Vedauungsfördernd, wärmend & entgiftend

Beifuß: Der heimliche Gewürzstar

Der Beifuß ist nicht nur "Beiwerk" zum Gänsebraten, er zählt auch zu den Heilpflanzen. Wir erklären, was wirklich alles in ihm steckt!

Teilen

Stand

Von Autor/in Heidi Schnurr

Oft wird er leider erst zur Weihnachtszeit aus der Gewürzschublade geholt, wenn etwas deftiger gegessen wird.

Und das hat seinen Grund: Beifuß regt vor allem die Verdauungssaftproduktion an und verbessert auch die Galleproduktion und den Gallefluss durch seine Bitter- und Gerbstoffe. Er lässt schwer Verdauliches wie z.B. Fette bekömmlicher werden.

Beifuß als Hungerstopper

Die Bitterstoffe im Beifuß sollen den Heißhunger auf Süßes reduzieren. Er hilft auch bei Magen-Darmkrämpfen und Blähungen, Sodbrennen und Übersäuerung

Woher der Beifuß seinen Namen hat

Viele kennen den Beifuß auch unter einem anderen Namen. Vor allem bekannt dürfte der wilde Wermut sein. Man kennt ihn aber auch als Gänse-, Schoß- oder Besenkraut. Wandersleute, die müde Beine bekommen, sollen ein Blatt vom Beifuß "bei Fuße" getragen haben, um die Füße wieder zu erfrischen.

Schon der Neandertaler kannte den Beifuß

Die Beifußpflanze wurde bereits in einem ca. 60.000 Jahre alten Grab eines Neandertalers gefunden!

Der Beifuß ist eine Wärmepflanze

Der Beifuß passt gut in die kalte Jahreszeit, weil er als Wärmepflanze gilt: Er regt die Durchblutung an, hilft bei Kälte und Verspannungen

Rezept: Fußbad mit Beifuß

Frau nimmt ein Fußbad

2 Hände voll Beifußkraut mit 3 Liter Wasser in geschlossenem Topf aufkochen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen u. abkühlen lassen. Dieser Sud fördert die Durchblutung und wärmt den ganzen Körper. Nach 10 bis 15 Minuten merkt man richtig, wie’s aufsteigt.

Wann ein Fußbad mit Beifuß hilft

Das Fußbad mit Beifuß hilft bei Kopfschmerzen, kalten Füßen, Unterleibsbeschwerden. Die Füße ca. 10 Min. darin baden.

Beifuß ist eine Frauenheilpflanze

Als Frauenheilpflanze wirkt der Beifuß stark krampflösend und erwärmend bei Menstruationsbeschwerden. Er wirkt nervenberuhigend sowie menstruationsregulierend, indem er hormonell ausgleicht. Der Beifuß wird sogar als wehenfördernde Pflanze eingesetzt, um Geburten einzuleiten. Beifuß zur Entgiftung Der Beifuß wirkt auch als Tee. Allerdings sollte man ihn sparsam verwenden: Nicht länger als 3 Wochen trinken. Den Tee 10 Minuten ziehen lassen und 15 Minuten vor den Mahlzeiten trinken. Er verbessert die Fettverdauung und entgiftet den Körper. Beifußtee ist zwar ein wohltuender, aber kein wohlschmeckender Tee, denn dafür enthält er zu viel Bitterstoffe.

beruhigend, verdauungsfördernd & entzündungshemmend Kardamom als Heilpflanze

Für viele ist Kardamom es nur ein Weihnachtsgewürz und selbst dann nur in gemahlen. Dabei kann er noch mehr.

Kaffee oder Tee SWR

Entspannend und schlaffördernd Die Heilkraft von Muskat

In der Winterzeit werden wieder Gewürze aus der Schublade geholt, die unterm Jahr eher weniger zum Einsatz. Muskat verleiht den Speisen eine feine, unverwechselbare Note und hat auch noch eine heilende Wirkung.

Kaffee oder Tee SWR

Heilpflanze und mehr So gesund ist Zimt

Zimt ist ein Gewürz, das viele Menschen nur im Winter verwenden. Doch Zimt ist mehr als nur ein Gewürz: Zimt ist eine Heilpflanze und hat vielfältige gesunde Wirkungen.

Kaffee oder Tee SWR

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Heidi Schnurr