Hart daran arbeiten, beschäftigt auszusehen

Warum wir Produktivität bei der Arbeit oft vortäuschen

Eine aktuelle Umfrage eines Jobportals hat ergeben, dass die große Mehrheit von uns auf der Arbeit Produktivität vortäuscht. Was sind die Gründe dafür?

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Stand

Von Autor/in Christoph Mautes

Zwei Drittel der befragten Büroangestellten haben bei einer Umfrage des Jobportals Indeed angegeben, sich im vergangenen Jahr auf die eine oder andere Weise mal produktiver dargestellt zu haben, als sie es wirklich waren. Also vor allem gegenüber Kollegen und Vorgesetzten so getan zu haben, als würden sie mehr arbeiten.

Produktivität bei der Arbeit: Diese Strategien nutzen viele

Beim Vortäuschen von Produktivität werden Menschen erstaunlich kreativ. Angefangen mit Kleinigkeiten, wie den Online-Status von Microsoft Teams grün zu halten bis hin zu im Büro sitzen bleiben, bis der Vorgesetzte sieht, dass man noch da ist.

Es kann aber auch einfach nur sein, dass man sich in der Konferenz zu Wort meldet, obwohl man eigentlich gar nichts zu erzählen hat. Der Trick ist, immer so auszusehen, als hätte man wirklich etwas zu tun. Manchmal reicht es auch schon, eine Mail um halb sieben abends abzuschicken, obwohl sie schon seit drei Stunden fertig im Postfach liegt.

Druck prägt Arbeit und Produktivität

Viele Arbeitnehmer haben in der Studie angegeben, dass sie das aus Angst um ihren Arbeitsplatz tun. Sie haben das Gefühl, sie müssten besonders produktiv sein – oder zumindest so aussehen, damit sie nicht ins Visier geraten, wenn es beispielsweise um Stellenstreichungen geht. Andere fühlten sich dazu gedrängt, weil die Präsenz in ihrem Unternehmen so stark kontrolliert wird und sie Angst vor negativen Folgen haben.

Wunsch nach fairer Bewertung von Arbeit und Produktivität

Die meisten Angestellten würden sich sogar wünschen, sie würden nicht für ihre Anwesenheitszeit, sondern nach Leistung bezahlt. Das geht so weit, dass 70 Prozent sagen, sie würden auf Gehalt verzichten, wenn ihre Leistung ausschließlich an Ergebnissen gemessen würde und nicht an der Arbeitszeit.

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Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Christoph Mautes
Redakteur/in
Tina-Marlu Kramhöller
Onlinefassung
SWR1 Rheinland-Pfalz
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