Liebe im Alltag

Die richtige Kommunikation in der Partnerschaft

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. So sagt der Volksmund. In einer Beziehung gilt aber das Gegenteil. Hier 5 Tipps, wie es mit der Kommunikation in der Beziehung klappt.

Teilen

Stand

Von Autor/in Verena Böhm

1. Es gibt kein Recht auf Kommunikation

Auch wenn sich die Paartherapeuten einig sind, dass Kommunikation wichtig ist in einer Liebesbeziehung (und auch in jeder anderen): Ein Recht zu reden gibt es nicht. Der Partner muss akzeptieren, wenn der oder die andere gerade nicht sprechen will. Es sollte dann aber vereinbart werden, wann Zeit für ein Gespräch ist. Denn sonst…

2. Wer über lange Zeit nicht bereit ist zu sprechen, gefährdet die Beziehung

Sprechen führt in einer Beziehung zu Nähe, Schweigen erzeugt Distanz. Dessen sollte man sich bewusst sein. Wer also über lange Zeit seinem Partner die Kommunikation verweigert, sollte sich nicht wundern, wenn die Beziehung in die Brüche geht.

3. Vereinbaren Sie für schwierige Gespräche einen Termin

Paar kommuniziert mit dem Handy
Adobe Stock

Konfliktträchtige Themen sollten Sie möglichst in Ruhe besprechen. Vereinbaren Sie dafür am besten mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, wann Sie darüber sprechen wollen. Paartherapeutin Dr. Annette Hosenfeld empfiehlt Paaren, jede Woche ein festes Zeitfenster einzuräumen für solche Themen. Und am besten vereinbaren Sie hier auch, dass erst der eine ungestört sprechen darf und dann der andere

4. Gehen Sie neugierig in Gespräche

Besonders in Konfliktsituationen ist die innere Haltung wichtig, mit der Sie ins Gespräch gehen. Entscheiden Sie sich, Ihren Partner oder Ihre Partnerin verstehen zu wollen. Versuchen Sie die Perspektive des Gegenübers einzunehmen und seien Sie neugierig auf die Sichtweise des anderen. Damit ist die Grundlage geschaffen, durch das Gespräch tatsächlich Verständnis füreinander zu entwickeln.

5. Verwandeln Sie Vorwürfe in Wünsche

Wenn Sie sich über Ihren Partner oder Ihre Partnerin ärgern, fühlen Sie sich in Ihren eigenen Bedürfnissen nicht gesehen oder diese nicht beachtet. Formulieren Sie das gerne, aber nicht als Vorwurf sondern als Wunsch. Statt zu sagen „Du machst das falsch!“ ist es besser auszudrücken, dass Sie sich über ein bestimmtes Verhalten ärgern. Bleiben Sie dann am besten auch bei diesem einen Verhalten und machen Sie keinen Rundumschlag, was Sie schon seit Jahren nervt. Das führt bei Ihrem Gegenüber sicher zu Ablehnung.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Verena Böhm
Sendungslogo 'Kaffee oder Tee'