1. Hinterfragen: Kann das sein?
Wie wahrscheinlich ist es, dass die Nachricht stimmt? Je unglaublicher eine Nachricht klingt, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht wahr ist. Daher immer Meldungen auf Plausibilität überprüfen.
Dabei auch auf den Schreibstil und die "Verkaufe" der Meldung achten: Fake-News sind häufig emotional und zugespitzt geschrieben. Der Einstieg ist oft reißerisch und übertrieben, um Aufmerksamkeit zu generieren. Oder es werden ganz viele Fragen gestellt, ohne direkt Antworten zu geben. Man wird zum Weiterlesen aufgefordert. Und häufig werden auch eine große Zahl von Ausrufezeichen oder ganze Wörter in Großbuchstaben verwendet. Das sind Meldungen, bei denen man zumindest mal skeptisch werden sollte.
2. Quelle und Datum prüfen
Immer hinterfragen: Aus welcher Quelle kommt die Nachricht? Kenne ich diese und ist sie seriös? Gibt es weitere Quellen, welche die Nachricht unabhängig belegen? Fehlt die Quellenangabe oder die Angabe eines Autors, sind auch das Warnsignale.
Außerdem sollte man das Datum der Meldung prüfen, insbesondere bei mehreren Quellen. Oft wird eine alte Meldung als neu verkauft.
3. Text-Rückwärtssuche nutzen
Bei fragwürdigen Texten einfach mal einen Teil des Textes in eine Suchmaschine eingeben. Dann findet man eventuell Stellen, wo der gleiche Text früher schon einmal verwendet wurde. Wenn das dann vielleicht ein ganz anderer Zusammenhang war, dann ist das kein gutes Zeichen.
Umgekehrt: Wenn der gleiche Zusammenhang in anderem Wortlaut in einer anderen Quelle auftaucht, könnte das ein Zeichen sein, dass die Meldung echt ist. Dabei darauf achten, ob in der anderen Quellen die gleichen Zahlen, Daten und Fakten vorkommen. Das könnte dann schon ein starkes Indiz für den Wahrheitsgehalt sein.
4. Faktenchecker nutzen
Es gibt auch Profis, die einem die Arbeit abnehmen. Auf Seiten wie correctiv.org, mimikama.org oder bei den Faktencheckern der Tagesschau findet man Recherchen, die bereits durchgeführt wurden. Vielleicht wurde ja von der Meldung, deren Wahrheitsgehalt man überprüfen möchte, bereits ein Faktencheck durchgeführt.
5. Fotos und Videos prüfen
Häufig werden Fake News auch durch KI-generierte Bilder und Videos ergänzt. Auch hier prüfen: Wie plausibel ist das? Kann das überhaupt sein?
Und auf Details achten: KI legt häufig nicht so genauen Wert auf Details und Hintergründe. Hat eine Person nur 4 Finger, drei Beine oder taucht im Hintergrund mehrmals dieselbe Person auf, ist das ein ziemlich eindeutiges Zeichen dafür, dass das Foto oder Video nicht echt sein kann.
Auch hier kann man eine Bilder-Rückwärtssuche auf Suchmaschinen nutzen. Dann bekommt man andere Stellen angezeigt, bei denen das gleiche Foto schon einmal verwendet wurde. Wurde das Foto in verschiedenen Zusammenhängen genutzt, die nichts miteinander zu tun haben, spricht auch dies dafür, dass das Bild nicht echt ist.
Tipp: Beiträge oder Posts nicht ungeprüft teilen oder weiterleiten
Angesichts der großen Zahl an Fake News ist es wichtig, nicht jeden Artikel oder Post ungeprüft weiterzuleiten oder zu teilen. So kann jeder ein bisschen dazu beitragen, die Flut an Falschmeldungen zu verringern.
Linktipps
- Dossier zu Fake News (Landeszentrale für politische Bildung BW)
- Deepfake-Quiz: Erkennen Sie alle KI-Bilder? (WDR)
Im Studio: Andreas Reinhardt, SWR Multimediaredakteur
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