Ein Sommer in Sommersby
Zum Auftakt gibt es einen Familienfilm, der sich wunderbar eignet, um die sommerliche Stimmung noch einmal nachklingen zu lassen. „Ein Sommer in Sommersby“ basiert auf dem Buchklassiker von Kirsten Boie und wurde von Mara Eibl-Eibesfeldt für das Fernsehen verfilmt. Zwar musste die 500 Seiten starke Buchvorlage auf rund 70 Minuten eingekürzt werden, dennoch ist die Autorin selbst begeistert von der Umsetzung. Der Film ist nah am Original geblieben und weckt durch seine Bilder eigene Fantasien. Er erzählt eine berührende Geschichte, die sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht.
Ab 3. Oktober in der ARD Mediathek und am Sonntag, den 5. Oktober um 9.45 Uhr im Ersten
Ein Mann seiner Klasse
Als zweite Empfehlung stellt Multiredakteur Thomas Sachsenmaier einen ganz aktuellen Preisträger vor. „Ein Mann seiner Klasse“ basiert ebenfalls auf einer Buchvorlage und erzählt die Geschichte eines Jungen, der es nicht leicht hat. Im Gegensatz zu den Kindern aus Sommersby kämpft er mit schwierigen sozialen Verhältnissen und geringen Aufstiegschancen. Der Film thematisiert gesellschaftliche Ungerechtigkeit auf eine eindrückliche Weise und regt zum Nachdenken an. Gerade deshalb wurde er mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Derzeit in der ARD Mediathek abrufbar
Eingeschlossene Gesellschaft
Zum Abschluss gibt es eine bissige Komödie, die im Lehrerzimmer spielt. In „Eingeschlossene Gesellschaft“ verschließt ein verzweifelter Vater kurzerhand den Raum und zwingt sechs Lehrkräfte, über die Zukunft seines Sohnes zu entscheiden. Dabei geraten schnell alte Frustrationen, Machtkämpfe und persönliche Abgründe ans Licht. Aus der Frage, ob ein einziger Punkt für die Abi-Zulassung vergeben werden soll, entwickelt sich ein lebhaftes Kammerspiel. Der Film lebt von einem starken Ensemble: Florian David Fitz als Sportlehrer, Anke Engelke als strenge Französischlehrerin, Justus von Dohnányi als verbohrter Lateinlehrer und Nilam Farooq als junge Referendarin. Das Ergebnis ist eine Mischung aus nachdenklichen Momenten und bissigem Humor, die das Publikum bestens unterhält.
Derzeit in der ARD Mediathek abrufbar
The Thursday Murder Club
Vier Rentnerinnen und Rentner bilden in einem luxuriösen Altersheim eine Hobby-Ermittlungsgruppe. Gemeinsam treffen sie sich regelmäßig, um ungelöste Mordfälle zu besprechen. Doch plötzlich geschieht in ihrer unmittelbaren Umgebung ein echter Mord. Mit Witz, Charme und einer Portion britischem Humor machen sich die Senioren daran, den Fall zu lösen. Genau dieser Mix aus Spannung und Herzlichkeit macht den Film zu einem idealen Herbsttipp.
Abrufbar beim kostenpflichtigen Streamingdienst Netflix
Only Murders in the Building – Staffel 5
Charles, Oliver und Mabel kehren in das Arconia zurück. Kurz nach der Hochzeit von Oliver und Loretta wird der Portier Lester tot im Brunnen des Innenhofs aufgefunden. Zunächst sieht alles nach einem Unfall aus, doch schnell wird klar: hier steckt mehr dahinter. Das ungleiche Trio beginnt zu ermitteln, wie schon in den Staffeln zuvor. Die Serie überzeugt durch humorvolle Dialoge, spannende Wendungen und das Zusammenspiel ihrer charismatischen Hauptdarsteller. Sie bietet genau die richtige Mischung für Serienjunkies, die es im Herbst gerne spannend, aber nicht zu blutig mögen.
Abrufbar beim kostenpflichtigen Streamingdienst Disney+
Dampfnudelblues – ein Eberhoferkrimi
Zum Abschluss gibt es noch einen echten Klassiker der deutschen Wohlfühlkrimis. Kommissar Franz Eberhofer lebt nach seiner Strafversetzung wieder in Niederkaltenkirchen. Dort versucht er, das Landleben mit seiner Oma, seinem Beatles-verrückten Vater und den Stammtischabenden zu meistern. Doch die Idylle wird gestört: Der unbeliebte Schuldirektor Höpfl wird bedroht und schließlich tot auf den Bahngleisen gefunden. Mit viel bayerischem Charme, skurrilen Figuren und einem Augenzwinkern verbindet der Film Krimispannung mit urigem Humor.
Derzeit in der ARD Mediathek
Im Studio: Thomas Sachsenmaier, SWR Multimediaredakteur
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