Das war der BW-Newsticker am Montag

Glatteis-Gefahr im Land - erste Unfälle, Obdachloser spendet Pfand-Betrag und löst Welle der Hilfsbereitschaft aus, Hätte Haus-Explosion mit drei Toten verhindert werden können?

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

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Von Autor/in Jakob Wilking Fandrey

Das war der BW-Newsticker

Das war der BW-Newsticker für heute. Morgen begrüßt euch mein Kollege Simon Ukena um 6 Uhr mit dem nächsten Newsticker. Bis dahin gibt es die Nachrichten für Baden-Württemberg wie gewohnt unter SWRAktuell.de/bw, in der SWR Aktuell App, in unserem Newsletter am Morgen, auf WhatsApp, bei Instagram, Facebook, TikTok oder YouTube und natürlich auch im Radio und TV.

Graffiti-Sprayer hinterlässt Spuren im Schnee

Die Polizei im bayerischen Dillingen an der Grenze zu Baden-Württemberg hat einen Graffiti-Sprayer kurz nach der Tat erwischt. Hilfe hatten die Beamten dabei vor allem vom Wetter: Es hatte frisch geschneit und die Polizei musste nur den Spuren des 39-Jährigen folgen. Laut Polizei hatte zuvor ein Zeuge beobachtet, wie er Hakenkreuz-Schmierereien auf Hauswände sprühte. Die Beamten stellten insgesamt 12 verschiedene Tatorte fest.

80-Jähriger springt bei Brand aus dem Fenster

In der vergangenen Nacht ist in Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis ein Wohnhaus in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei hat sich das Feuer auf das gesamte Gebäude ausgebreitet, so dass der 80-Jährige aus dem ersten Stock sprang - vermutlich, um sich zu retten. Dabei verletzte er sich lebensgefährlich und musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Der Mann war der einzige Bewohner des Hauses. Weil das Feuer auf Bäume in der Nähe des Gebäudes übergegriffen hat, evakuierte die Polizei vorsichtshalber auch Nachbarhäuser. Bei dem Löscheinsatz hat sich auch ein Feuerwehrmann verletzt. Die Löscharbeiten dauern an, deshalb ist die B27 noch gesperrt. Die Brandursache ist unklar. Der Schaden wird vorläufig auf mindestens 500.000 Euro geschätzt. Laut Polizei ist das Haus unbewohnbar.

Mercedes ändert Strategie für autonomes Fahren

Mercedes Benz stellt seine Pläne für autonomes Fahren offenbar vorerst zurück. Wie das Handelsblatt unter Berufung auf Konzernkreise meldet, soll ein entsprechendes System in der neuen S-Klasse nicht mehr angeboten werden. Stattdessen konzentriere sich Mercedes zunächst auf automatisierte Fahrassistenten, bei denen der Fahrer jederzeit aufmerksam bleiben müsse. Hintergrund der Entscheidung seien hohe Produktionskosten bei geringer Nachfrage, so das Handelsblatt weiter.

Was ein 171 Meter langer Apfelstrudel mit einer Kirchen-Sanierung zu tun hat

In Merklingen (Alb-Donau-Kreis) ist man auf vieles stolz, aber auf eine Sache ganz besonders: den Kirchturm. 61 Meter hoch ragt er über die Gemeinde auf der schwäbischen Alb. Doch genau dieser stolze Turm hat nun ein Problem. Seit den 80er Jahren wurde nichts mehr am Kirchturm gemacht. Drin nagt der Zahn der Zeit: Balken faulen, Feuchtigkeit hat sich ins Fachwerk geschlichen, ein Pilz macht Ärger. Kurz gesagt, der Turm braucht Hilfe. Rund 950.000 Euro kostet die Sanierung. Fördergelder helfen, Zuschüsse auch. Am Ende fehlen trotzdem noch 238.000 Euro. Und da kommt der Apfelstrudel ins Spiel. Eine Schnappsidee wurde in die Realität umgesetzt und Apfelstrudel für Spendenzwecke gebacken. Am Ende kamen 171 Meter Strudel heraus, der an die Bürgerinnen und Bürger verkauft wurde - immerhin ein fünfstelliger Betrag.

Merke: Ist die Unterführung nur 3,50 Meter hoch, passt ein Lkw meist nicht drunter durch

Für die Menschen in Jagstzell im Ostalbkreis ist es fast schon zu einem Running Gag geworden: Alleine vier Mal hat es im vergangenen Jahr an einer Bahnunterführung gekracht, weil ein Lkw zu hoch beziehungsweise die Unterführung zu niedrig war. Dabei, so sagen es eigentlich alle, die dort wohnen, kann man die Hinweisschilder gar nicht übersehen, die auf die Unterführung und ihre maximale Durchfahrtshöhe von 3,50 Metern hinweisen. Auf längere Zeit gesehen, sind in 15 Jahren 18 Trucker mit zu hohen Lastwagen durch die Jagstzeller Bahnunterführung gefahren. Aus Unachtsamkeit, weil sie blind dem Navi folgten, aus der Hoffnung heraus, dass es schon reichen werde - über die Gründe kann oft nur spekuliert werden. Die Folgen: immer wieder Schäden an Brücke und Lkw, stundenlange Straßensperrung, Staus und Umleitungen.

Obdachloser spendet 200 Euro: "Schwalbe" löst Welle der Hilfsbereitschaft aus

Vor Weihnachten hat ein Wohnungsloser 200 Euro Pfand für Mütter in Stuttgart gespendet. Das Echo ist enorm. Aus Ulm, Bonn und anderswoher schicken Leute Briefe und Pakete an "Schwalbe" - und spenden ebenfalls.  "Die Reaktionen sind sehr bewegend", sagte Sonja Gruß, Vorständin vom Sozialdienst katholischer Frauen der Diözese Rottenburg-Stuttgart dem SWR. "Unter dem Stichwort 'Schwalbe' sind seitdem rund 7.000 Euro Spenden bei uns eingegangen. Die Spenden lagen zwischen fünf und 1.000 Euro. Wir werden das Geld in Schwalbes Sinne für alleinerziehende Mütter verwenden". Beim Sozialdienst katholischer Frauen in Stuttgart trudelten in den vergangenen Wochen aber nicht nur Geldspenden ein. Viele Menschen aus ganz Deutschland sind beeindruckt von "Schwalbes" Aktion und bieten dem Mann Hilfe an. "Zum Beispiel hat eine alleinerziehende Frau aus Ulm mit einem kleinen Sohn geschrieben, dass Schwalbe bei ihr wohnen könnte", so Gruß. "Die Frau hat eine Dreizimmerwohnung und würde alles vorbereiten, Schwalbe könne direkt einziehen." "Schwalbe" selbst war von den Reaktionen gerührt, sagt Svenja Gruß. Er betone aber, dass er nichts brauche.

Mehrere Glatteis-Unfälle auf den Straßen im Land

Noch immer ist die Gefahr rund um mögliches Glatteis und Eisregen nicht gebannt, von Westen her nähert sich eine weitere Regenfront. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnung vor Glatteis für eingie Regionen in Baden-Württemberg erweitert und bis 16 Uhr verlängert. Erste Unfälle aufgrund der Witterungsbedingungen sind auch registriert worden, unter anderem im Großraum Heilbronn und im Rhein-Neckar-Kreis. Dort blieb es bislang bei mehreren Unfällen aber bei Blechschäden.

Pfullingerin häkelt 10.000 Glückswürmchen

Carin Fetzer aus Pfullingen hat ihr Ziel erreicht: Sie hat in den vergangenen zwei Jahren 10.000 Glückswürmchen gehäkelt. Jeden Abend sind dabei etwa 20 Würmchen entstanden. Viele hat sie "ausgewildert", also überall in Pfullingen an Sträucher gehängt oder auf dem Markt verteilt. An Pflegeheime, Kindergärten und Krankenhaus-Stationen hat sie größere Stückzahlen verschenkt. "Ich freue mich tagtäglich, wenn ich Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann", sagt sie. Es gebe so Vieles, über das sich Menschen sorgen. Deshalb sei es umso schöner für sie, wenn sich jemand über ein einfaches gehäkeltes Würmchen so freuen könne.

Debatte über früheres Einschulungsalter

30. Juni oder 30. September? Um diesen zwei Daten dreht sich gerade die Diskussion, zu welchem Stichtag Kinder eingeschult werden sollen. Zuletzt hatten vier Oberbürgermeister angesichts der knappen Kassen der Kommunen gefordert, den Stichtag für die Einschulung von Ende Juni wieder auf Ende September zu verlegen - so wie es beispielsweise auch in Bayern oder NRW üblich ist. Würde der Vorschlag umgesetzt, kämen nicht nur die Kinder in die Schule, die vor dem 30. Juni sechs Jahre alt werden, sondern auch jene, die vor dem 30. September ihren 6. Geburtstag feiern. Das hieße, dass es früher mehr neue schulpflichtige Kinder geben würde und im Gegenzug mehr freie Plätze in den Kitas. Bis auf die SPD unterstützen alle Parteien diesen Vorschlag oder lehnen den Vorschlag zumindest mal nicht direkt ab.

Polizei in Göppingen: Streifenpolizisten erproben Taser

Die sogenannten Distanz-Elektroimpulsgeräten werden ab heute beim Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen erprobt. Die elektronischen Geräte verursachen eine kurzzeitige Lähmung im Nervensystem und machen einen Gegner damit für einige Sekunden handlungsunfähig. Die Taser sollen eine Alternative zur Schusswaffe sein. Bislang gab es die Geräte in Baden-Württemberg nur bei Spezialeinheiten der Polizei. Beim Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen wird eine Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit mit Tasern ausgerüstet. Beim Polizeipräsidium Freiburg startet der Test am kommenden Freitag.

Vom Bodensee aus nach Berlin, Hamburg und Düsseldorf

Von heute an geht es vom Bodensee-Airport in Friedrichshafen wieder direkt nach Hamburg, Berlin und Düsseldorf. Geflogen wird mit einem Propellerflugzeug mit 78 Sitzplätzen. Es fliegt mehrmals pro Woche. Berlin und Düsseldorf werden jeweils viermal angeflogen. Hamburg steht dreimal pro Woche im Plan. Die Flüge übernimmt die deutsche Fluggesellschaft Avanti Air aus Paderborn. Sie setzt ein Flugzeug ein, das für kurze Strecken gut geeignet sein soll. Die Initiative zu den Flugverbindungen soll von neun Unternehmen aus dem Raum Bodensee-Oberschwaben gekommen sein, sagte ein Flughafen-Sprecher dem SWR. Unter anderem habe die Liebherr-Firmengruppe aus Biberach zur Anschub-Finanzierung Geld auf ein Treuhand-Konto eingezahlt. Von der Industrie- und Handelskammer (IHK) hieß es, die direkten Flugverbindungen sparten Zeit, sicherten Geschäftsbeziehungen und erhöhten die Attraktivität der Region für Investoren, Fachkräfte und Touristen.

Glatte Straßen und einsetzender Berufsverkehr: Viele Staus und Behinderungen

Noch einmal ein kurzes Update von den Straßen: Aktuell ist jede Menge los, vor allem rund um Stuttgart staut es sich im morgendlichen Berufsverkehr, etwa auf der B10, der B27 und der B14 in Richtung Landeshauptstadt. Glatteisbedingte Unfälle sind uns bislang nicht bekannt, allerdings zieht ein Regenband aktuell speziell über den Osten Baden-Württembergs, wo Blitzeis droht.

Vesperkirche in Karlsruhe gestartet

In Karlsruhe hat die diesjährige Vesperkirche begonnen. Dort werden bis 8. Februar für wenig Geld täglich warme Speisen angeboten. Außerdem gibt es Hilfsangebote wie eine Kleiderkammer und ärztliche Versorgung. Etwa 300 Menschen werden pro Tag erwartet. 250 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind im Einsatz.

Abgesägte Gabeln gegen Verpackungssteuer: Der Alltag in Freiburg

Wie kann man eine Steuer umgehen? Indem man eine Plastikgabel kürzer macht. Klingt absurd, ist in Freiburg aber gängige Praxis, seitdem zum Jahresbeginn dort - wie in anderen Städten im Land auch - die Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen gilt. Gastronomen haben Schlupflöcher entdeckt und so kommt es eben zu solchen Kuriositäten. So verkauft der Törtchen- und Kuchenhersteller Matthäus Wenzlik seine veganen Teilchen unter anderem auf dem Münstermarkt. Wer Besteck dazu möchte, wundert sich vielleicht: Die Holzgabeln sind plötzlich geschrumpft. Wenzlik hat kurzerhand zur Schere gegriffen und die Gabeln um ein paar Zentimeter gekappt. Der Grund: Für Besteck mit einer Länge von zehn Zentimetern oder weniger fällt keine Verpackungssteuer an. Die Stadt wollte hier kulant sein, damit kleine Pommes-Piekser oder Eislöffel nicht unter die Abgabe fallen. Wenzlik nutzt den Spielraum - und kommentiert die neue Regelung auf Instagram mit den Worten: "Verrückt, was gerade in Freiburg passiert".

Wetter-Update: Gefrierender Regen zieht Richtung Osten

Der Berufsverkehr rollt gerade los, daher noch einmal die Bitte, möglichst vorsichtig heute auf den Straßen zu sein. Seit ungefähr einer Stunde zieht ein Wolkenband mit Niederschlag von Westen her über Baden-Württemberg. Der Schnee geht dabei schnell in gefrierenden Regen über. Laut Deutschem Wetterdienst betrifft das das gesamte Bundesland - und zwar genau jetzt zur Berufsverkehrszeit. Gegen Mittag solle die Gefahr wegen Glätte zurückgehen, nur vom Odenwald über die Donau bis zur Ostalb könne es weiter gefrierendem Regen mit entsprechender Glätte geben.

Wetter in BW: Warnung vor Glätte im ganzen Land

Nach einem ruhigeren Sonntag wird für heute in ganz Baden-Württemberg vor Glatteis gewarnt. Der Deutsche Wetterdienst hat die zweithöchste Warnstufe ausgegeben. Der Niederschlag ziehe von Westen her ins Land und gehe von Regen in Schnee über, der auf dem kalten Boden schnell gefriert. Deshalb ist laut DWD mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen. 

Das aktuelle Wetter für euren Ort findet ihr jederzeit in unserer SWR Aktuell-App oder auf unserer Wetter-Seite. Den Wetterbericht von gestern Abend könnt ihr hier anschauen:

Wegen Treibhausgas-Ausstoß: CDU in BW kritisiert grüne Umweltministerin

Ein mögliches Treibhausgas-Leck in der Chemiefabrik Solvay in Bad Wimpfen im Kreis Heilbronn sorgt für Ärger in der grün-schwarzen Regierungskoalition in Baden-Württemberg. Die CDU kritisiert Landesumweltministerin Walker von den Grünen und wirft ihr vor, zu spät reagiert zu haben. Nun beschäftigt sich der Umweltausschuss des Landtags in einer Sondersitzung mit der Affäre. Die CDU hat nach SWR-Informationen diese Sitzung beantragt. Dieses Vorgehen wiederum kritisieren die Grünen. Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass das belgische Unternehmen Solvay für den Standort in BW einen jährlichen Ausstoß von 56 Kilogramm des Treibhausgases SF6 angegeben hat. Doch Messungen der Goethe-Universität Frankfurt legen nahe, dass rund 30 Tonnen des weltweit klimaschädlichsten Gases entwichen sein könnten.

Wochenende: Großes Chaos durch Sturmtief Elli bleibt in BW aus

Bevor wir uns weiter mit den aktuellen Wetterereignissen beschäftigen, blicken wir kurz nochmal zurück, denn es gab ja vor Tief Gunda ein weiteres Sturmtief. Rund um Tief Elli ist es am Wochenende in Baden-Württemberg trotz Unwetterwarnungen vor starkem Schneefall, Glätte und Sturmböen, nicht zu großem Chaos auf den Straßen gekommen. Insgesamt sorgten die winterlichen Verhältnisse meist für Blechschäden und leichte Verletzungen. So überschlug sich beispielsweise in der Nacht auf Sonntag in Horben im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald ein Fahrzeug auf glatter Straße. Die sieben Insassen blieben laut Polizei aber unverletzt.

Brandstiftung durch 15-Jährige in Geislingen?

In Geislingen an der Steige (Kreis Göppingen) hat es am Wochenende zwei Mal gebrannt. Die Polizei verdächtigt ein 15-jähriges Mädchen. Bei den Bränden wurde eine Person leicht verletzt, an einem der Häuser entstand ein Sachschaden von mindestens 100.000 Euro. Unweit der Brandorte nahm die Polizei das Mädchen fest. Sie sei der Polizei bereits bekannt, hieß es.

Tief Gunda bringt Glatteis - in NRW bleiben Schulen zu, in BW nicht

Auf das Sturmtief Elli folgt Tief Gunda, das laut Deutschem Wetterdienst Glättegefahr für fast alle Teile Deutschlands mit sich bringt. In ganz Nordrhein-Westfalen und in Teilen von Niedersachsen bleiben deshalb heute die Schulen zu. Distanzunterricht ist dort wieder angesagt. NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) sagte gestern zu dem Schritt, die Gesundheit und Sicherheit der Schüler hätten oberste Priorität. In anderen Bundesländern, darunter Baden-Württemberg, gibt es diese Vorsichtsmaßnahme heute nicht. Der Unterricht findet regulär statt, wie das Kultusministerium auf SWR-Anfrage mitteilte. Schülerinnen und Schüler dürfen dem Präsenzunterricht allerdings fernbleiben, wenn die Witterungsbedingungen den Schulweg unmöglich machen. Die Schule muss darüber zeitnah informiert werden. Schulen mit der nötigen Infrastruktur könnten zudem auf hybriden Unterricht zurückgreifen.

Drei Tote nach Haus-Explosion: Hätte Katastrophe verhindert werden können?

Die Ereignisse von vergangenem Donnerstag haben wir alle noch im Kopf, als in Albstadt-Tailfingen eine dreiköpfige Familie in ihrem Haus den Tod fand, als das Haus durch eine Explosion am frühen Morgen komplett einstürzte. Seitdem gibt es rund um die mögliche Ursache immer wieder Gerüchte. Kriminaltechniker und die Spurensicherung waren vor Ort, Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer (CDU) hatte bereits am Mittag nach der Explosion von Gas als Ursache gesprochen. Speziell in den sozialen Netzwerken heißt es, dass bereits im Vorfeld Gasgeruch festgestellt worden sei, unter anderem sagt das der Schwager des getöteten Familienvaters in einem Statement auf Facebook. "Dass von der betroffenen Familie wenige Tage vor dem Unglück bei den Stadtwerken angerufen worden sei und angeblich Gasaustritt moniert wurde, habe ich selbstverständlich überprüft und da ist nichts dran", so Tralmer dagegen auf unsere Nachfrage. Bezugnehmend auf Nachbarn, denen sich die getötete Mutter der Familie anvertraut habe, berichtet jetzt die "Bild", dass sich die Familie bereits vor Weihnachten über die hohe Gasrechnung gewundert habe. "Plötzlich sollte sie pro Monat 300 Euro zahlen - viel mehr als bisher", wird ein Nachbar zitiert. Ein von der Familie vereinbarter Techniker-Termin am Vortag der Katastrophe sei nicht zustande gekommen, so die Schwester der getöteten Mutter gegenüber der Zeitung. Die Albstadtwerke dementieren, dass die Familie den Versorger kontaktiert habe.

Glatteis-Warnung: Passt vor allem heute Vormittag auf euch auf

Eisiger Regen trifft Baden-Württemberg: Die Straßen und Gehwege werden glatt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) empfiehlt heute sogar, Aufenthalte im Freien und Fahrten möglichst zu vermeiden. Aktuell kommt von Westen ein Regengebiet, es besteht die zweithöchste Glatteis-Warnstufe. Der Niederschlag geht laut DWD von Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriert. Deshalb ist laut DWD mit erheblichen Beeinträchtigungen auf den Straßen und auch im Bahnverkehr zu rechnen. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben.

Guten Morgen!

Die neue Woche beginnt für viele von uns gleich sehr rutschig, passt auf euch auf. Und damit guten Morgen zum Morningticker am Montag. Natürlich haben wir das Wetter, den Verkehr und alles rund um mögliche Folgen des Eisregens im Angebot - und noch mehr. Ich bin Jakob Fandrey und versorge euch bis 10 Uhr mit den Nachrichten aus und für Baden-Württemberg. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
SWR-Redakteur Jakob Wilking Fandrey
Baden-Württemberg

Das war der BW-Newsticker am Freitag ++ Ursachensuche nach tödlicher Hausexplosion in Albstadt ++ Warnung vor Orkanböen im Schwarzwald ++ Linienbus rutscht Abhang hinunter ++

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