Hund oder Katze als Kuscheltier?

Wenn Haustiere mit Menschen im Bett schlafen

Mit Hund oder Katze im Bett schlafen - für viele Menschen ein Zeichen von Nähe und Geborgenheit. Studien zeigen: Das kann beruhigen, ist aber nicht für alle gesund.

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Von Autor/in Anja Braun

Kuscheln mit dem Haustier im eigenen Bett gehört für viele Menschen zum Alltag: In Deutschland ist das, einer Umfrage zufolge, nicht selten. Hier darf fast jedes dritte Haustier mit im Bett schlafen. Die länderübergreifende Umfrage von YouGov zeigt auch, dass Haustierbesitzer in der Schweiz ihre Begleiter weniger häufig mit ins Bett nehmen. Dort darf nur jedes fünfte Tier ins Menschenlager hüpfen. Insgesamt jedoch schlafen etwas über die Hälfte aller tierischen Mitbewohner in ihrem eigenen Körbchen oder Käfig.

Mit Hund oder Katze im Bett schlafen - ist das unhygienisch?

Gesundheitlich ist es ziemlich unbedenklich, mit den eigenen Haustieren im Bett zu schlafen. Solange die Haustiere selbst gesund sind. Also wenn sie regelmäßig entwurmt werden und so gepflegt sind, dass sie keine Zecken oder Flöhe haben, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn jemand allerdings unter Allergien leidet, ein geschwächtes Immunsystem oder auch starke Schlafproblemen hat, dann ist vermutlich ein eigenes Bett fürs Tier besser.

Für die Tiere selbst sei es weder schädlich noch besonders vorteilhaft, wenn sie mit ihrem Mensch das Lager teilen, sagt der Tierschutzbund. Aber nicht alle Tiere mögen den nahen Kontakt beim Schlafen und sollten deshalb auch nicht dazu gezwungen werden. Fürs Wohlbefinden von Tier und Mensch reicht es übrigens oft schon, wenn das Haustier sein Lager in der Nähe des Bettes hat.

Haustiere die beim Mensch im Bett schlafen
Haustiere im eigenen Bett schlafen zu lassen kann Vorteile haben. Zu dem Ergebnis kommt eine länderübergreifende Befragung von YouGov. Doch es gelten Einschränkungen. IMAGO / MiS

Haben Haustiere im Bett Vorteile?

Es gibt es zwar zahlreiche Befragungen, aber nur kleine Erhebungen, ob es sinnvoll sein könnte, Haustiere ins eigene Bett zu lassen. Eine Befragung der Mayo Schlafklinik in Arizona hat herausgefunden, dass für viele Hundebesitzer, ihr Hund im Bett das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Das bestätigen auch andere Umfragen.

Das lässt sich dadurch erklären, dass Menschen auf Körperkontakt und Wärme mit dem Wohlfühl- und Bindungshormon Oxytocin reagieren, weshalb ein Haustier im eigenen Bett sich auch insgesamt positiv auf das Wohlbefinden auswirken kann.

Auch die regelmäßige Atmung des Tieres wirkt auf viele Menschen beruhigend und dann auch stresslindernd. Bei einer Online-Umfrage unter knapp 1000 Frauen in den USA lagen Hunde als Partner im Bett vorne. Demnach seien sie weniger störend und sicherheitsfördernder als Katzen oder menschliche Partner.

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