1. Die richtige Unterstützungsstufe wählen
Die gewählte Motorunterstützung hat großen Einfluss auf den Stromverbrauch. Im Eco-Modus arbeitet der Motor besonders sparsam und ermöglicht die größte Reichweite. Wer häufig im Turbo-Modus fährt, verbraucht mehr Energie und muss den Akku entsprechend früher wieder aufladen.
2. Gleichmäßig fahren und rechtzeitig schalten
Ein vorausschauender und gleichmäßiger Fahrstil spart Energie. Häufiges Beschleunigen und starkes Abbremsen erhöhen den Stromverbrauch – ähnlich wie beim Autofahren.
Besonders wichtig ist das rechtzeitige Schalten vor Steigungen. Wer einen Berg im zu schweren Gang hinauffährt, fordert den Motor deutlich stärker. Dadurch wird mehr Strom aus dem Akku benötigt und die Reichweite sinkt.
3. Gewicht und Lasten niedrig halten
Je höher das Gesamtgewicht von Fahrer, Gepäck und Fahrrad ist, desto mehr Energie wird benötigt. Zusätzliche Lasten können die Reichweite daher reduzieren.
4. Kette und Reifen regelmäßig prüfen
Eine saubere und gut geschmierte Kette sorgt für einen effizienten Antrieb und verhindert unnötige Energieverluste. Wichtig ist außerdem der richtige Reifendruck. Zu wenig Luft erhöht den Rollwiderstand und damit den Stromverbrauch.
5. Akku richtig pflegen
Ein sorgfältiger Umgang mit dem Akku verlängert dessen Lebensdauer und erhält die Leistungsfähigkeit.
Wichtige Tipps:
- Den Akku nicht vollständig entladen lassen (Tiefenentladung vermeiden)
- Bei längerer Standzeit sollte der Akku mit etwa 30 bis 60 Prozent seiner Ladekapazität kühl gelagert werden (bei ca. 10 bis 20 Grad) bzw. das E-Bike entsprechend abgestellt werden. Den Akku möglichst regelmäßig kontrollieren – idealerweise etwa einmal pro Monat – und gegebenenfalls nachladen. Hierbei die Herstellerangaben zum Ladestand beachten, da sich diese unterscheiden können.
- Ausschließlich das Original-Ladegerät verwenden
- Extreme Hitze und Kälte vermeiden
- Den Akku trocken lagern
Weitere Faktoren, die die Reichweite beeinflussen:
Wahl des Motors
Hochwertige Systeme reagieren fein abgestimmt auf die Tretbewegung und unterstützen bedarfsgerecht. Einfachere Motoren liefern oft sofort viel Unterstützung und verbrauchen dadurch mehr Strom.
Strecke und Untergrund
Gibt es viele Steigungen, ist der Stromverbrauch höher als auf flachen Strecken. Schotter-, Sand- oder Waldwege erzeugen einen höheren Rollwiderstand als asphaltierte Straßen, der Akku verbraucht hier daher mehr Energie.
Wetter und Temperaturen
Starker Gegenwind kann die Reichweite verringern, da der Motor mehr leisten muss. Auch Hitze und extreme Kälte können die Reichweite reduzieren.
Im Studio: Martin Wos, Geschäftsführer eines E-Mobilitäts-Fachgeschäfts
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