Nicht jeder hält, was er verspricht

Fahrradhelme – Tipps für den guten Kauf

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Für die einen ist Fahrradfahren ein Freizeitvergnügen, für die anderen der tägliche Weg zur Arbeit. Einen Helm dabei zu tragen ist auf jeden Fall sinnvoll, auch wenn es bei uns nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Schon ein Aufprall bei einer Geschwindigkeit von nur zehn Kilometern pro Stunde kann schwere Kopfverletzungen verursachen. Auch für die Kreuznacher Fachverkäuferin Verena Stein gehört zu jedem Fahrrad ein guter Helm. Viele ihrer Kunden sehen das inzwischen ähnlich, vor allem die Käufer von E-Bikes legen Wert auf einen guten Helm.

Stiftung Warentest hat insgesamt 14 Fahrradhelme unter die Lupe genommen. Die Preise reichten von rund fünfzehn bis knapp 150 Euro. Wichtigstes Kriterium war die Unfallsicherheit der Helme. Aber auch Handhabungs- und Komfortaspekte sowie die Schadstoffbelastung wurden untersucht. In Sachen Schadstoffe war keiner der Helme auffällig.

Prüfung des Unfallschutzes

Um den Unfallschutz zu testen, haben die Ingenieure eine Stoßdämpfungsprüfung mit einem Computerkopfmodell durchgeführt. Aus einer Höhe von mehreren Metern haben sie die Helme an verschiedenen Punkten auf einen Metallsockel aufschlagen lassen. Mit gut zwanzig Kilometer pro Stunde mal auf einen flachen Sockel, mal auf eine abgeschrägte Fläche.

Drei der Modelle waren spezielle S-Pedelec-Helme. Solche Speed-E-Bikes können bis zu 45 Kilometer pro Stunde fahren und eigentlich sollten dafür konzipierte Helme robuster sein als herkömmliche Fahrradhelme. Doch insgesamt schützen sie nur befriedigend und damit etwas weniger als die guten Fahrradhelme in dem Test. 

Die Testsieger

Am besten abgeschnitten hat der Helm von Uvex für rund 130 Euro. Auch gut und mit neunzig Euro günstiger: Der „Torino“ von Limar.

Bei einem Belastungstest ist der Helm von Casco besonders aufgefallen. Das Gurtschloss ist gebrochen, der Kinnriemen gerissen.

Gefährlich kann es auch werden, wenn der Helm nicht gut erkennbar ist. Eine auffällige Grundfarbe kann helfen, die Sichtbarkeit zu erhöhen. Reflektoren oder ein kleines Rücklicht tragen zu einem Mehr an Sicherheit bei.

Besonders günstige oder ältere Helme können Schwachstellen haben. Zum Beispiel ein hohes Gewicht, keine ausreichende Luftzufuhr oder eine nur geringe Polsterung im Innern des Helms.

Worauf es beim Helm hauptsächlich ankommt

Für Verena Stein kommt es bei einem guten Fahrradhelm vor allem auf eines an: Der Helm muss zum Kopf passen. Idealerweise reicht er im Nacken etwas weiter nach unten und lässt sich mit einer verstellbaren Spange optimal fixieren, so dass der Helm richtig festsitzt. Auch sollte man mit einem Helm sorgsam umgehen und ihn möglichst nicht fallen lassen. Nach einem Sturz sollte er unbedingt ausgetauscht werden.

Auch wenn er keine offensichtlichen Schäden hat, kann dennoch durch feine Risse seine Schutzfunktion eingeschränkt sein. Wichtig ist, vor dem Kauf einen Helm anzuprobieren. Denn nicht jeder Helm passt zu jeder Kopfform.

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SWR