Tourismus im Wandel

Wintersport am Erbeskopf: Welche Zukunft bleibt ohne Schnee?

Der Erbeskopf im Hunsrück war für viele in Rheinland-Pfalz lange ein Ziel, um Wintersport zu treiben. Doch ohne verlässlichen Schnee wächst der Druck, die Zukunft neu zu denken.

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Stand

Tamara Breitbach ist Verbandsbürgermeisterin in Thalfang und seit Kurzem Vorsteherin des Zweckverbands Erbeskopf. Sie hat uns im SWR1 Interview erklärt, welche Konzepte es für den Erbeskopf in Zukunft braucht.

Wintersport am Erbeskopf – so ist die Situation aktuell

SWR1: Wie realistisch ist klassischer Wintersport am Erbeskopf noch? 

Tamara Breitbach: Wenn es Schnee am Erbeskopf gibt, dann kommen die Menschen und möchten dort Skifahren, Rodeln oder einfach schöne Schnee-Erlebnisse haben. Wir warten auf den Schnee und dann kann dort alles passieren, was sonst auch auf dem Erbeskopf passiert ist, wenn Schnee gelegen hat.

SWR1: Was hat sich aus Ihrer Sicht am stärksten verändert? Das Wetter, die Wirtschaftlichkeit oder die Erwartungen der Besucher?

Breitbach: Ich glaube, dass es immer noch hohe Erwartungen an den Wintersport oder an Schneeerlebnisse am Erbeskopf gibt. Das Ziel sollte sein, die Attraktivität des Erbeskopfes für alle Anrainer dort zu steigern und auch ein Ganzjahrestourismus-Konzept aufzusetzen.

Ganzjahrestourismus als Konzept für die Zukunft

SWR1: Was genau könnte denn dort unabhängig vom Schnee entstehen?

Breitbach: Es gibt ja schon einige Angebote am Erbeskopf. Es gibt die Sommerrodelbahn, es gibt den Trailpark, es gibt einen wunderbaren neuen Spielplatz. Was ich mir vorstelle, ist eine große, gemeinsame Konzeption, wie die Attraktivität des Erbeskopfes mit der Natur, mit der Nachhaltigkeit, mit dem Nationalpark ein richtig guter Erholungsfaktor für die Menschen hier in der Region und darüber hinaus wird.

SWR1: Jetzt wird das Ganze bestimmt auch nicht ohne deutliche Investitionen gehen, um das Angebot attraktiv zu machen für das ganze Jahr, für die Touristen. Wen sehen Sie da in der Verantwortung? Kommunen, das Land oder private Investoren?

Breitbach: Soweit bin ich tatsächlich noch nicht. Ich möchte eigentlich den Prozess von der gemeinsamen Zielsetzung her steuern. Die gemeinsame Zielsetzung ist auch bei allen Akteuren am Berg, die Attraktivität des Erbeskopfes zu steigern.

Dann wird man schauen, welche Elemente mit welchen Kosten verbunden sind, und wie man da auch bestmöglich Fördermöglichkeiten, sei es von der EU-Ebene, aus Bundesmitteln, aus Landesmitteln oder eben auch aus kommunalen Trägerschaften geben kann.

Aber das Preisschild kommt erst dran, wenn wir wissen, welche Maßnahmen und Elemente in dieser Ganzjahrestourismus-Konzeption auch von allen getragen werden.

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Erstmals publiziert am
Stand
Das Interview führte
Steffi Stronczyk
SWR1 RP Moderatorin Steffi Strinczyk
Interview mit
Tamara Breitbach, Verbandsbürgermeisterin in Thalfang
Onlinefassung
SWR1 Rheinland-Pfalz
Eins gehört gehört. SWR1. (Schriftzug SWR1 auf gelbem Hintergrund)