Diese Übungen zielen auf spannungsbedingte Kopfschmerzen ab. Diese Spannungszustände entstehen in der Regel aufgrund fehlender Bewegung (Inaktivität) und zu schwacher Muskeln (genauer: Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit). Kopfschmerzen können viele Ursachen haben und sind ein komplexes Problem. In jedem Fall machen diese Übungen Sinn. Austesten und analysieren, ob die Kopfschmerzen besser werden sollte hier die Devise sein.
Übung 1: Koordinative Schulterblatt-Bewegungen
So geht's:
- Ausgangposition ist im Stehen (ginge auch im Sitzen)
- Die Schulterblätter werden nach oben und vorne in Richtung der Schläfen gezogen. Der Hals wird kleiner und kleiner.
- Anschließend bewegen sich die Schulterblätter langsam und kontrolliert nach hinten und unten in Richtung der Pobacken.
- Der Hals wird lang gemacht. Hierbei wird versucht die Nackenmuskeln so lange zu ziehen, wie es nur geht.
Wiederholungen: 2 Durchgänge à 30 Sekunden
Ziel: Diese Übung dient dem koordinativen Training der Schulterblätter. Dies fördert die Aktivität, sowie die Entspannung des Schultergürtels. Diese Übung bietet sich als Bewegungssnack für den Alltag an. Häufiger Bewegungsmangel kann somit aufgelockert werden.
Übung 2: Das Doppelkinn
So geht's:
- Hierbei wird der Kopf nach hinten geschoben, sodass sich ein Doppelkinn bildet.
- Der Kopf sollte am Ende der Bewegung senkrecht über der Wirbelsäule sein. Wenn diese Bewegung anfänglich schwerfallen sollte, dann kann man es alternativ auf dem Rücken liegend machen und den Hinterkopf versuchen in den Boden oder in ein Kissen zu drücken.
- Die Endposition wird in allen Fällen 10 Sekunden gehalten.
Wiederholungen: 5 Durchgänge à 10 Sekunden
Ziel: Diese Übung zielt auf die obersten Muskeln, die die Wirbelsäule mit dem Kopf verbinden und oftmals Auslöser für Kopfschmerzen sein können.
Übung 3: Brustwirbelsäulen-Mobilität
So geht's:
- Für diese Übung wird die Hand auf den Bauch gelegt, der kleine Finger berührt den Bauchnabel, der Daumen das Brustbein.
- Nun bewegen sich die Finger bei der Einatmung voneinander weg und bei der Ausatmung zueinander hin.
- Das Atemtempo selbst wird nicht verändert. Es sollte versucht werden, eine maximale Beweglichkeit aus der Brustwirbelsäule zu generieren.
Wiederholung: 2 Durchgänge à 30 Sekunden
Ziel: Die Brustwirbelsäule wird oftmals im Alltag zu wenig bewegt und dies kann Folgen auf den SchulterNacken-Bereich, sowie auf den Kopf haben. Diese Übung soll die Beweglichkeit der Brustwirbelsäule fördern.
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Im Studio: Florian Michel, Physiotherapeut