Notfallpass: Wichtige Infos auf einen Blick
Eine der wichtigsten Funktionen ist der Notfallpass – beim iPhone direkt in der Health-App, bei Android unter "Notfallinformationen" oder "Sicherheit".
Hier können Sie wichtige Daten hinterlegen:
- Allergien
- Medikamente
- Vorerkrankungen
- Blutgruppe
- Notfallkontakte
Der große Vorteil: Diese Informationen sind auch vom Sperrbildschirm aus abrufbar – also selbst dann, wenn Ihr Handy gesperrt ist. Damit diese Informationen abrufbar sind, aktivieren Sie unbedingt die Einstellung, dass diese Daten im Sperrzustand angezeigt werden.
Notfallkontakte: Schnelle Hilfe für Angehörige
Zusätzlich können Sie Notfallkontakte festlegen. Diese haben zwei Vorteile:
- Rettungskräfte können Angehörige schneller informieren
- Ihr Smartphone kann im Notfall automatisch eine Nachricht senden – inklusive Standort
Das ist besonders hilfreich, wenn Sie allein unterwegs sind und selbst nicht mehr reagieren können. Die Einstellungen für Notfallkontakte können Sie bei den meisten Geräten ebenfalls im Notfallpass oder dessen Einstellungen vornehmen.
Die nora-App: Notruf auch ohne Sprechen
Mit der offiziellen Notruf-App nora Notruf-App können Sie Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst direkt über Ihr Smartphone erreichen.
Das Besondere:
- Notruf funktioniert auch ohne zu sprechen
- Die App führt Sie Schritt für Schritt durch die Anfrage
- Ihr Standort wird automatisch übermittelt
Eine Nutzung dieser App ist besonders sinnvoll für:
- Menschen mit Hör- oder Sprachbeeinträchtigung
- Situationen, in denen man nicht sprechen kann (z. B. Gefahrensituationen)
Mehr zur nora-App: www.nora-notruf.de
Unterwegs sicher: Die EchoSOS-App
Eine Ergänzung für unterwegs kann die App EchoSOS sein.
Diese App bietet:
- Notrufnummern aus über 130 Ländern
- Standortübermittlung
- Ebenfalls einen digitalen Notfallpass
Das kann besonders praktisch beim Wandern, Reisen oder Skifahren sein. Wichtig: In Deutschland bleibt die 112 die zentrale Notrufnummer – Apps sind eine Ergänzung, kein Ersatz.
Mehr zur EchoSOS-App: www.echosos.com
Standort & Technik: So finden Rettungskräfte Sie schneller
Moderne Smartphones können bei einem Notruf den Standort übermitteln – oft genauer als früher. Das funktioniert über GPS, WLAN-Netze und Mobilfunkdaten.
Je nach Gerät und Einstellung werden diese Daten automatisch an die Leitstelle weitergegeben. Dadurch kann Hilfe schneller bei Ihnen sein – auch wenn Sie nicht genau sagen können, wo Sie sind.
Datenschutz: So viel sollten Sie preisgeben
So hilfreich die Funktionen sind – sie geben auch persönliche Informationen preis. Deshalb gilt als Faustregel: Tragen Sie nur wirklich relevante medizinische Daten ein, hinterlegen Sie keine unnötigen Details und prüfen Sie die Angaben regelmäßig und aktualisieren Sie sie gegebenenfalls. Denn: Was im Notfall sichtbar ist, kann auch von anderen gesehen werden.
5 Minuten, die entscheidend sein können
Die wichtigsten Notfallfunktionen sind auf den meisten Smartphones bereits vorhanden, sie müssen nur aktiviert werden. Unser Tipp ist deshalb: Nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit und richten Sie die entsprechenden Dinge am eigenen Smartphone ein:
- Notfallpass
- Notfallkontakte
- ggf. eine Notruf-App
So wird Ihr Smartphone im Ernstfall zu einem echten Helfer.
Im Studio: Marco Zaremba, SWR-Multimedia-Redakteur