Nahrung und Unterschlupf

Diese Sträucher unterstützen unsere heimischen Tiere

Im Herbst nicht zu gründlich aufräumen: Laub, Stauden und Beeren bieten Insekten, Vögeln und Igeln Nahrung und Unterschlupf für den Winter. Diese Sträucher unterstützen die Tiere.

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Stand

Von Autor/in Gabriele Strobel

Die Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist ein sehr robustes heimisches Wildgehölz, das dem aufmerksamen Naturbeobachter durch seine äußerst frühe Blüte schon Ende Februar in der Form von gelben Trugdolden von etwa 1 cm Durchmesser auffällt.

Für ein optimales Gedeihen sind genügend Standraum und ein kalkhaltiger Boden erforderlich. Im September reifen die glänzend roten und 1 bis 2 cm langen ovalen Steinfrüchte. Mit zunehmender Reife werden die Frucht dunkelrot. Das herb-säuerliche Fruchtfleisch löst schlecht vom Stein. Die Früchte können als Vitamin- C- reiches Frischobst verzehrt werden. Sie sind weiterhin zum Tiefgefrieren, zum Trocknen sowie für die Verarbeitung zu Saft, Wein oder Marmelade geeignet.

Kornelkirsche

In Österreich, Tschechien, Russland und der Türkei sind großfruchtige Sorten auch mit gelber Fruchtfarbe ausgelesen und geprüft worden. Bei den heimischen Tieren ist die Kornelkirsche besonders wegen ihrer frühen Blüte beliebt. Bereits im Februar, März und April bietet sie mit ihren Blüten den ersten Nektar für Bienen, Wildbienen und Hummeln. Die Beeren werden im Herbst gerne von den Vögeln verzehrt.

Der Weißdorn

Der Weißdorn ist ein robustes, heimisches Gehölz mit vielen Vorteilen. Er wird zwischen 3 und 5 Meter hoch, anspruchslos, verträgt problemlos Rückschnitte und ist besonders wind- und frostfest. Im Mai und Juni bilden sich stark duftende weiße Blüten, das Herbstlaub hat eine schöne rote Färbung.

Biene sitzt auf Weißdornblüte

Als Hecke gepflanzt behindert er mit seinen Dornen auch mal den Zutritt für Nachbars Katze. Viele andere Tiere lieben den Weißdorn, er bietet ihnen Nahrung und Lebensraum. Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge ernähren sich vom Nektar in den Blüten. Amsel, Rotkehlchen und andere Vögel und Säugetiere fressen gerne die Beeren. Einige Schmetterlingsarten nutzen die Blätter als Raupenfutter. Weißdornhecken sind zusätzlich auch ein idealer Ort für Vogelnester, durch die Dornen vor Katzen geschützt.

Die Apfelbeere (Aronia)

Die Apfelbeere ist einer der widerstandsfähigsten Sträucher. Sie wächst buschartig, wird bis 2 m hoch und gedeiht sowohl auf nährstoffarmen, steinigen Böden, als auch auf grundwassernahen Standorten.

Aroniastrauch im Herbst

Die Apfelbeere hat einen hohen Lichtanspruch und benötigt daher mindestens einen Pflanzabstand von 2 Metern zwischen zwei Büschen. Die Blätter weisen eine sehr attraktive rote Herbstfärbung auf. Die Blüte ist dem Weißdom ähnlich. Aufgrund des späten Blühtermins Ende Mai besteht keine Spätfrostgefährdung. Die Frucht ist erbsengroß und von violettschwarzer Farbe. Sie ist zum Frischverzehr nicht geeignet. Die Inhaltsstoffe sind durch den dunkelroten, sehr stark färbenden Saft sowie durch geringe Säure und einen hohen Zuckergehalt gekennzeichnet.

Die Früchte können zu Marmelade, Fruchtsoßen und Likör verarbeitet werden. Der Presssaft ist als biologischer Färbesaft geeignet. Besonders Amseln und Stare lieben die dunkelroten Beeren, aber auch andere Vögel mögen sie. Ihre Blüten ziehen viele Bienen und Hummeln an.

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Autor/in
Gabriele Strobel