Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Verpackungsmüll vermeiden beim Lebensmittel-Einkauf

Eine Stichprobe der Deutschen Umwelthilfe zeigt: In deutschen Supermärkten ist fast alles in Plastik verpackt. Tipps, wie Verbraucher beim Einkaufen Müll vermeiden können.

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Von Autor/in Sabine Stöhr

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat Stichproben in fast 50 Supermärkten gemacht - mit dem klaren Ergebnis: Wer beim Einkaufen Müll vermeiden will, muss in den Biomarkt. Dort gibt es am meisten unverpacktes Obst und Gemüse und Mehrwegflaschen, sogar für Öl und Essig. Deshalb gibt es die "grüne Karte" der DUH für Alnatura, Denns und Bio Company.

Umweltfreundliche Verpackung: Nachholbedarf bei Supermärkten und Discountern

Ganz anders die Discounter: Aldi, Lidl, Penny und Norma setzen fast ausschließlich auf Einweg - Obst und Gemüse sind fast immer in Plastik verpackt. Auch Kaufland und Netto schneiden schlecht ab. Für sie alle vergibt die Deutsche Umwelthilfe die "rote Karte". Dazwischen landen Rewe und Edeka - mit etwas mehr unverpacktem Gemüse, mehr Mehrwegmöglichkeiten.

Aber insgesamt ist noch deutlich Luft nach oben: Zwei Drittel des Obst- und Gemüsesortiments sind verpackt. Und die Mehrwegquote bei Getränken liegt deutlich unter den gesetzlich geforderten 70 Prozent. Das traurige Fazit: Seit Jahren verändert sich nichts.

Wie wir beim Einkaufen Plastikmüll vermeiden können

Umfragen zeigen: Viele Menschen wollen Plastikmüll vermeiden. Dafür ist aber auch Eigeninitiative gefragt.

  • Obst und Gemüse 

So sollte man sich etwa auf Märkte beschränken, die zum Beispiel bei Obst und Gemüse statt Plastikbeuteln Körbchen zur Verfügung stellen zum Verpacken.

Der Inhalt muss dann allerdings an der Kasse in private Stofftaschen umgefüllt werden. Diese wiederum müssen in der Einkaufs- oder Manteltasche oder im Auto im Handschuhfach parat liegen.

  • Frischetheke

Auch an der Frischetheke lässt sich Müll sparen: Seit Jahren ist es gesetzlich erlaubt, eigene saubere Boxen für Wurst oder Käse mitzubringen. Rewe, Edeka und andere machen mit.

Wer in seinem Supermarkt um die Ecke entsprechende Möglichkeiten vermisst, kann die Marktleitung darauf ansprechen und unerwünschte Einweg-Verpackungen gleich im Markt lassen, um ein Zeichen zu setzen. Auch das ist erlaubt.  

Warum Mehrweg laut DUH die Standard-Verpackung sein sollte

Mehrweg gilt als Schlüssel dazu, die Verpackungsflut einzudämmen - und das nicht nur bei Getränken. Deswegen fordert die Deutsche Umwelthilfe, dass Mehrweg künftig auch bei Öl, Essig und Wein Standard wird. Das klingt für Viele noch ungewohnt, wird in Bioläden aber zum Teil schon angeboten.

Einige Edeka- und Kaufland-Filialen bieten Mehrweg-Weinflaschen an. Diese könnten zum Beispiel noch besser beworben werden. Bei Joghurt und Frischmilch gibt es bislang kaum Angebote und entsprechend Nachholbedarf.

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Ziel des deutschen Verpackungsgesetzes sind verbindliche Quoten von bis zu 70 Prozent Mehrweg in Läden. Im Gegenzug soll Einweg teurer werden - damit es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt. 

Leider ist Mehrweg allerdings für viele Menschen noch zu umständlich: Denn wie auch in der Gastronomie fehlt ein flächendeckend einheitliches Angebot. Die DUH fordert von der Politik klare Vorgaben.

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