SWR1: Christina, wie groß ist der Druck?
Christina Grom: Noch spüre ich gar nicht so den Druck. Ich spüre im Moment eher eine große Vorfreude, weil ich merke, dass ich hauptsächlich diese Freude in mir habe. Vielleicht kommen der Druck und die Aufregung noch. Aber ich habe das Gefühl, dass die Leute dem Ganzen wohlgesonnen gegenüberstehen. Das freut mich und gibt mir einfach ein gutes Gefühl.
Kleine Problemchen für Protokollerin Christina Grom
SWR1: Die Generalprobe hast Du schon hinter Dir. Was lief schief?
Grom: Eigentlich lief alles ganz gut und rund. Mir ist nur einmal der Mikrofon-Bügel vom Ohr gerutscht. Aber […] es hatte wohl keine Auswirkung auf den Ton gehabt. Und wenn es in der Generalprobe passiert, ist das ja gut, weil ich mir sicher bin, das wird in der Livesendung nicht passieren.
Unterstützung von der Familie
SWR1: Du hast familiäre Unterstützung. Dein Bruder sitzt mit im Komitee und Dein Papa steht bei jedem Auftritt hinter der Bühne und hört zu. Wie wichtig ist Dir das?
Grom: Sehr wichtig. Mein Papa und ich sind ein eingespieltes, festes Team in jeder Lebenslage. Ich war damals bei seinen Auftritten schon immer dabei und habe nicht einen verpasst. Das Versprechen musste er mir geben, dass er auch bei meinen Auftritten dabei ist. Und er wird es sich jetzt auch nicht nehmen lassen, bei dem ersten Fernsehauftritt dabei zu sein. Er sitzt sogar im Saal.
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Christina Grom und die Beziehung zu ihrem Vater
SWR1: Für alle, die es nicht wissen, Dein Papa war jahrelang der Protokoller in der Fernsehfastnacht. Du trittst also in seine Fußstapfen. Und jetzt kommt er wahrscheinlich ständig mit einem ganz wichtigen Tipp um die Ecke, oder?
Grom: Nein, gar nicht. Da muss ich ihn wirklich loben. Mein Papa lässt mir total meinen Raum. Das ist auch wichtig, dass ich meine ganz eigene Art finde. Das Schönste, was man mir sagen kann, ist, "Man merkt, dass Du die Tochter Deines Papas bist".
Aber ich bin trotzdem eine ganz andere Person, einfach auch aufgrund der Tatsache, dass er ein Mann ist und ich eine Frau bin. Und da muss ich meinen eigenen Stil finden. Er lässt mich, aber er ist immer mein Ansprechpartner und der Erste, dem ich alles vorlese. Aber er stellt auch fest, dass wir trotzdem ein bisschen einen unterschiedlichen Stil haben.
Er sagt, ich hätte das jetzt ganz anders gesagt, aber es ist ja Deine Art. Das macht er sehr gut, mir meinen Raum zu lassen, aber trotzdem mir dieses Gefühl der Unterstützung und der Beratung zu geben.
Das Protokoll von Christina Grom ist immer aktuell
SWR1: Manche haben Dein Protokoll vielleicht schon in der SWR1 Streamung gesehen. Aber so ein Protokoll spiegelt auch die aktuelle, politische Lage wider und die ist ja sehr dynamisch. Hast Du für "Mainz bleibt Mainz" etwas geändert?
Grom: Tatsächlich kaum. Ich bin natürlich in Habachtstellung. Wenn heute noch irgendetwas Großes passieren würde, müsste ich natürlich – weil ich finde, es ist die Aufgabe des Protokollers –, darauf nochmal reagieren, um aktuell zu sein.
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Wir haben gemeinsam mit dem Gonsenheimer Carneval-Verein "GCV" ein paar eurer Lieblingshits in die Bütt gebracht.
Der besondere Moment für Protokollerin Christina Grom
SWR1: Für viele Fastnachter und Närrinnen ist es das Größte, bei "Mainz bleibt Mainz" aufzutreten. Hast Du es Dir jemals vorstellen können, dort in die Bütt zu steigen?
Grom: Nein. Gerade bei der Generalprobe, bevor ich raus bin, war mein Papa auch dabei. Ich habe zu ihm gesagt, damit hätte ich nie gerechnet. Er hat gesagt, "Doch, ich schon".
Vor ein paar Jahren hätte ich das nie gedacht. Wir haben als Familie komplett begeistert dem Papa zugeguckt. Das war auch für mich nicht absehbar, dass sich das alles so entwickelt und ich dieses Amt übernehmen darf. Das ist schon etwas ganz Besonderes. Da freue ich mich und klar bin ich auch stolz, dass ich das machen darf.