Was ist "resistente Stärke"?
„Resistente“ Stärke ist eines der aktuellen Schlagworte, wenn es ums Abnehmen geht: Die retrogradierte Stärke entsteht beim Abkühlen erhitzter stärkehaltiger Lebensmittel aus etwa 10% der darin enthaltenen Stärke. Sie wird „resistent“ genannt, weil sie resistent gegen unsere Verdauung ist und unverändert den Dickdarm erreicht.
Das heißt, dass keine Kalorien freigesetzt werden, sondern die resistente Stärke erst im Dickdarm von Bakterien verstoffwechselt wird. Dabei entsteht unter anderem Butyrat, eine kurzkettige Fettsäure.
Resistente Stärke ist gut für unsere Gesundheit
Resistente Stärke ist gut für die Darmschleimhaut, steuert die Abwehrkräfte im Darm und nimmt positiven Einfluss auf den Stoffwechsel im ganzen Körper, auch in Leber und Gehirn. Genau diese Bakterienstämme sind erwünscht und gemeint, wenn es um eine gute Darmflora geht!
Auf unseren Energiehaushalt hat die resistente Stärke nur einen kleinen Effekt, der sich vor allem dann nicht auszahlt, wenn wir Kartoffeln und Pasta aufbraten und dafür mehr Fett zu uns nehmen. Einen sehr großen Effekt hat sie für unser Mikrobiom, das darunter leidet, meist zu wenige und zu wenig vielfältige Ballaststoffe zu bekommen.
Unser Tipp: Alltagstauglich ist es nicht, extra vorzukochen oder nur noch Bratkartoffeln aus vorher gekochten Kartoffeln zu genießen – es bringt auch nicht ausreichend Effekt. Aber es ist sinnvoll, mehrere Portionen Nudeln, Hirse oder Pasta auf einmal zu kochen und dann den Effekt der resistenten Stärke mitzunehmen und gleichzeitig energieeffizient zu kochen!
Und: ein Nudelgericht mit Gemüse ist sicher vorteilhafter als belegte Brote und ein Kartoffelsalat mit Hülsenfrüchten schlägt ernährungsphysiologisch ein Sandwich um Längen!
Rezept-Tipp
Rezept Sommerlicher Kartoffel-Bohnen-Salat
Dieser leckere Kartoffel-Bohnen-Salat ist Sommerküche pur. Er kommt leicht und frisch daher und ist der Hit auf jeder Grillparty.
Im Studio: Eveline Lazik, Fachzentrum Ernährung Rheinland-Pfalz