Unter enormen Sicherheitsvorkehrungen hat gestern Abend der VfB Stuttgart im heimischen Stadion gegen Maccabi Tel Aviv gespielt - und souverän gewonnen. Die Stuttgarter schlugen die Gäste aus Israel im Europa-League-Spiel mit 4:1 (2:0). Mit dem Sieg machte der VfB einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale.
Laut Polizei gab es im Umfeld des Spiels nur wenige Zwischenfälle. Auch nach dem Abpfiff blieb es friedlich. Der Einsatz sei "reibungslos" verlaufen, sagte ein Polizeisprecher dem SWR. Allerdings seien an vielen Stellen in der Stadt und rund ums Stadion neue pro-palästinensische und anti-israelische Graffitis entdeckt worden. Vereinzelt sei Pyrotechnik gezündet worden, dagegen seien Strafverfahren eingeleitet worden. Die Partie galt als Hochrisikospiel. Hintergrund ist die politische Lage im Nahostkonflikt. Außerdem hatte es bei Spielen mit Maccabi Tel Aviv in der Vergangenheit antisemitische Übergriffe und Ausschreitungen gegeben. Entsprechend war die Polizei mit vielen Einsatzkräften in der Stuttgarter Innenstadt präsent. In der MHP Arena gab es besonders strenge Einlasskontrollen.