Leben miteinander, statt nebeneinander

Wohnen im Alter: Umzug in ein Mehrgenerationenhaus

Mit Ende 50 oder Anfang 60 sollte man sich langsam Gedanken darüber machen, wie und wo man im Alter leben möchte. Jochen Karmann plant dafür den Umzug in ein Mehrgenerationenhaus.

Teilen

Stand

Jochen Karmann aus Schwabenheim in Rheinhessen ist Mitte 60 und möchte zusammen mit seiner Frau die eigene Immobilie verkaufen und dann in ein Mehrgenerationenhaus umziehen.

SWR1: Wie konkret sind Ihre Umzugspläne?

Jochen Karmann: Diese Pläne sind insofern konkret, als der Eigentümer des Grundstücks und der Bauunternehmer wohl innerhalb des nächsten halben Jahres in die Vermarktung dieser Wohnungen eintreten wird.

Wohnen im Alter: So funktioniert das Zusammenleben in einem Mehrgenerationenhaus

SWR1: Dann leben dort mehrere Generationen zusammen unter einem Dach?

Karmann: So ist es gedacht. Die Einschränkung für dieses Haus wird wohl sein, dass die Vermarktung zuallererst für Menschen über 65 Jahren stattfinden soll. Wenn nicht genug Kaufinteresse besteht, dürfen nach einer gewissen Frist auch andere Leute rein.

Dieses Baugebiet selbst besteht aus diesem Wohnblock und noch mehreren Einfamilienhäusern, wo dann junge Familien einziehen. Und dann soll es einen Platz der Generationen dort geben.

Anstoß für den Umzug

SWR1: Jetzt sind Sie persönlich weit davon entfernt, pflegebedürftig zu sein. Wie kommt man auf so eine Idee?

Karmann: Das ist eine familiäre Erfahrung. Mein Schwiegervater hat vor sieben Jahren einen Schlaganfall gehabt und ist körperlich nicht mehr im besten Zustand. Dann haben die Schwiegereltern ihr Einfamilienhäuschen verkauft und sind in eine Wohnung mit Fahrstuhl gezogen. Sie sind jetzt Mitte 80 und werden langsam pflegebedürftig.

Da haben meine Frau und ich gedacht, wenn wir auch mal älter werden – und wer weiß, was passiert –, dann ist das Haus, was wir jetzt haben, einfach zu groß für uns.

Kontaktmöglichkeiten nach dem Umzug in ein Mehrgenerationenhaus

SWR1: Wenn man mit vielen anderen in einem Haus wohnt, wie muss man sich das vorstellen? Hat jeder seine eigene Wohnung?

Karmann: Es ist angedacht, dass es erstmal im Außenbereich diesen Platz der Generation gibt. Es soll aber wohl auch im Inneren dieses Hauses ein Raum für Begegnungen geben. Also, es soll eher ein Miteinander werden als ein nebeneinander leben.

SWR1: Das ist nicht immer so einfach, wenn fünf Menschen zusammenkommen und zwei verstehen sich nicht. Das kann auch schwierig werden …

Karmann: Natürlich, das kennt man ja aus der täglichen Erfahrung. Sicher kann das auch passieren, da muss einem nicht jeder sympathisch sein. Aber wir sind hier in Rheinhessen sehr kontaktfreudige Menschen. Deswegen denke ich, es wird Berührungspunkte geben und Menschen, mit denen man sich auch versteht.

Ein neues Zuhause für alle Altersklassen – Sonja Faber-Schrecklein unterwegs im Lautertal

Am Sternberg im großen Lautertal in Gomadingen im Landkreis Reutlingen wandeln sich Gebäude eines ehemaligen Feriendorfs zu einem neuen Zuhause für Menschen aller Altersklassen. An einer nachhaltigen Zukunft wird da gebaut. Wie organisiert diese Gemeinschaft ihr Leben – miteinander und jeweils für sich?

Landesschau Baden-Württemberg SWR BW

Endspurt für Spargelfreunde So lief die Saison für Spargelbauer Sven Schmitt

Ende Juni endet offiziell die Spargelsaison. Bevor alle wieder davon überrascht werden, reden wir darüber mit Sven Schmitt, der Spargel anbaut.

SWR1 Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz

SWR1 Blaulichtwoche Dinge, die ihr über Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW nicht wusstet

Es gibt sicher Dinge bei Polizei, THW, Feuerwehr und Rettungsdienst, die ihr nicht wusstet, von denen ihr keine Ahnung hattet. Unsere Kollegin Sandra Karch hat sich informiert.

Saulheim

Weinbau in der Krise Winzer Henning Harth: Wir werden Rheinhessen nicht wiedererkennen!

Die Krise im rheinland-pfälzischen Weinbau wird die Kulturlandschaft Rheinhessen nachhaltig verändern, sagt Winzer Henning Harth aus Saulheim.

Guten Morgen Rheinland-Pfalz SWR1 Rheinland-Pfalz