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Schwarzkümmel ist bekannt für seinen pfeffrigen und leicht bitteren Geschmack - und deshalb als Gewürz in der Küche beliebt.
Wegen des antioxidativen Wirkstoffs Thymochinon sowie durch Fettsäuren wie Linolsäure werden dem Schwarzkümmelöl außerdem auch einige gesundheitliche Vorteile nachgesagt.
Welche Wirkung hat die Einnahme von Schwarzkümmelöl? Wie gesund ist es wirklich? Und was gilt es bei der Einnahme zu beachten?
Altes Naturheilmittel - die Geschichte hinter Schwarzkümmelöl
Schwarzkümmelöl wurde bereits im alten Ägypten als Heilmittel verwendet und soll sogar eine Grabbeigabe von Tutanchamun gewesen sein. Immer wieder wird es daher auch als „Gold der Pharaonen“ bezeichnet.
Auch in der frühen arabischen und der antiken Heilkunde finden sich Schriften zur vielfältigen Anwendung von Schwarzkümmelöl, beispielsweise bei Verdauungsproblemen.
Der Prophet Mohammed soll sogar gesagt haben: "Schwarzkümmel heilt jede Krankheit, außer den Tod."
Wirkung von Schwarzkümmelöl: cholesterinsenkend und gut für die Haut
Inzwischen gibt es moderne wissenschaftliche Untersuchungen zu Schwarzkümmelöl, die dessen gesundheitliche Wirkung ergründen.
Eine Auswertung mehrerer kleiner Studien – veröffentlicht 2016 an der Mahidol University in Bangkok – kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl über mehrere Wochen hinweg den LDL-Cholesterinwert im Durchschnitt um rund 14 mg/dl senken kann. Das entspricht etwa zehn Prozent. Warum dieser Effekt eintritt, ist bislang noch nicht umfassend erforscht.
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Um den Cholesterinspiegel zu senken, empfiehlt Hausärztin Monique Ventura aus Stuttgart ihren Patienten die Einnahme von Schwarzkümmelöl ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung.
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Schwarzkümmelöl für die Hautpflege - für wen es sich eignet
Typischerweise wird Schwarzkümmel in der Küche verwendet, aufgrund seiner Inhaltsstoffe eignet sich Schwarzkümmelöl allerdings auch für die Hautpflege.
Das liegt laut der Ulmer Apothekerin Petra Schäfer vor allem an den zweifach ungesättigten Fettsäuren - etwa der Linolsäure, die auch in der Dermatologie eingesetzt wird.
Für die Kosmetikerin Marina Westermann ist das Öl in der Hautpflege vielseitig einsetzbar. "Man kann sowohl unreine Haut damit pflegen, weil es auch antiseptisch wirkt bei Pickelchen und Ähnlichem", sagt sie. "Aber es ist auch ein super Hautpflegemittel für trockene und empfindliche Haut."
Die Kosmetikerin empfiehlt Schwarzkümmelöl außerdem für Menschen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte.
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Schwarzkümmelöl für die Haut - die Anwendung
Für die Behandlung von trockener Haut rät die Expertin dazu, Jojobaöl und 5 ml Schwarzkümmelöl zu vermischen und auf die gereinigte Haut aufzutragen. Zwei- bis dreimal pro Woche sei auch eine Schwarzkümmelöl-Maske aus zwei Esslöffeln Heilkreide oder Heilerde, vermischt mit Schwarzkümmelöl, gut für die Haut.
Für die Behandlung von fettiger Haut empfiehlt Marina Westermann ein Gesichtsdampfbad mit Schwarzkümmelöl.
Schwarzkümmelöl bei Entzündungen, Asthma oder hohem Blutdruck?
Noch weitere Effekte werden dem Öl nachgesagt. Laut Apothekerin Petra Schäfer aus Ulm sind viele mögliche Wirkungen von Schwarzkümmelöl allerdings noch nicht ausreichend geklärt. Die Studienlage ist zum Teil schwach.
"Was immer wieder zitiert wird, und wo es auch einen leichten Beweis gibt, ist die antientzündliche Wirkung bei asthmatischen Beschwerden", sagt die Apothekerin.
Die Hinweise seien allerdings nicht ausreichend, um Schwarzkümmelöl oder Schwarzkümmelöl-Kapseln offiziell als Mittel zur Behandlung oder Linderung bestimmter Erkrankungen zuzulassen oder zu vermarkten.
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Für eine klare medizinische Empfehlung fehlt also bisher der wissenschaftliche Beweis. Einzelne Studien zeigen zwar positive Ansätze – etwa bei erhöhtem Blutzucker, Blutdruck oder chronischen Entzündungen – doch die Datenlage ist schwach.
Viele Untersuchungen sind klein und methodisch nicht vergleichbar. Hersteller dürfen daher nicht mit möglichen Effekten von Schwarzkümmelöl bei Beschwerden werben.
Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von Schwarzkümmelöl
Wer Schwarzkümmel dennoch ergänzend einsetzen möchte, dem empfiehlt Apothekerin Petra Schäfer Kapseln oder kaltgepresstes Öl. Als Nahrungsergänzungsmittel wird ein Esslöffel Schwarzkümmelöl pro Tag empfohlen. Größere Mengen von Schwarzkümmelöl können zu Sodbrennen und Durchfall führen.
Vorsicht gilt auch in Zusammenhang mit Blutverdünnern. Hausärztin Monique Ventura warnt: "Das Schwarzkümmelöl könnte unter Umständen die Wirksamkeit dieser Blutverdünner minimieren."