Shilajit ist eine braun-schwarze, harzartige Substanz, die sich über Jahrtausende aus zersetzten Pflanzen in hohen Gebirgen wie dem Himalaya gebildet hat. Dieses dunkle, klebrige Zeug wird auch Mumijo genannt und sickert aus den Felsspalten der Berge.
Es soll als Naturheilmittel auch in der modernen Medizin an Bedeutung gewinnen. In Online-Shops und auf selbsternannten Gesundheitsseiten im Internet werden Shilajit-Produkten gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.
Was in Shilajit drinsteckt - die Inhaltsstoffe
In Asien wird Shilajit seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin zur Stärkung von Geist und Körper eingesetzt. Das ist nachvollziehbar, weil es den Körper mit etlichen Nährstoffen versorgt.
Shilajit besteht aus rund hundert nachgewiesenen Substanzen, darunter Mineralstoffe und zu über 50 Prozent aus Fulvinsäuren. Das sind Säuren, die bei der Zersetzung von Pflanzenmaterial entstehen und deshalb auch im Humus stecken. Diese Säuren könnten entzündungshemmend wirken, könnten dem Darm gut tun. Möglicherweise.
Wie Shilajit wirkt - durch Studien kaum belegt
Es gibt wenig belegbare Wirkungen, wenn man sich moderne Studien anschaut. Zumindest eine recht aktuelle Studie zeigt, dass eine tägliche Shilajit-Einnahme den Knochenschwund bei Frauen in der Menopause verringert, wenn sie krankhaft davon betroffen sind. Allerdings gibt es dafür hier bei uns auch Medikamente.
Entzündungshemmende sekundäre Pflanzenstoffe, die unserem Darm guttun, gibt es auch schon - nämlich in Obst und Gemüse.
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Keine Wunder von Shilajit erwarten
Vorsicht bei allem, was als Wundermittel bezeichnet wird. Im besten Fall fühlen sich die Menschen, die auf Shilajit setzen, wirklich besser - und es ist vielleicht nicht nur der Placebo-Effekt.
- Aber im schlechtesten Fall geben sie viel Geld für ein Produkt aus, dass nicht ausreichend geprüft ist, und gesundheitsschädliche Schwermetalle enthält.
- Außerdem kann Shilajit Magen-Darm-Probleme verursachen. Es verstärkt oder vermindert wohl auch die Wirkung von Medikamenten. Deshalb Vorsicht, wenn blutverdünnende oder Diabetes-Medikamente genommen werden.
- Neue Studien zeigen, dass Shilajit den weiblichen Hormonhaushalt durcheinander bringen kann.
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Fazit: Besser möglichst naturbelassen essen
Es gibt keine Wundermittel in unserer Ernährung. Aber es gibt etliche gesundheitsfördernde Substanzen in unseren Nahrungsmitteln, von denen wir profitieren, wenn wir möglichst vielfältig und naturbelassen essen.