Anzeigen auf Social-Media-Plattformen, die mit Prominenten werben, locken Anleger. Oder die Betrüger kontaktieren potenzielle Anleger direkt per Email, auf Facebook, LinkedIn, Tiktok und Co. In beiden Fällen bauen sie durch intensive persönliche Kontakte Vertrauen auf. Wenn das Opfer auf den vermeintlichen Deal eingeht, wird es mit täuschend echt aussehenden Internetseiten hereingelegt. Sie ahmen sogar Charts nach, die den angeblichen Kurs der Coins live anzeigen. Als Investitionseinstieg empfehlen die Betrüger fast immer 250 € und zahlen auch häufiger einen angeblichen Erstgewinn aus. Damit schaffen sie Vertrauen und triggern die Gier der Opfer, die anschließend wesentlich höhere Summen anlegen wollen.
Die Schadenssummen
Die Schadenssummen durch Kryptowährungsbetrug sind enorm. Nach Schätzungen von Analysten lag der Betrag im vergangenen Jahr bei weltweit mehr als 8 Milliarden Euro. Manche Opfer verlieren ihr komplettes Erspartes.
Die Vorsichtsmaßnahmen
Wer in Kryptowährungen investieren und sich vor Betrug schützen möchte, sollten einiges beachten:
- Suchmaschinen nutzen, um nach seriösen Handelsplattformen zu fragen.
- So wenige sensible Daten preisgeben, wie möglich und nie den Fernzugriff auf Computer oder Smartphones erlauben.
- Keinen unrealistisch hohen Gewinnversprechen glauben.
- Bei empfohlenen Einstiegssummen von 250 €, sofort den Kontakt abbrechen.
Was tun, wenn es zu spät ist?
- Sehr schnell handeln, wenn ein Betrug vermutet wird. Dann kann das Geld eventuell noch gesichert werden.
- Sämtliche vorhandenen Daten sichern, wie die Wallet-Adresse (Kryptowährungskonto), den gesamten Schriftverkehr, Namen etc.
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
- Einen auf solche Art von Betrugsfällen spezialisierten Anwalt kontaktieren und eine Erstberatung durchführen. Der Anwalt prüft, ob der Aufwand seiner Dienste im Verhältnis zum Schaden steht. Erst Schadenssumme ab 15.000 € lohnen in der Regel diesen Aufwand.
- Gegebenenfalls einen Kryptoforensiker einschalten, der der Spur der Kryptocoins folgen und sie gegebenenfalls markieren und bei den Kryptobörsen sperren lassen kann.