Müll sammeln und entsorgen: Diese Regeln gelten

Wer Müll sammeln und entsorgen will, aufgepasst: Diese Regeln gelten auch für den größten Dreck.

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Von Autor/in Ingo Lege, Jenny Henke (SWR Rechtsredaktion)

Wann ist Müll Müll?

Damit eine Sache als Müll gilt, muss sie "herrenlos" sein. Bedeutet: Es ist klar erkennbar, das eine Person das Eigentum an der Sache aufgegeben hat. Das ist dann der Fall, wenn die Person nicht mehr auf den Müll zugreifen will, z.B. die alte Zeitung im Park. Erst dann darf ich diesen Müll sammeln. Andernfalls könnte es als Diebstahl ausgelegt werden, wie z.B. bei Sperrmüll.

Müll sammeln: Bitte! Aber nicht überall!

Grundsätzlich gilt: An öffentlichen Orten ist Müll sammeln erlaubt. Schluss ist auf fremden Grundstücken. Wer darauf ohne Erlaubnis sammelt, kann wegen Hausfriedensbruchs belangt werden. Zum Betreten und Sammeln braucht es unbedingt die Erlaubnis des Besitzers! Im Zweifel also einfach fragen oder den Müll liegenlassen.

Freiwillige sammeln im Rahmen des "World Cleanup Days" in Stuttgart Müll.
Freiwillige sammeln im Rahmen des "World Cleanup Days" in Stuttgart Müll.

Müll entsorgen: Was kostet das?

Wer seinen Müll illegal entsorgt, begeht in den meisten Fällen eine Ordnungswidrigkeit. Hier wird ein Bußgeld fällig. Die richtet sich nach Art des Mülls und dem Aufwand der Entsorgung. Von Region zu Region kann die Strafe unterschiedlich hoch ausfallen.

75 Euro Bußgeld + 25 Euro Verwaltungsaufwand + 3,50 Euro Porto = 103,50 Euro. Das kostet eine weggeworfene Zigarettenkippe in Villingen-Schwenningen.

In Baden-Württemberg liegt ein Pizzakarton etwa bei 10 bis 25 Euro. Die Zigarettenkippe startet bei 50 Euro, und sechs weggeworfene Reifen können bis zu 2.500 Euro kosten. Ist Sondermüll im Spiel, der z.B. Gewässer oder Böden verunreinigt, können auch Gefängnisstrafen verhängt werden.

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Ingo Lege
Ingo Lege aus dem SWR1 Team moderiert zusammen mit Lena Sterr die Sendung SWR1 Guten Morgen Baden-Württemberg
Jenny Henke (SWR Rechtsredaktion)