Wer einen eigenen Johannisbeerstrauch vermehren will, möchte auch sicher sein, dass der neue Strauch dieselben Eigenschaften hat, wie die Mutterpflanze. Dafür eignet sich die Vermehrung durch Steckhölzer, eine sogenannte „vegetative“ Vermehrung im Gegensatz zu einer durch Samen, die genetisch variieren können.
Wie und wann schneiden
Steckhölzer werden aus einjährigen gesunden und kräftigen Trieben geschnitten. Als Zeitpunkt geeignet sind frostfreie Wintertage – im Januar oder Februar.
Jedes einzelne Steckholz ist etwa 10 – 20 cm lang und es soll oben wie unten eine Knospe oder ein Auge haben, geschnitten wird jeweils etwa 1 cm drunter oder drüber. Zwei Blattknotenpunkte pro Steckholz sind das Minimum.
Steckhölzer werden am oberen Ende leicht schräg angeschnitten, damit kein Wasser auf der Schnittstelle stehen bleibt.
So wachsen die Steckhölzer an
Die Steckhölzer können in ein Gefäß mit Wasser eingestellt werden und dort wurzeln, sollten dann aber schnell getopft werden, damit die Wurzeln nicht abbrechen.
Sie können aber auch direkt in Töpfe mit humusreicher Erde gesteckt werden, so tief, dass sie nur etwa 2 cm herausschauen.
Nach dem Anwachsen werden sie im Frühjahr im Garten ausgepflanzt.
Im Studio: Werner Ollig, Agraringenieur
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