Kürbiswissen kompakt

Essbar oder Zierde? Wie Sie Kürbisse sicher unterscheiden

Kann man den Kürbis essen oder ist er nur Deko? Wir erklären, worauf Sie achten müssen. Plus: Spannende Fakten zu Sorten, Verwendung und Kürbiskernöl.

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Von Autor/in Martin Thiel

Kürbisse sind der Inbegriff des Herbstes - ob als Suppe, Deko oder in Form von Kürbiskernöl. Doch wie erkennt man, ob ein Kürbis essbar ist oder nur zur Zierde dient? Und was macht den Kürbis so vielseitig? Wir klären die wichtigsten Fragen und geben praktische Tipps.

Kürbisse in bunten Farben und skurrilen Formen

Die wichtigste Faustregel lautet: Je auffälliger die Farben und Formen eines Kürbisses, desto wahrscheinlicher handelt es sich um einen Zierkürbis. Diese sind oft kleiner, haben bizarre Zacken oder ungewöhnliche Muster. Beispiele dafür sind der "Autumn Wing" oder der "Bicolor Spoon", die durch ihre grün-gelbe Färbung und ungewöhnliche Form auffallen.

Doch Vorsicht: Nicht alle auffälligen Kürbisse sind automatisch ungenießbar. Der "Gorgonzola-Kürbis" etwa ist essbar, obwohl er grün-gelb gesprenkelt ist. Ein sicherer Test ist der Geschmack: Schmeckt ein kleines Stück Fruchtfleisch bitter, sollten Sie den Kürbis nicht essen. Bitterstoffe können zu Bauchschmerzen, Übelkeit oder sogar Lebensmittelvergiftungen führen.

Im Supermarkt sind essbare Kürbisse meist klar gekennzeichnet. Bei Unsicherheiten hilft ein kurzer Check mit dem Fachpersonal.

Ein aufgeschnittener Kürbis liegt auf einer Holzplatte, daneben eine Rosskastanie.
Der Kürbis ist der Inbegriff des Herbstes.

Hunderte Kürbissorten warten darauf, entdeckt zu werden

Weltweit existieren über 800 Kürbissorten, doch nur wenige davon landen in unseren Supermärkten. Die bekanntesten essbaren Sorten sind der orange Hokkaido und der beige Butternut. Daneben gibt es den UFO-förmigen Patisson sowie die Sorten "Sweet Dumpling" und "Festival".

In den Regalen dominieren jedoch Hokkaido und Butternut. Beide sind vielseitig einsetzbar und einfach zu verarbeiten, was sie zu Favoriten in der Küche macht.

Kürbis komplett verwerten: So geht's

Bei vielen Speisekürbissen kann fast alles verwendet werden. Die Schale des Hokkaido-Kürbisses etwa ist so dünn, dass sie problemlos mitgekocht und gegessen werden kann. Nur das faserige Innere wird meist entfernt.

Auch die Kürbiskerne lassen sich verwerten: Mit etwas Salz geröstet, werden sie zum knusprigen Snack. So bleibt vom Kürbis fast nichts übrig - außer des Stiels.

Die kulinarischen Möglichkeiten und die Ideen für Rezepte sind nahezu unbegrenzt: Von der klassischen Kürbissuppe über Marmelade, Lasagne, Kuchen bis hin zu Risotto und Gnocchi - der Kürbis ist ein echter Allrounder.

Kürbiskernöl selbst herstellen: Lohnt sich der Aufwand?

Kürbiskernöl, vor allem bekannt aus der Steiermark, ist eine beliebte Spezialität. Wer es selbst herstellen möchte, braucht jedoch Geduld, Zeit und die richtigen Utensilien.

Die Kerne werden zunächst geröstet und dann im Mixer zu einer Paste verarbeitet. Diese wird mit Sonnenblumenöl vermengt und in einem Passiertuch ausgepresst. Das gewonnene Öl wird in sterilisierte Flaschen abgefüllt und kühl gelagert.

Doch Vorsicht: Der Prozess ist aufwendig und lohnt sich nur, wenn Sie wirklich Freude am Selbermachen haben. Für die meisten ist der Griff zur fertigen Flasche im Handel die einfachere Wahl.

Der Kürbis-Boom: Warum er so beliebt ist

Der Kürbis erlebt in den vergangenen Jahren einen regelrechten Hype. Mit dem Siegeszug von Halloween hat er nicht nur als Deko-Objekt, sondern auch als vielseitige Zutat in der Küche an Beliebtheit gewonnen. Immer neue Rezepte und kreative Ideen machen ihn zum Herbstliebling - vom Supermarkt bis zum Suppentopf.

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