Oft wird er leider erst zur Weihnachtszeit aus der Gewürzschublade geholt, wenn etwas deftiger gegessen wird.
Und das hat seinen Grund: Beifuß regt vor allem die Verdauungssaftproduktion an und verbessert auch die Galleproduktion und den Gallefluss durch seine Bitter- und Gerbstoffe. Er lässt schwer Verdauliches wie z.B. Fette bekömmlicher werden.
Beifuß als Hungerstopper
Die Bitterstoffe im Beifuß sollen den Heißhunger auf Süßes reduzieren. Er hilft auch bei Magen-Darmkrämpfen und Blähungen, Sodbrennen und Übersäuerung
Woher der Beifuß seinen Namen hat
Viele kennen den Beifuß auch unter einem anderen Namen. Vor allem bekannt dürfte der wilde Wermut sein. Man kennt ihn aber auch als Gänse-, Schoß- oder Besenkraut. Wandersleute, die müde Beine bekommen, sollen ein Blatt vom Beifuß "bei Fuße" getragen haben, um die Füße wieder zu erfrischen.
Schon der Neandertaler kannte den Beifuß
Die Beifußpflanze wurde bereits in einem ca. 60.000 Jahre alten Grab eines Neandertalers gefunden!
Der Beifuß ist eine Wärmepflanze
Der Beifuß passt gut in die kalte Jahreszeit, weil er als Wärmepflanze gilt: Er regt die Durchblutung an, hilft bei Kälte und Verspannungen
Rezept: Fußbad mit Beifuß
2 Hände voll Beifußkraut mit 3 Liter Wasser in geschlossenem Topf aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen u. abkühlen lassen. Dieser Sud fördert die Durchblutung und wärmt den ganzen Körper. Nach 10 bis 15 Minuten merkt man richtig, wie’s aufsteigt.
Wann ein Fußbad mit Beifuß hilft
Das Fußbad mit Beifuß hilft bei Kopfschmerzen, kalten Füßen, Unterleibsbeschwerden. Die Füße ca. 10 Min. darin baden.
Achtung: Das Fußbad ist es nichts für Schwangere, weil der Beifuß wehentreibend wirkt! Und auch Allergiker sollten testen, ob sie gegen Beifuß allergisch reagieren.
Beifuß ist eine Frauenheilpflanze
Als Frauenheilpflanze wirkt der Beifuß stark krampflösend und erwärmend bei Menstruationsbeschwerden. Er wirkt nervenberuhigend sowie menstruationsregulierend, indem er hormonell ausgleicht. Der Beifuß wird sogar als wehenfördernde Pflanze eingesetzt, um Geburten einzuleiten. Beifuß zur Entgiftung Der Beifuß wirkt auch als Tee. Allerdings sollte man ihn sparsam verwenden: Nicht länger als 3 Wochen trinken. Den Tee 10 Minuten ziehen lassen und 15 Minuten vor den Mahlzeiten trinken. Er verbessert die Fettverdauung und entgiftet den Körper. Beifußtee ist zwar ein wohltuender, aber kein wohlschmeckender Tee, denn dafür enthält er zu viel Bitterstoffe.
Im Studio: Astrid Fiebich, Heilpraktikerin