Als entzündungshemmende, schmerzlindernde und zusammenziehende Pflanze wird der Frauenmantel zum einen bei leichten unspezifischen Durchfallerkrankungen und Magen-Darm-Katarrhen eingesetzt als auch zum Gurgeln bei entzündeten Schleimhäuten.
Woher der Frauenmantel seinen Namen hat
Der Frauenmantel hat seinen Namen vermutlich von der Blattform. Die schüsselförmigen Blätter der Pflanze würde das weibliche, empfangende Prinzip verkörpern. Und weil die Blätter so zäh sind, wird ihnen eine festigende Kraft z.B. bei Senkungsbeschwerden oder nach einer Geburt nachgesagt, um das Gewebe wieder zu straffen.
Frauenmantel: Das unbekannte Schönheitselexier
Die Wasserperlen, die sich im Blatt des Frauenmantels sammelt, sind nicht nur Tau, sondern der Pflanzensaft des Frauenmantels. Sogenannte Guttationstropfen. Dieses Wasser ist von größter Reinheit und könnte als Pflanzendestillat bezeichnet werden. Frisch auf das Gesicht aufgetragen verhilft es zu einem frischen Aussehen und soll sogar faltenglättend wirken!
Rezept Frauenmantelöl
Rezept Frauenmantelöl selber machen
Frauenmantelöl ist vielseitig einsetzbar und eine Wohltat für die Haut. Außerdem hat es eine heilende Wirkung bei Gelenkbeschwerden und Knochenbrüchen.
Heilend von der Wurzel bis zur Blüte
Die Heilkraft des Frauenmantels sitzt in der ganzen Pflanze. Man kann also Blätter, Stängel und Blüten nehmen. Früher wurden sogar die Wurzeln eingesetzt.
Außer im Winter kann der Frauenmantel zu allen Jahreszeiten gesammelt werden. Um den Johannistag herum ist jedoch die beste Zeit zum Sammeln und Ernten. Man kann Frauenmantel auch problemlos selbst trocken: Einfach ein paar Büschel umgekehrt zum Trocknen in der Sonne aufhängen.
Frauenmantel soll gegen Orangenhaut helfen
Körperpeeling aus Frauenmantel
Gerade im Sommer machen viele gern ein Körperpeeling nach dem Duschen. Das macht die Haut nicht nur samtig weich, sondern aktiviert auch die Durchblutung und trägt zur Entgiftung und Entschlackung bei. Und: Es soll auch bei Orangenhaut helfen!
Rezept: Das Frauenmantel-Hautöl (s.o.) wird mit feinem Meersalz zu einer Paste angerührt und sanft in die nasse Haut massiert.
Was im Frauenmantel drin steckt
Im Frauenmantel stecken Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Salizylsäure, Phytosterine, Saponine, Linolsäure, äth. Öl, Mineralstoffe und Spurenelemente (Eisen, Kalium, Kalzium, Kieselsäure, Magnesium, Sulfat).
Frauenmantel hilft bei typischen Frauenbeschwerden
Frauenmantel ist, wie der Name schon sagt, ein sehr wichtiges Frauenheilkraut und wird bei jeder Art von Frauenleiden entweder pur oder in Mischung mit anderen Kräutern beispielsweise als Tee, Zäpfchen oder Salbe eingesetzt.
Da der Frauenmantel hormonregulierend wirkt, wird er volksmedizinisch seit langem schon mit Erfolg bei Menstruationsbeschwerden, Unfruchtbarkeit oder bei Wechseljahresbeschwerden eingesetzt und begleitet Frauen somit hilfreich von der Pubertät bis in die Wechseljahre.
In der ersten Zyklushälfte regt er den Eisprung an und erhöht die Empfängnisfähigkeit, in der zweiten Hälfte reguliert er die Gelbkörperhormone und beugt Menstruationsbeschwerden sowie Stimmungsschwankungen vor.
Frauenmantel ist gut für die Knochen
Frauenmantel hat eine knochenstärkende Wirkung und wird zur Osteoporose-Prophylaxe genutzt.
Aber auch, wenn man gestochen wird, sich irgendwo anstößt oder sich schneidet kann man das frische, zerquetschte Kraut auflegen.
Bei Rheuma hat der Frauenmantel eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung wie schulmedizinische Medikamente.
Im Studio: Astrid Fiebich, Heilpraktikerin