Gold hat eine lange Tradition: Schon in der frühen Antike war es begehrt, stand für Wohlstand und Einfluss. Darüber hinaus wurde Gold als Zahlungsmittel genutzt und zur Anfertigung von Schmuck verarbeitet. Wer Gold besaß, galt als wohlhabend und abgesichert. Diese Vorstellung vom besonderen Wert des Goldes besteht bis heute. Es wird als stabile Anlage in Krisenzeiten und als sichere Alternative zu Währungen angesehen. Ein Grund dafür ist seine Seltenheit, denn Gold kommt auf der Erde nur in begrenzter Menge vor. Allerdings führt Knappheit allein nicht zwangsläufig zu einer Wertsteigerung.
Lohnt sich also eine Geldanlage in Gold?
Aus Sicht von Nadine Graf vom Verbraucherportal Finanztip nur in Maßen. Der Anteil sollte maximal zehn Prozent der Geldanlage betragen. Wer physisch in Gold investieren wolle, könne Anlagemünzen wie Krügerrand oder Goldbarren kaufen, je nach Budget. Wichtig sei: Je kleiner die Stückelung, desto höher die Kosten. Ein Vorteil sei jedoch, dass sich kleinere Stücke schneller wieder verkaufen ließen. Lagern sollte man die am besten in einem festverbauten Tresor zu Hause oder einem Bankschließfach, das koste jährlich um die 100 Euro. In beiden Fällen solle man schauen, ob die Hausratversicherung einen Verlust auch abdecke.
Wenn jemand vor Ort Gold kaufen wolle, dann am besten bei überregionalen großen Händlern, die meist in jeder großen Stadt eine Filiale haben, beispielsweise Degussa oder Proaurum. Beim Onlinekauf sei wichtig, auf einen seriösen Händler zu achten. Dafür gäbe es eine Art Whitelist vom Berufsverband des Deutschen Münzfachhandels. Preisvergleiche online seien über die Portale gold.de oder gold-preisvergleich.de zu empfehlen. Grundsätzlich sei ratsam, genormte Produkte zu kaufen, also zum Beispiel bekannten Anlagemünzen. Der Feingoldgehalt sollte bei 999 Tausendstel liegen, dem höchsten Feingoldgehalt, den man bekommen kann.
Generell könne man auch über Wertpapiere in Gold investieren. Sinnvoll könne hier ein Gold-ETCs mit Lieferanspruch sein. Die hätten den Vorteil, dass sie steuerlich wie Gold behandelt werden. So könne man zum Beispiel auch in Goldminenaktien oder ETFs auf Goldfirmen investieren. Da sei aber immer ein unternehmerisches Risiko vom Basisinvestment drin. Im Gegensatz zum physischen Gold hätte das den Vorteil, einen Sparplan auf Gold abschließen zu können. Den könne man ganz einfach in kleinen Scheibchen verkaufen.
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