Heilpflanze mit ungeahnten Kräften

Löwenzahn verleiht Löwenkräfte

Nach dem Winter fühlen sich viele müde, vielleicht sogar etwas schwer. Der Löwenzahn kann helfen, die Müdigkeit zu vertreiben. Was sonst noch alles in ihm steckt, erfahren Sie hier!

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Stand

Von Autor/in Heidi Schnurr

Wer Löwenzahn isst, bekommt Löwenkräfte. Bestimmt hat der Löwenzahn auch daher seinen Namen – falsch! Er hat ihn von seinen gezackten Blättern, die an Löwenzähne erinnern sollen.

Der Löwenzahn hat allerdings nicht nur Freunde: Rasenliebhaber reißen ihn gern als Unkraut raus, dabei enthält Löwenzahn Taraxacin, was entgiftend und ausleitend wirkt.

Löwenzahn macht Müde wieder munter

Der Löwenzahn regt den Stoffwechsel an und verhilft zur Antriebssteigerung und eignet sich deswegen hervorragend für eine Frühjahrskur. Eine vierwöchige Kur soll sogar verjüngend auf das Bindegewebe wirken, sowie auf Niere und Leber! Deswegen wird der Löwenzahn auch gern als das «Ginseng Europas» bezeichnet.

Er bewirkt eine schonende und gleichzeitig stärkende Anregung der Nieren- und Blasentätigkeit.

Ein Tee aus Löwenzahn wirkt auch bei chronisch rheumatischen Erkrankungen wie Gicht und Arthrose.

Schon Maria Treben kannte den Löwenzahn als Heilpflanze

Der Löwenzahn ist schon eine alte Heilpflanze und wurde bereits in der Renaissance erwähnt. Damals wurde ein Schönheitswässerchen aus Löwenzahn hergestellt, das gegen Sommersprossen eingesetzt wurde.

Maria Treben – die Kräuterkundlerin – hat ebenfalls eine Löwenzahnkur empfohlen, bei der man jeden Tag 5-10 Stengel Löwenzahn roh kauen sollte. Das soll gegen eine chronische Leberentzündung, Abgeschlagenheit und Diabetes helfen.

Ihr Fitmacher-Smoothie mit Löwenzahn

Wer keine Löwenzahnstengel essen will, kann sich einen Morgen-Vitalsaft mit Löwenzahn mixen.

Rezept: Löwenzahn-Oxymel

Zutaten

  1. 1 Handvoll frische Löwenzahnblätter oder Blüten
  2. 1 Teil Honig
  3. 1 Teil naturtrüber Apfelessig

Zubereitung

1. Alles in ein Glas geben und leicht andrücken.

2. 1–2 Wochen ziehen lassen und dann abseihen.

Anwendung: Täglich 1 Teelöffel in Wasser auflösen und zu sich nehmen. Ist wie ein kleiner Frühlings-Impuls für den Stoffwechsel. Es reicht aber auch, wenn man das an den Tagen macht, an denen man sich richtig schlapp fühlt. Man kann das natürlich auch als Kur 14 Tage jeden Morgen machen – damit reinigt man die Leber.

Wann Sie den Löwenzahn ernten sollten

Beim Löwenzahn sollte man eher die zarten Blätter nehmen, die gerade jetzt im Frühjahr wachsen. Im Laufe des Jahres wird der Bitterstoff in den Blättern immer dominanter und sagt dann unserem verwöhnten Geschmack nicht mehr unbedingt zu.

Je größer und dicker die Blätter, umso bitterer der Geschmack. Also besser nach den zarten, grünen Pflanzen suchen.

Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist im Frühjahr vor der Blüte bis spätestens Juni.

Wo Sie den Löwenzahn suchen sollten

Löwenzahn als Heilpflanze
Adobe Stock

Den Löwenzahn sollten Sie auf einer möglichst unbelasteten Wiese oder sogar im eigenen Garten suchen.

Wer nicht selber sammeln möchte, kann natürlich auch in der Apotheke fertigen Löwenzahntee kaufen. Der Tee ist dann meist eine Mischung aus Wurzeln und Blättern, die vor allem für gicht- und rheumakranke Menschen empfehlenswert sind.

Tipp: Löwenzahntee möglichst nicht abends trinken, weil er harntreibend wirkt und dann dazu führen kann, dass man nachts mehr raus muss!

Löwenzahn wirkt cholesterinsenkend

Der Löwenzahn soll auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel helfen. Er regt nämlich die Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an, so dass die Gallenflüssigkeit schön dünnflüssig bleibt. Das verbessert den Fettstoffwechsel, hilft also beim Abbau z. B. einer Fettleber. Das kann man erreichen, indem man beispielsweise regelmäßig einen Tee aus Löwenzahnwurzeln trinkt.

Rezept Löwenzahntee

Wie man die Löwenzahnwurzel ernten kann

Gärtner stechen die Löwenzahnwurzel gern aus, damit der Löwenzahn nicht wieder im Rasen wächst. Wer die Wurzel trocknen will, sollte sie trocken säubern – also nicht waschen! Dann längs in Streifen schneiden und innerhalb weniger Tage an einem luftig-warmen Ort trocknen lassen.

Am besten noch vor der Blüte. In der Wurzel sind die meisten Bitterstoffe enthalten. Je bitterer, umso besser für den Entgiftungsprozess.

Wichtig: Man sollte keinen Löwenzahntee trinken, wenn man schon eine Gallenwegentzündung oder sogar Gallensteine hat.

Löwenzahnblüten: Essbare Deko

Löwenzahnblüten sind schön als Deko im Salat – wer´s mag -, aber auch im Tee: Die Blüten verleihen ihm eine schöne Farbe. Die Bitterstoffe, die wichtig sind, stecken im Stengel und der Wurzel!

Löwenzahn ist ein Warzenmittel

Im Stengel sitzt die Lösung gegen Warzen: Die weiße Flüssigkeit sollte man mehrmals täglich auf die Warze streichen – das soll gegen Warze helfen.

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Heidi Schnurr