Die nächste Hitzewelle steht bevor. Da kann ein Eis am Stiel für eine kleine Abkühlung sorgen. Magnum bleibt dabei das teuerste Stieleis - gemessen an der Arbeitszeit. 2026 kostet der Eisklassiker sechs Minuten und 35 Sekunden Nettolohn, das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
- Bahn will bei Extrem-Hitze verlässlicher werden
- Mais bildet keine Kolben - Landwirte in der Region Heilbronn in Sorge
- Waldbrände in Frankreich und Spanien: Rechte für betroffene Urlauber
- Schuleschwänzen vor den Ferien kann teuer werden
- Hitzewelle-Höhepunkt am Donnerstag: Wetterexperte hält 40 Grad für möglich
Hitzewelle: So lange müssen die Deutschen für ein Eis arbeiten
Wasserknappheit am Heuberg
Am Heuberg rund um Meßstetten (Zollernalbkreis) ist das Trinkwasser knapp. Ein Aufruf des örtlichen Wasserversorgers, bitte Wasser zu sparen, hat zu wenig genützt. Nun gelten Verbote etwa für Vereine. Sportanlagen, aber auch öffentliche Grünflächen dürfen nicht mehr mit Trinkwasser gewässert werden. Wie es dazu kam und wie sich die 28 betroffenen Gemeinden für die Zukunft rüsten wollen, lest ihr hier.
Arzt warnt vor Hitzewelle: So schützt man sich vor Hitzschlag und Sonnenstich
Die Temperaturen steigen wieder auf über 30 Grad Celcius. Diese Hitze kann auch Auswirkungen auf unseren Körper haben. Der Ulmer Notfallmediziner Professor Claus-Martin Muth erklärt, wie wir uns schützen können. Bei einem Hitzschlag steigt die Körpertemperatur auf über 42 Grad an. Leber, Nieren und das Gehirn erleiden im weiteren Verlauf Schäden, was zu einem Multiorganversagen führen kann. Anzeichen für einen drohenden Hitzschlag bei Patienten können Verwirrtheit, Desorientierung und Kraftlosigkeit sein. Bei einem Sonnenstich ist nur der Kopf betroffen. Personen, die an einem Sonnenstich leiden, haben einen hochroten Kopf und klagen über sehr starke Kopfschmerzen. Auch Hausmittel wie kalte Wadenwickel können helfen, um einen Hitzschlag und Sonnenstich vorzubeugen, so der Mediziner.
So hoch ist derzeit die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg
Heiße Sommertage und ausgetrocknete Böden erhöhen das Risiko von Waldbränden. Zur Einschätzung der Waldbrandgefahr misst der Deutsche Wetterdienst (DWD) an vielen Messstationen im Land stündlich Werte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Windgeschwindigkeit. Die Karte vom DWD zeigt, wie hoch die Waldbrandgefahr in den verschiedenen Regionen in Baden-Württemberg ist. Aktuell wird eine mittlere bis sehr hohe Gefahr im Südwesten angezeigt. Bei den betroffenen Orten könnten Forstämter Verbote anordnen und die Nutzung von Grill- und Feuerstellen im Wald untersagen. So zum Beispiel sperrt die Stadt Radolfzell (Kreis Konstanz) aufgrund der Hitze und der anhaltenden Trockenheit alle öffentlichen Grillstellen. Bis Oktober gilt in den Wäldern unabhängig von der Wetterlage ein generelles Rauchverbot. Darauf macht die Stadt in einer Mitteilung aufmerksam.
Bahn will bei Extrem-Hitze verlässlicher werden
Die Deutsche Bahn will künftig früher auf Extremwetterlagen reagieren. Von heute bis vorerst 6. August können in Baden-Württemberg und vier weiteren Bundesländern weniger Züge eingesetzt werden. Bundesweit gilt das ab morgen. So sollen Reisende früher Klarheit haben, welche Verbindungen bestand haben und verbleibende Angebote verlässlicher werden, wie der Konzern mitteilt. Bei der letzten Hitzewelle im Juni hatte die Bahn kostenlose Ticketstornierungen angeboten.
Mais bildet keine Kolben - Landwirte in der Region Heilbronn in Sorge
Trockenheit und Hitze machen den Landwirten in der Region Heilbronn immer mehr zu schaffen. Besonders betroffen ist derzeit der Maisanbau. Eigentlich müsste der Mais um diese Zeit Kolben bilden. Derzeit passiere das aber nicht, weil es viel zu trocken und zu heiß sei. Reinhard Friedrich vom Bauernverband Main-Tauber sagt, die kommende Woche sei eine Schicksalswoche. Wenn es dann nicht regne, drohe der Mais zu vertrocknen. Er müsse dann mit wenig Ertrag geerntet werden. Da es im vergangenen Jahr eine gute Maisernte gab, seien die Silos derzeit aber nicht komplett leer.
Schuleschwänzen für den Urlaub - rege Diskussion auf Facebook
Nicht nur der teilweise nicht mehr bezahlbare Familienurlaub sorgt für Diskussionen auf Social Media. Auch zu möglichen hohen Strafen für das Schuleschwänzen vor dem Ferienstart gibt es die verschiedensten Ansichten in unserer Facebook-Community. Während die einen berichten, ihre Kinder regelmäßig vorzeitig aus der Schule genommen zu haben, zeigen andere kein Verständnis für so ein Vorgehen und appellieren an die Vorbildfunktion der Eltern.
Niedrigwasser am Bodensee: Sinkender Pegel legt Segelboot-Liegeplätze trocken
Der Pegel des Bodensees fällt weiter: Erste Häfen laufen trocken, Segelboote müssen vorzeitig aus dem Wasser, Liegeplätze werden knapp. Wolfgang Semmlinger, ehrenamtlicher Hafenmeister in Nonnenhorn am bayerischen Bodenseeufer, ist jetzt täglich mit dem sinkenden Wasserstand und dem Umorganisieren der etwa 50 Boote im Hafen beschäftigt. Zusammen mit einem jungen Vereinsmitglied hat er geprüft, wie viel Wasser die Segelboote noch unter dem Kiel haben. Beim Tauchgang mit Zentimetermaß zeigte sich: Mehrere Boote haben nur noch 20 Zentimeter Wasser bis zum Seegrund, sechs liegen bereits auf.
Familienurlaub unbezahlbar? Das sagt die Community
Ob der Familienurlaub noch bezahlbar ist, hat auch unsere Community bei Instagram bewegt. Als Alleinerziehende sei der Urlaub für sie das kleinste Problem, schreibt einer Nutzerin. Eine andere berichtet von einer Freundin, die regelmäßig durch Wohnungstausch neue Städte erlebe. Andere fragen, warum viele einen Anspruch auf eine Urlaubsreise sehen. Früher sei man alle paar Jahre weggefahren und auch Urlaub zu Hause könne wunderschön sein.
Waldbrände in Frankreich und Spanien: Rechte für betroffene Urlauber
Neben Frankreich sind auch Portugal, Italien und Spanien von Waldbränden betroffen. Darauf folgen teilweise Evakuierungen, wie beispielsweise rund um Madrid und Valencia. Von den Evakuierungen können auch Urlauber betroffen sein. Die Behörden im Südwesten Frankreichs empfehlen Touristen, nicht anzureisen und ein anderes Reiseziel in Betracht zu ziehen. Mein Kollege Max Schäfer hat zusammengefasst, welche Rechte Reisende bei bereits gebuchten Urlauben haben und was sie beachten müssen.
Waldbrände in Europa - so ist die Lage
Spanien, Frankreich, Italien und nun die griechische Insel Paros: Heftige Waldbrände wüten in vielen Teilen Europas. Die aktuelle Lage haben die Kolleginnen und Kollegen von der Tagesschau zusammengefasst:
Waldbrände in Europa Neue Feuer - und die nächste Hitzewelle kommt
Spanien, Frankreich, Italien und nun die griechische Insel Paros: Heftige Waldbrände wüten in vielen Teilen Europas. Die Lage bei Bordeaux hat sich zuletzt stabilisiert - doch ein…
Hitzeschutz in Städten: Nachholbedarf bei der Entsiegelung
Mit den bevorstehenden Hitzetagen rückt auch ein grundlegendes Problem in baden-württembergischen Städten in den Mittelpunkt: Große Flächen sind bebaut, asphaltiert oder gepflastert. Laut dem aktuellen Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat die Versiegelung zwischen 2018 und 2025 in zahlreichen Städten in BW zugenommen. Die DUH fordert deshalb, mehr Flächen zu entsiegeln und zu begrünen: Kommunen müssten mehr Platz für "grün-blaue Infrastruktur" schaffen.
Waldbrände in Frankreich machen sich in Südbaden bemerkbar
Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs werden auch in Südbaden wahrgenommen. Mehrere Menschen haben am vergangenen Wochenende einen Brandgeruch in der Luft bemerkt und sich in den sozialen Medien darüber ausgetauscht. Laut der Facebook-Seite eines Wetterbeobachters aus Badenweiler (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) sei der Himmel am Sonntag etwas "milchig" gewesen. Die Feuerwehr Freiburg erklärte, dass der Brandgeruch aus Frankreich in Richtung Elsass ziehe, aber eine Gesundheitsgefahr nicht bestehe.
Familienurlaub in den Ferien unbezahlbar?
Rund 2,2 Millionen Menschen in Baden-Württemberg fehlt das Geld für einen einwöchigen Urlaub. Besonders häufig müssen alleinstehende Mütter und Väter mit Kindern verzichten. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Da wundert es nicht, dass Angebote für vergünstigte Familienferien stark nachgefragt sind. "Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten dürfen Erholung und Urlaub nicht zum Luxus werden", mahnt Christina Borchert, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung (BAG). So steige zum Beispiel die Nachfrage nach Urlauben in den gemeinnützigen BAG-Familienferienstätten. Gleichzeitig entschieden sich immer häufiger Familien aus finanziellen Gründen für kürzere Aufenthalte. Wo Familien außerdem Unterstützung für die Ferienzeit und darüber hinaus finden, lest ihr hier.
Wie groß ist die Waldbrandgefahr im Südwesten?
In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz steht die nächste Hitzewelle bevor. Sie trifft auf eine ausgedörrte Vegetation und die Gefahr steigt, dass auch hierzulande Waldbrände ausbrechen können. Die Waldbrandgefahrenkarte des Deutschen Wetterdienstes ist in Baden-Württemberg zur Wochenmitte mindestens rot eingefärbt - das entspricht Gefahrenstufe 4 von 5.
In Frankreich brennen derzeit kilometerweit Pinienwälder, in Spanien ist es verbuschtes, trockenes Land. Zwar gibt es auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Flächen mit Nadelbaum-Reinkulturen, die durch die Nadeln und das ätherische Öl leichter brennen - etwa im Schwarzwald und in der Eifel. Grundsätzlich sind die Wälder im Südwesten aber gut durchmischt - mit Buchen, Eichen, Kiefern oder Fichten. Großflächige Brände sind bei uns daher eher unwahrscheinlich, allerdings auch nicht ausgeschlossen. Kirsten Thonicke, Geowissenschaftlerin am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, sagt: "Bei extremer Trockenheit kann alles brennen."
Bundeswehr unterstützt bei der Bekämpfung von Waldbränden in Frankreich
Die Hitze macht sich vor allem im Südwesten Frankreichs durch Waldbrände bemerkbar. Die Einsätzkräfte bei Bordeaux bekommen seit Dienstagnachmittag Unterstützung von Bundeswehrsoldaten des Hubschraubergeschwaders 64 aus Laupheim (Kreis Biberach). Die Löschflüge für die großen Flächenbrände sind bisher für fünf Tage geplant, eine Verlängerung sei aber möglich. Die Transporthubschrauber sind mit angehängten Löschwasserbehältern ausgestattet, die die Aufnahme, den Transport und das gezielte Ablassen von bis zu 5.000 Liter Wasser aus Oberflächengewässern ermöglichen.
Schuleschwänzen vor den Ferien kann teuer werden
Einfach die Kinder einpacken und schon ein paar Tage früher los in den gemeinsamen Urlaub? Weniger Stau, schneller durch die Sicherheitsschleuse, entspannt im Vierer-Abteil im ICE - und vor allem günstigere Preise. Bei dieser Vorstellung dürften sich schon die ein oder anderen Eltern schulpflichtiger Kinder ertappt haben. Wie oft das tatsächlich vorkommt, darüber führen weder Kultusministerium noch Polizei Statistik. Fest steht: Eltern, die ihre Kinder wegen einer Urlaubsreise aus der Schule nehmen, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Das Gesetz sieht Geldbußen bis zu 1.000 Euro vor, wenn Eltern ihr Kind nicht in den Unterricht schicken und kein Verhinderungsgrund vorliegt. Könnte am Ende also doch teurer werden der frühere Urlaubsstart.
Ferienstart: Wo lange Staus drohen
Morgen starten die Sommerferien in Baden-Württemberg - neben Bayern traditionell die spätesten in Deutschland. Und mit der Hauptreisezeit wird auch auf den Straßen wieder viel los sein. Die höchste Staugefahr besteht laut Holger Bach vom ADAC Württemberg am Freitag, 31. Juli, in der Hauptreisezeit zwischen 10 und 16 Uhr. Aber auch am darauffolgenden Wochenende bleibt das Risiko für Staus hoch, so Bach. Bereits im vergangenen Jahr war das erste Augustwochenende der staureichste Reisezeitraum. Welche Tipps zum Stau-Ausweichen die SWR-Verkehrsredaktion gibt und was Flug- und Bahnreisende in den Sommerferien erwartet, lest ihr hier.
Hitzewelle-Höhepunkt am Donnerstag: Wetterexperte hält 40 Grad für möglich
Wer die Tage einen Blick in die Wetter-App geworfen hat, sieht: Es wird wieder heiß. Ab heute zeigt die App Temperaturen über 30 Grad an. Laut SWR-Wetterexperte Gernot Schütz sieht es momentan danach aus, als sei der Hitzehöhepunkt der Woche für Donnerstag zu erwarten. "38 oder 39 Grad werden sicherlich erreicht und ich halte auch die 40 Grad für möglich", so Schütz. Ob wirklich die 40 Grad erreicht werden, hänge allerdings von mehreren Details ab - beispielsweise ob der Rauch der französischen Brände, die sich momentan im Südwesten Frankreichs ausbreiten, nach Deutschland ziehe oder sich Wolkenfelder bilden.
Der Liveblog zur letzten Hitzewelle
Das war der Liveblog zur Hitze im Land ++ Abkühlung kommt langsam ++ Zahlreiche Einsätze nach Badeunfällen ++ In einigen Regionen "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen ++ Neuer bundesweiter Temperaturrekord ++
Baden-Württemberg schwitzt - nach hohen Temperaturen auch am Sonntag soll die Hitzewelle enden. Alle Entwicklungen rund um die aktuelle Wetter-Lage in unserem Liveblog.