Jeden Freitag sprechen unsere Berlin-Korrespondentinnen und -Korrespondenten mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Interview der Woche.
Hier eine Übersicht über die letzten Ausgaben:
Jeden Freitag sprechen unsere Berlin-Korrespondentinnen und -Korrespondenten mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Interview der Woche.
Hier eine Übersicht über die letzten Ausgaben:
Die Schriftstellerin und Dramatikerin Anne Rabe spricht im ARD Interview der Woche über die große politische Krise in Deutschland. „Am 6. Oktober kann sich in Sachsen-Anhalt ein Landtag formieren, wo aller Wahrscheinlichkeit nach das erste Mal seit der Ernennung von Hermann Göring zum Parlamentspräsidenten ein Rechtsextremer in Deutschland wieder ein Parlamentspräsident wird.“ Ihrer Meinung nach wird die AfD immer wieder verharmlost. „Das sind alles erwachsene Menschen, die sehr wohl wissen, was sie wählen.“ Sie beklagt zudem, dass Deutschland die Tradition habe, „Rechtsextremismus nicht so richtig ernst zu nehmen.“ Bei vielen Terminen in Ostdeutschland treffe sie aber auf eine laute und vielfältige Zivilgesellschaft, die es so in den 90er Jahren noch nicht gegeben habe, sagte die Schriftstellerin. Das ARD Interview der Woche mit Anne Rabe hat Hauptstadtkorrespondentin Nicole Markwald geführt.
Die CDU-Politikerin Karin Prien spricht im ARD Interview der Woche über ihre persönliche Sicht auf das Wahlergebnis von Sachsen-Anhalt: „Zum Glück hat meine Mutter das nicht mehr erlebt. Ich kann gut verstehen, wenn jüdische Menschen in Deutschland sagen, wir haben Angst.“ Die 61-Jährige ist die erste Bundesministerin mit jüdischen Wurzeln in Deutschland. Mit Blick auf die aktuelle PISA-Studie spricht die Bundesbildungsministerin von alarmierenden Ergebnissen, die aber nicht überraschend kämen. Besonders bedenklich findet sie, dass der Lernerfolg in Deutschland überdurchschnittlich stark von der sozialen Herkunft abhängt. Im Interview erklärt die Ministerin, weshalb sie nun verstärkt auf frühkindliche Bildung setzt und wie sie soziale Medien für Kinder und Jugendliche stärker regulieren will.
Das ARD Interview der Woche hat Hauptstadtkorrespondent Chris Berdrow geführt.
Sie ist entgegen der deutschen Mentalität Optimistin, sie ist Gründerin, Investorin – und sie sagt mit Blick auf die Start-up-Branche: "Positiver Größenwahn tut Deutschland gut". Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Start-up-Verbands. Auch wenn Gründen in Deutschland noch immer schwieriger sei als anderswo, sieht Pausder einen Aufwärtstrend, die Politik habe die Branche heute stärker im Blick. Warum Krisenzeiten auch Unternehmerzeiten sind, welche Rolle Spitzenforschung an den Universitäten spielt und warum der Kündigungsschutz für hohe Gehälter gelockert werden sollte: Das ARD Interview der Woche mit Verena Pausder hat Hauptstadtkorrespondentin Lissy Kaufmann geführt.
Die einstige Volkspartei SPD steht in den Umfragen bundesweit bei 12 Prozent, an der Basis brodelt es, Parteien von Links- und Rechtsaußen gewinnen die Stimmen junger Wähler in sozialen Netzwerken. Doch SPD-Chef Lars Klingbeil verteidigt seinen Kurs: „Es ist manchmal vielleicht unsexy, dass man einen Kompromiss verteidigt“, sagt er – aber das sei Teil der Regierungsverantwortung. Über Kompromisse und Streit bei Übergewinnsteuer, Rente und Zuckersteuer spricht der Vizekanzler und Finanzminister ebenso wie über die Gefahren von Durchstechereien in der Politik. Das ARD Interview der Woche mit Lars Klingbeil hat Hauptstadtkorrespondentin Lissy Kaufmann geführt.
AfD im Aufwind, Demokratie unter Druck: Der Historiker Ilko Sascha-Kowalczuk blickt mit Sorge auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Er findet: "Wer Faschisten wählt, ist selbst ein Faschist." Der Publizist erklärt, warum er mit einer weiteren Radikalisierung der Politik rechnet, egal wie die Wahlen ausgehen. Das ARD Interview der Woche mit Ilko-Sascha Kowalczuk hat Hauptstadtkorrespondent Markus Sambale geführt.
Eigentlich soll Politik-Sommerpause sein, stattdessen baut der Kanzler das Personal in Kabinett, Unions-Fraktion und CDU um. Das führt zu massivem Unmut, gerade bei den Christdemokraten, die gewöhnlich wie eine Eins hinter ihrem Chef stehen. Wie geschlossen ist die Unions-Fraktion? Und wie geht‘s weiter bei der Rentenreform, die auch aus den Unions-Reihen kritisiert wird? Das ARD Interview der Woche mit dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Thorsten Frei, hat Hauptstadtkorrespondentin Katrin Aue geführt.
Karsten Wildberger soll Deutschland weniger bürokratisch und digitaler machen. Kann das gelingen oder sind die USA und China längst enteilt?
Beim Wiederverkauf von Konzert- und Sporttickets werden oft horrende Summen verlangt. Dagegen wird es nach dem Sommer ein neues Gesetz geben. Weiterverkaufen soll aber trotzdem möglich bleiben. Das ARD Interview der Woche mit Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat Hauptstadtkorrespondentin Evi Seibert geführt.
Der Linke Luigi Pantisano wirft der CDU in einem Interview "faschistische Politik" vor. Er entschuldigt sich, aber das nimmt die CDU nicht an.
Eine Frau im Amt, das hält der Bundespräsident für wahrscheinlich. Er glaubt, jemand aus dem Politikbetrieb ist geeigneter, um mögliche Staatskrisen in Zukunft zu managen.
Er ist der erste CDU-Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz seit 35 Jahren und seit Mitte Mai im Amt: Gordon Schnieder. Auch durch die Bedeutung der Pharmaindustrie in seinem Bundesland spielt Schnieder auch auf der Berliner Bühne gleich eine große Rolle: Im Gesundheitswesen stehen tiefgreifende Reformen an. Im Interview sagt Schnieder, an welchen Stellen die Pläne aus seiner Sicht nachgebessert werden müssen. Wir sprechen außerdem mit ihm über die Performance der Bundesregierung, das Treffen der Sozialpartner im Kanzleramt – und was er der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM zutraut. Das ARD Interview der Woche mit Gordon Schnieder hat Hauptstadtkorrespondent Chris Berdrow geführt.
Der Chef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jens Spahn, kann nachts gut schlafen – auch wenn ihn die wirtschaftliche Lage des Landes besorgt. Von der "Heroisierung von fünf Stunden Schlaf" hält er nichts. Im Podcast erzählt er, wieso er die geplante Pflegereform trotz harter Einschnitte unterstützt, die deutsche Israel-Politik trotz der gescheiterten UN-Bewerbung für richtig hält und welche Karriereambitionen er noch hat. Das ARD Interview der Woche mit Unionsfraktionschef Jens Spahn hat Hauptstadtkorrespondentin Lissy Kaufmann geführt.
Ebola breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo rasant aus. Das beschreibt Christian Katzer, Chef der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen. Besonders gefährlich sei die neue Virus-Variante, gegen die es weder eine zugelassene Impfung noch wirksame Medikamente gibt. Katzer warnt vor den Folgen gekürzter Entwicklungsgelder. Die Gesundheitsversorgung im Kongo ist dramatisch schlecht. Das ARD Interview der Woche hat Hauptstadtkorrespondentin Anne-Katrin Mellmann geführt.
Am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Queer-Feindlichkeit. Die Bundesbeauftragte Sophie Koch erklärt, warum aus ihrer Sicht mehr Rechtsschutz und echte Gleichstellung nötig sind. Sie spricht über politische Erwartungen, die Regenbogenflagge und die Bedeutung von CSDs. Auch der Streit um einen Instagram-Post kommt zur Sprache. Das ARD Interview der Woche mit Sophie Koch hat Hauptstadtkorrespondent Dietrich Karl Mäurer geführt.
Die Demokratie steht unter Druck, sagt der neue Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Sönke Rix erklärt, warum der Rückhalt für demokratische Werte hoch bleibt, das Vertrauen in Politik aber schwindet. Er macht klar, warum politische Bildung überparteilich, aber nicht neutral sein darf und welche Rolle sie in Krisenzeiten spielen kann – und wo ihre Grenzen liegen. Rix spricht über den Anspruch, politische Bildung verständlicher und "sexy" zu machen, über Kritik an geförderten Projekten und über drohende Kürzungen. Das ARD Interview der Woche mit Sönke Rix hat Hauptstadtkorrespondent Dietrich Karl Mäurer geführt.
Den Feiertag am 1. Mai streichen? Mehr arbeiten und Leistungen der Krankenkassen kürzen? Von solchen Ideen aus der Politik hält Yasmin Fahimi gar nichts. Was die oberste Gewerkschafterin stattdessen vorschlägt, um aus der Krise zu kommen und wie sie erklärt, dass viele Arbeiter inzwischen der AfD vertrauen, verrät sie im ARD Interview der Woche. Das Gespräch mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat Hauptstadtkorrespondent Jim-Bob Nickschas geführt.
Grünen‑Chef Banaszak greift das Krisenmanagement der Regierung an und kontert Merz bei der Rente. Seine Partei sieht er nach Wahlsiegen im Aufwind. Nun steht der Osten im Fokus.
Waffen kategorisch abzulehnen, das war in den 80ern einfacher als heute, meint die Bischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, Kirsten Fehrs. In der neuen Friedensdenkschrift der EKD geht es unter anderem darum, dass es oft keine einfachen Antworten mehr gibt, dass man lernen muss, Gleichzeitigkeiten auszuhalten. Was macht das mit dem christlichen Selbstverständnis, was mit den Gemeinden? Obwohl immer mehr Menschen die Seelsorgeangebote der evangelischen Kirche in Anspruch nehmen, leidet sie unter dem Mitgliederschwund. "Hoffnungstrotz" braucht das Land in vielerlei Hinsicht, sagt Bischöfin Kirsten Fehrs im ARD Interview der Woche zu Hauptstadtkorrespondentin Bianca Schwarz.
Den Krankenkassen fehlen jedes Jahr mehrere Milliarden Euro. Was muss passieren, damit die Krankenkassenbeiträge nicht immer weiter steigen? Jens Baas, Chef von Deutschlands größter Krankenkasse meint, dass es schon jetzt genug Geld im System gibt.