterungen ein absoluter Hingucker. Dazu hat es noch wunderschönen Blüten.
Sie ist pflegeleicht und ein zuverlässiger Bodendecker – eine sogenannte Blattschmuckstaude.
Die Blätter können einfach grün sein, mit weißen Tupfen, silbernen Rändern oder fast komplett versilbert. Das ergibt tolle Kontraste zu anderen Pflanzen. Und dazu kommt die weiße oder leuchtend blaue Blüte. Sie ragt von Ende April bis Juni zehn Zentimeter hoch aus den Pflanzen heraus.
Wir dürfen es nicht verwechseln mit dem Vergissmeinnicht aus dem Blumenbeet, denn das hat viel kleinere Blätter und lebt nur zwei Jahre.
Empfohlene Sorten der Staude Kaukasus-Vergissmeinnicht
Einige Sorten des Kaukasus-Vergissmeinnichts sind jahrelang getestet worden. Die Sorte "Jack Frost" ist sicherlich eine der besten, weil sie frosthart und langlebig ist. Außerdem hat sie schöne silberne Blätter mit grünen Rändern und grünen Blattadern.
Ebenso bewährt, frosthart und langlebig sind die Sorten "Sea Heart" und "Silver Heart". Diese beiden haben etwas dickere Blätter und sie haben den Vorteil, dass sie von Schnecken gemieden werden.
Standort, Pflege und Pflanzzeit
Das Kaukasus-Vergissmeinnicht ist sehr pflegeleicht, vorausgesetzt es steht halbschattig bis schattig. Es liebt humusreichen Boden. Wie bei vielen anderen Stauden schneidet man am Ende des Winters, also Anfang März, die Blätter ganz bodennah zurück. Kurz danach schon erfolgt der Austrieb der neuen Blätter.
Ideale Pflanzzeit ist März bis April mit sechs bis acht Pflanzen pro Quadratmeter.
Ein Tipp bei Trockenheit
Die Staude des Jahres 2025 mag es eher feucht. In trockenen Zeiten gibt es manchmal Probleme mit den Blättern des Kaukasus-Vergissmeinnichts. Es sieht welk aus und wirkt nicht mehr so vital. Aber: Dafür gibt es einen Pflege-Geheimtipp.
Das alles kostet die Pflanzen natürlich Kraft, deshalb sollte man mit einer leichten Düngung von 30 Gramm pro Quadratmeter organischem Volldünger nachhelfen. So gleicht man den Substanzverlust aus.
Gute Pflanzen-Kombis mit dem Kaukasus-Vergissmeinnicht
Das Kaukasus-Vergissmeinnicht lässt sich wunderbar mit anderen Pflanzen kombinieren. Die silber-gezeichneten Blätter ziehen ganz besonders vor einem dunklen Hintergrund die Blicke auf sich, wie zum Beispiel bei einer dunklen Eibenhecke. Als Pflanzpartner sind die Purpurglöckchen (lat. Heuchera) sehr gute Partner – hier speziell die rotlaubigen Sorten.
Gräser wie das Japanberggras (lat. Hakenochloa) oder Seggen (lat. Carex) bilden mit ihrem schmalen Laub ideale Kontraste zum herzförmigen Blatt des Kaukasus-Vergissmeinnichts.
Wichtig bei allen Kombinationen ist, dass die Partner gleiche oder ähnliche Standortansprüche haben, denn nur so hat man dauerhafte pflegeleichte Pflanzungen.