Zwei Drittel gehen an die Kommunen

Sondervermögen des Bundes: 700 Millionen Euro für Straßen und Brücken in BW

Das Sondervermögen des Bundes soll vor allem in Infrastruktur, Katastrophenschutz, Unikliniken und Landesgebäude investiert werden. Darauf hat sich die Landesregierung geeinigt.

Teilen

Stand

Nach einer Sitzung der Haushaltskommission hat das Finanzministerium am Dienstag mitgeteilt, wie die Milliarden Euro an Sondervermögen des Bundes verteilt werden sollen. Demnach wurden Investitionsbudgets für verschiedene Bereiche gebildet. So können diese für jeden Haushalt neu angepasst werden. 

Zwei Drittel sollen an Kommunen gehen

Baden-Württemberg erhält aus dem mit 100 Milliarden Euro gefüllten Bundestopf über zwölf Jahre hinweg insgesamt 13,1 Milliarden Euro für Investitionen. Davon gehen insgesamt 8,75 Milliarden Euro - also pro Jahr rund 729 Millionen Euro - an die Kommunen. So können diese selbst da investieren, wo das Geld am dringendsten gebraucht wird. Für das Land bleiben also mehr als vier Milliarden Euro. Die Weitergabe der Mittel wurde nun in Eckpunkten für den Nachtragshaushalt 2025/26 aufgestellt.

Vier Milliarden für Sanierung, Neubauten und Investitionen

850 Millionen Euro des Sondervermögens sollen in den Hochbau gehen, also in Landesgebäude und Maßnahmen für den Klimaschutz. Weitere 800 Millionen sollen in die Sanierung und Neubauten von Universitätskliniken fließen. Zusätzlich sollen 200 Millionen Euro genutzt werden, um die Krankenhäuser besser auf Krisenlagen vorzubereiten. Die gleiche Summe ist für Rettungsdienste und Katastrophenschutz vorgesehen. Weitere 700 Millionen sind für Investitionen in Straßen und Brücken gedacht. 300 Millionen sollen in die Schiene fließen, inklusive den öffentlichen Nahverkehr

Für den Schulbau und die Sanierung von Privatschulen sowie für Wohnraumförderung sollen jeweils 300 Millionen investiert werden. Für die Wärmewende sollen es 250 Millionen Euro sein. Der Nachtragshaushalt soll noch vor Weihnachten in den Landtag eingebracht werden.

Baden-Württemberg

Spätere Rente, Pflicht-Dienstjahr und Sicherheits-Soli Drei-Punkte-Plan gegen Reformstau: BW-Finanzminister Bayaz schlägt "großen Deal" zwischen Generationen vor

Das Sondervermögen des Bundes umfasst fast eine Billion Euro. Doch wer zahlt die Schulden zurück? Der BW-Finanzminister will dafür alle Generationen in die Pflicht nehmen.

Baden-Württemberg

Klamme Kommunen in Sorge Städte in BW: Warum das Geld aus dem Sondervermögen zu verpuffen droht

Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg fehlt das Geld. Das Sondervermögen vom Bund könnte helfen. Land und Kommunen befürchten jedoch zu viel Bürokratie bei der Auszahlung.

Baden-Württemberg

Forderung nach mehr Steuergeld Finanznot der Kommunen: BW-Gemeindetag bringt Kürzungen bei Kitas und Jugendhilfe ins Spiel

Den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg fehlt Geld. Ohne Reformen oder mehr Steuergeld drohen Kürzungen im sozialen Bereich, warnt der Gemeindetagspräsident.

Erstmals publiziert am
Stand
Onlinefassung
Laura Schmittinger
Laura Schmittinger aus der SWR-Aktuell Redaktion

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!